Islamistisches Buch in Häfenbücherei: Minister zieht Konsequenzen


foto: ap/zinken Auch salafistische Koranverteilungen in den Straßen europäischer Städte stießen bereits auf Kritik.
Ein Häftling lieh sich aus der Gefängnisbücherei ein salafistisches Werk aus. Die Frage, wie es dahin kam, ließ Minister Brandstetter tätig werden

Von Irene Brickner, Anastasia Hammerschmied | derStandard.at

Die Reaktion des Justizministers und Vizekanzlers erfolgte rasch. Am Donnerstag berichtete der Kurier, dass bei einem Untersuchungshäftling ein aus der Gefängnisbibliothek der Justizanstalt Korneuburg stammendes Buch des radikalen salafistischen Vordenkers Abú I-A la Maududi aufgetaucht war. Am Freitag setzte Wolfgang Brandstetter (ÖVP) drei Erlässe außer Kraft, auf deren Grundlage die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) die Gefängnisbibliotheksbestände bundesweit kontrolliert hatte.

Stattdessen übertrug der Minister diese Aufgabe mit einem neuen Erlass an die Deradikalisierungsinitiative Derad: ein Netzwerk von Wissenschaftern und Experten, das unter anderem von der EU-Kommission unterstützt wird und mit dem das Ministerium seit Februar 2016 zusammenarbeitet.

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