Berlin: Großer Waffenfund mit Verbindung zur Islamistenszene


Von der Polizei veröffentlichtes Foto der Munition.
Gestern beschlagnahmte die Berliner Polizei bei insgesamt vier Durchsuchungen in Reinickendorf und Charlottenburg-Wilmersdorf neben zahlreiche Feuerwaffen auch etwa 20.000 Schuss Munition.

Von Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

Alle Funde werden einem 40-jährigen deutschen Staatsbürger mit Migrationshintergrund zugeordnet, den die Polizei in einer Shisha-Bar in Kreuzberg festnahm. Er wird den Behördenangaben nach dem Umfeld der Islamistenszene zugerechnet und ist einschlägig vorbestraft. Erst im März hatte ihn ein Gericht wegen Waffendelikten zu eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.

Nur vier Monate nach diesem Urteil gelangte die Polizei in einem anderen Drogen- und Waffenfall an Informationen, die nahe legten, dass der Verurteilte erneut (beziehungsweise weiterhin) Zugriff auf Kriegs- und andere Waffen hat. Nachdem sich herausstellte, dass er regelmäßig in einer Moschee verkehrte, die wegen der dort verbreiteten Ideologie vom Staatsschutz beobachtet wird, übernahm die Berliner Generalstaatsanwaltschaft die Ermittlungen, weil sie befürchtete, dass die Waffen „für Anschläge genutzt werden könnten.“ Konkrete Erkenntnisse dazu fanden die Ermittler nicht – aber sie beobachteten bei dem Verdächtigen eine „gesteigerte Gewaltbereitschaft“, die letztlich dazu führte, die viermonatige Überwachung in einen Zugriff münden zu lassen.

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