EU-Parlament als „Brutstätte sexueller Belästigung“


foto: ap/jean francois badias Im EU-Parlament in Straßburg beraten am Mittwoch die Abgeordneten über teils schwere Vorwürfe der sexuellen Belästigung von Mitarbeitern des Parlaments. Betroffen sind vorwiegend Frauen.
Die weltweite Debatte um sexuelle Belästigung hat das EU-Parlament erreicht. Am Mittwoch wird das Thema im Plenum diskutiert

Von Anna Sawerthal | derStandard.at

In den vergangenen Tagen erreichten Berichte über sexuelle Belästigungen von Frauen durch Abgeordnete des EU-Parlaments und ihre Mitarbeiter ein neues Ausmaß. Von Gegrapsche, unsittlichen Angeboten oder sexuellem Bedrängen finden sich die verschiedenen Formen sexueller Gewalt auf der Liste der Anschuldigungen.

Eine Betroffene nannte das EU-Parlament in der „Sunday Times“ gar eine „Brutstätte der sexuellen Belästigung“. EU-Arbeitsverträge sollen demnach als Gegenleistung für Sex angeboten worden sein. In einem Fall habe ein Parlamentarier vor einer jungen Assistentin masturbiert.

Weiters seien junge Frauen zu Abendessen oder in Bars geschickt worden, um mit sexuellen Gefälligkeiten Entgegenkommen bei Gesetzestexten zu erwirken. Ein Mitarbeiter des EU-Parlaments habe erzählt, von Abgeordneten aufgefordert worden zu sein, ihnen Prostituierte zu besorgen, berichtete „Politico“.

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