Osama bin Ladens Sohn Hamza soll Al-Kaida erben


ObL während einer Ansprache, Themen-Bild: rp-online.de

Hamza bin Osama bin Laden will bei der Zukunft Syriens mitmischen: Er taucht als Chef einer neuen Al-Kaida auf

Von Gudrun Harrer | derStandard.at

Seit einiger Zeit schon geistert sein Name herum, und zu Beginn des Jahres haben ihn die USA auf ihre Terroristenliste gesetzt: Nun taucht Hamza bin Osama bin Laden als Chef einer neuen Al-Kaida in Syrien auf. Sie soll „Ansar al-Furqan fi Bilad al-Sham“ heißen, eingedeutscht etwa „Die Verteidiger des Koran in Großsyrien“. Ob Hamza bin Laden nur der Kopf dieser syrischen Organisation ist oder – wie in den vergangenen Monaten kolportiert – die gesamte Al-Kaida übernimmt, ist noch unklar.

Wenn es ihn wirklich gibt – theoretisch könnte er auch eine PR-Erfindung Al-Kaidas sein -, dann ist er also auf dem Aufstieg, der Sohn Osama bin Ladens. Als sein Vater, Al-Kaida-Gründer und Urheber der Terroranschläge von 9/11, im Mai 2011 im pakistanischen Abbottabad von einem US-Sonderkommando getötet wurde, soll der damals etwa 22-Jährige anwesend gewesen sein. Als Einzigem sei ihm die Flucht gelungen, lautet die Al-Kaida-Erzählung.

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