Umweltbischof zur Kritik an der Kirche: „Müssen zweifellos mehr tun“


Die Kirchen verwirklichen „ihren Anspruch, die Schöpfung zu bewahren, höchstens in Einzelfällen“, lautet die Kritik aus Reihen führender deutscher Klimawandelforscher. „Umweltbischof“ Bernd Uhl nimmt diesen Einwurf sehr ernst.

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domradio.de: Was kann Kirche für den Klimaschutz tun? Der stellvertretende Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Prof. Dr. Edenhofer, hat gesagt, die Kirche bleibt weit hinter dem zurück, was Papst Franziskus in seiner Enzyklika „Laudato si“ fordert. Wie reagieren Sie darauf?

Weihbischof Bernd Uhl (Vorsitzender der Arbeitsgruppe für ökologische Fragen der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der Deutschen Bischofskonferenz): Ich nehme diese Kritik sehr ernst. Ich kann schon sagen, dass Ökologie vielleicht über Jahre hinweg ein Nebenthema in unserer Kirche war. Da waren sicher einige Aktivisten, die sich in Pfarreien oder Verbänden sehr vorbildlich eingesetzt haben. Aber nun, nachdem Papst Franziskus mit seiner Enzyklika das zu einem Hauptthema in unserer Kirche gemacht hat, müssen wir auch als Bischofskonferenz und in den Diözesen zweifellos mehr tun, als bisher. Wir können das auch.

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