Der Papst, Kardinal Schönborn – und der Islam


Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Franziskus soll in kleinem Kreis von Österreichern bei einer Privataudienz vor »falsch verstandener Toleranz« im Umgang mit dem Islam gewarnt und Kritik an Kardinal Schönborn geübt haben. Hat er recht?

Von Dietmar Neuwirth | Die Presse.com

„Profil“ ist, gleich vornweg gesagt, ein ernsthaftes Magazin, das Erfundenes nicht als Nachricht verkauft. Wenn daher in der ab heute verfügbaren neuen Nummer berichtet wird, Papst Franziskus habe erklärt, zur Islamisierung einen anderen Zugang als Kardinal Christoph Schönborn zu haben, dann ist das zumindest einmal einer Erwähnung wert.

Knapp vor der Nationalratswahl soll sich der Bischof von Rom in kleinem Kreis von Österreichern bei einer Privataudienz dann noch gegen „falsch verstandene Toleranz“ ausgesprochen haben. Dem Papst bereite weniger die Ausbreitung des Islam die größte Sorge als das Fehlen des „Missionarischen“ in der Debatte und die indifferente Haltung der Katholiken zu deren Glauben.

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