„Reichsbürger“ muss wegen Polizistenmords lebenslänglich in Haft


„Reichsbürger“ Wolfgang P. im Landgericht Nürnberg-Fürth Quelle: dpa/Daniel Karmann
Im Oktober 2016 schoss „Reichsbürger“ Wolfgang P. in seinem Haus auf Polizisten, die ihm seine Waffen abnehmen wollten. Einer starb, zwei wurden verletzt. Jetzt wurde er zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt.

DIE WELT

Wegen tödlicher Schüsse auf einen Polizisten ist ein sogenannter „Reichsbürger“ zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Nürnberg-Fürth wertete am Montag die Tat des 50-Jährigen im mittelfränkischen Georgensgmünd als Mord und zweifachen versuchten Mord. Die Verteidiger hatten auf fahrlässige Tötung plädiert, was eine deutlich mildere Strafe bedeutet hätte.

Wolfgang P. hatte bei einem Polizeieinsatz Mitte Oktober 2016 auf Beamte eines Spezialeinsatzkommandos geschossen. Dabei starb ein Polizist, zwei weitere wurden verletzt. Die Spezialeinheit sollte helfen, die rund 30 Waffen im Haus von P. zu beschlagnahmen. Denn bei den Behörden galt der Jäger als nicht mehr zuverlässig.

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