Pentagon bereitet Alarmbereitschaft von atomaren B-52-Bombern vor


B-52-Bomber Stratofortress
Neuester Hinweis für die Wiederkehr des Kalten Kriegs: 1991 war die Alarmbereitschaft beendet worden

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Der Kalte Krieg, der 1990 mit dem Ende der Sowjetunion und der Hegemonie der USA und des Neoliberalismus beendet wurde, ist seit Jahren Schritt für Schritt wiedergekehrt- und zwar hinter dem Rücken des Kriegs gegen den Terrorismus.

Die Wiederkehr wurde unter George W. Bush mit der einseitigen Aufkündigung des ABM-Vertrags 3 Monate nach 9/11 und dem Wiederaufgreifen der unter Ronald Reagan begonnenen Strategic Defense Initiative gewissermaßen offiziell, wenn man nicht den Kosovo-Krieg als Start oder die seit Bill Clinton 1997 betriebene, auch damals in den USA nicht unumstrittene Osterweiterung, die 1999 zur Aufnahme von Polen, Tschechien und Ungarn führte, betrachten will. Die Einrichtung des NATO-Russland-Rats 2002 konnte nur mühsam den sich anbahnenden neuen Konflikt übertünchen. Fast zeitgleich wurden Bulgarien, Rumänien, die Slowakei, Slowenien und die drei baltischen Staaten (Estland, Lettland und Litauen) zur Nato eingeladen und 2004 aufgenommen.

Beschlossen wurde der Aufbau eines Schutzschilds mit Radarsystemen und Abfangraketen (kill verhicles) gegen Langstreckenraketen, die National Missile Defense. Die Abfangraketen sollten nicht nur auf amerikanischen Territorium, in Alaska und Kalifornien, stationiert werden, sondern auch an der russischen Grenze, nachdem sich die Nato entsprechend nach Osten erweitert hatte und es vor allem aus den USA forcierte Bestrebungen gab, mit der Aufnahme weiterer Staaten wie Georgien und der Ukraine den Einschluss Russlands zu vollenden.

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