BERLINER TERRORANSCHLAG: „Der Begriff ,islamistisch‘ hat nie zur Debatte gestanden“


Der Entwurf des Designerbüros Merz Merz GmbH & Co. KG: So soll das Mahnmal für die Opfer des islamistischen Terroranschlags in Berlin aussehen Quelle: picture alliance / Merz Merz GmbH
Zum Jahrestag des Berliner Terroranschlags wird am 19. Dezember eine Gedenkstätte für die Opfer des Islamisten Anis Amri eingeweiht – bewusst ohne Hinweis auf den Mörder. Nicht nur die AfD hat damit ein Problem.

Von Philip Kuhn | DIE WELT

Am 19. Dezember 2016 raste der Terrorist Anis Amri mit einem Lkw in den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz. Zwölf Menschen starben, Dutzende wurden zum Teil lebensbedrohlich verletzt. Opfer und Angehörige leiden bis heute unter den Folgen des Terroranschlags, zu dem sich die Miliz Islamischer Staat bekannte.

Seit zehn Monaten gibt es vor der Gedächtniskirche am Breitscheidplatz eine Art wildes Gedenken. Passanten legen Blumen ab, Kerzen brennen, Schilder fragen nach dem Warum, Fähnchen erinnern an die Herkunftsländer der Getöteten. Der Breitscheidplatz ist ein Ort geworden, an dem Touristen und Berliner innehalten, um der Opfer einer ebenso sinnlosen wie brutalen Tat zu gedenken.

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