Umfrage: Nur 19 Prozent der Katalenen wollen wie jetzt Teil von Spanien bleiben


Nur 29 Prozent wollen die Unabhängigkeit, aber 46 Prozent sagen, dass Katalonien bei Spanien bleiben soll, aber mit neuen und garantierten Autonomierechten

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

In Spanien herrscht weiter Konfrontationskurs. Der katalanische Präsident erklärte, er sei nicht abgesetzt, obgleich das der spanische Regierungschef nach Zustimmung des Senats verkündet hatte. Man werde weiter an der Erfüllung der demokratischen Mandate arbeiten und versuchen, „die höchste Stabilität und Ruhe zu suchen“, sagte Carles Puigdemont in einer Ansprache, demonstrativ neben sich hatte er nur die katalanische Flagge und die der EU aufstellen lassen.

Zuvor hatte er auf eine „demokratische Opposition“ gegen die Anwendung des Paragraphen 155 hingewiesen. In einer Demokratie seien es die Parlamente, „die Präsidenten wählen und absetzen“. Man werde weiter an der Schaffung eines freien Staats arbeiten. Er rief alle dazu auf, nicht das „zivile und friedliche Verhalten“ aufzugeben: „Wir haben nicht das Argument der Macht und wollen es auch nicht.“

Die spanische Regierung muss nun wohl ihren Konfrontationskurs fortsetzen und womöglich mit Gewalt mit der Guardia Civil oder dem Militär eingreifen. Setzt sie mit Puigdemont und weiteren Regierungsmitgliedern „politische Gefangene“ fest, wird das auch in Katalonien auf den Unmut von vielen derjenigen treffen, die sich nicht auf diese Art unterwerfen lassen wollen.

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