Antisemitismusvorwurf gegen Judo-Weltverband


foto: apa/afp/israel judo federation/handout Gili Cohen zeigt stolz ihre Bronze-, Tal Flicker zeigt stolz seine Goldmedaille her. Dass sie aus Israel stammen, durften sie in Abu Dhabi nicht ausschildern.
Israels Teams wurde nicht nur beim Turnier in Abu Dhabi, sondern auch auf der IJF-Homepage diskriminiert

Von Fritz Neumann | derStandard.at

Als Tal Flicker beim Judo-Turnier in Abu Dhabi seine Goldmedaille entgegennahm, ertönte weder die israelische Nationalhymne „Hatikva“, noch wurde Flickers Herkunft auf der Anzeigetafel ausgeschildert. Auch auf dem Judoanzug durfte nichts auf Israel hinweisen, Flicker lief nicht unter ISR, sondern unter IJF, also unter der Abkürzung des Weltverbands, der International Judo Federation – so wie seine Teamkollegin Gili Cohen und seine Teamkollegen Tohar Butbul, Peter Baltchik und Or Sasson, die jeweils Bronzemedaillen geholt hatten.

Auf diese Art der Diskriminierung in Abu Dhabi waren Israels Judoka vorbereitet gewesen. Israel wird von den Vereinigten Arabischen Emiraten nicht anerkannt, die Alternative für Israels Verband (IJA) wäre gewesen, auf ein Antreten zu verzichten. Doch damit hätten „die gewonnen, die uns daran hindern wollen, weltweit anzutreten“, hieß es seitens der IJA.

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