„Riesenskandal“ beim Judo in Abu Dhabi


Judoka Tal Flicker gewann die Goldmedaille und sang die Hymne selbst. © PICTURE-ALLIANCE
Beim Grand Slam in Abu Dhabi dürfen Israels Judoka keine Landessymbole tragen. Auch die Nationalhymne wird nicht gespielt. Dann gewinnt ausgerechnet Tal Flicker Gold – und wählt eine besondere Form des Protests.

Frankfurter Allgemeine

Trotz des Verbots der israelischen Landessymbole beim Grand Slam in Abu Dhabi hat der Judoka Tal Flicker bei der Verleihung seiner Goldmedaille die Nationalhymne seines Landes gesungen. „Ich habe mich entschieden, die Hatikva (Nationalhymne) auf dem Podium zu singen, weil Israel mein Land ist und ich stolz bin, Israeli zu sein“, sagte Flicker nach seinem Sieg in der Kategorie bis 66 Kilogramm.

„Die Hymne des Weltverbandes, die gespielt wurde, war nur ein Hintergrundgeräusch“, sagte Flicker. „Die ganze Welt weiß, dass wir aus Israel sind und wen wir repräsentieren.“ Das Team habe das Ziel gehabt, eine Medaille nach Hause zu bringen. „Ich bin sehr glücklich, dass wir das geschafft haben.“ Die Israelis waren nach Angaben ihres Verbands angetreten, obwohl die Veranstalter ihnen verboten hätten, Landessymbole wie eine Flagge auf ihren Anzügen zu tragen.

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