Warum fromme Christen zu Donald Trump halten


Solche Aktionen, wie hier in San Francisco, verfestigen meist die Wagenburgmentalität von Trump und den Seinen.Foto: Justin Sullivan/Getty Images/AFP
Genug! Republikanische Senatoren stellen sich offen gegen Trump. Doch das Bündnis mit weißen Evangelikalen ist fest. Eine Bande der Illiberalen.

Von Malte Lehming | DER TAGESSPIEGEL

Sind die Amis verrückt? Wer das Phänomen Donald Trump verstehen will, sollte ein soeben erschienenes Buch lesen. Es heißt „Was Europa von Trump lernen kann – Die Krise des alten Kontinents und das neue Amerika“. Der Autor, Todd Huizinga, ist ein evangelikaler Amerikaner, der Jahre lang Diplomat war und nun dezidierter Trump-Fan ist.

Huizinga freut sich darüber, dass das Oberste Verfassungsgericht bald konservativ geprägt sein dürfte und es dann zu einer Verschärfung des Abtreibungsrechts kommt. Er will zu den „wahren, unveränderbaren“ Werten zurück, die eine „Ehe für alle“ ausschließen. Er findet es richtig, dass Unternehmer eine „patriotische Rechenschaftspflicht“ haben, die eine Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland erschwert. Er wettert gegen eine „political correctness“, die Konservative zu Rassisten, Sexisten oder Xenophoben erklärt. Er fordert, dass Amerika von der Welt wieder respektiert wird und aufhört, nur geliebt werden zu wollen. So weit, so bekannt.

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