Urzeitlicher „Vampirhirsch“ in Süddeutschland entdeckt


So könnte der im Steinheimer Becken entdeckte Moschushirsch vor 15 Millionen Jahren ausgesehen haben. © Staatliches Museum für Naturkunde
Kleiner Hirsch mit langen Hauern: Im Meteoritenkrater von Steinheim haben Paläontologen ein besonderes Fossil entdeckt. Denn es stammt von einer bisher unbekannten Art von Moschushirschen – kleinen Huftieren, deren Männchen lange, spitze Eckzähne tragen. Das 15 Millionen Jahre alte Fossil belegt erstmals, dass damals in Mitteleuropa mindestens zwei Arten dieser auch als „Vampirhirsche“ bezeichneten Tierart gemeinsam lebten.

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Die heute nur noch in den Bergregionen Asiens vorkommenden Moschushirsche (Moschidae) ähneln auf den ersten Blick kleinen, geduckt laufenden Rehen. Doch schaut man näher hin, erkennt man bei den Männchen eine sonst nur von Fleischfressern wie den Säbelzahnkatzen bekannte Besonderheit: Ihre oberen Eckzähne sind stark verlängert und ragen weit aus dem Mund heraus. Sie dienen dem Imponieren von Rivalen und Weibchen und werden auch bei Konkurrenzkämpfen der Männchen eingesetzt.

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