Zwei Meter weniger Eisdicke: Österreichs größter Gletscher zerfällt


Die Pasterze am 31. August 2017. Im Bereich der Gletscherzunge im Vordergrund schmolz die Eisdicke in nur vier Monaten um fünf bis zehn Meter. Wo das Eis mit Schutt bedeckt ist, schmilzt weniger, da der Schutt die Strahlung abschattet. – Zamg
2017 ist ein schlechtes Jahr für die heimischen Gletscher: Die Pasterze hat im Schnitt etwa zwei Meter an Eisdicke verloren, am Sonnblick sieht es nicht besser aus.

Die Presse.com

Die Pasterze, Österreichs größter Gletscher, hat innerhalb eines Jahres im Mittel zwei Meter an Eisdicke verloren. In den vergangenen fünf Jahren waren es sogar 25 Meter. Die Pasterzenzunge dürfte damit in den kommenden 40 Jahren völlig verschwinden, informierte die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (Zamg) am Dienstag. Die Gletscher am Sonnblick verloren ebenfalls zwei Meter Eisdicke.

2017 war ein schlechtes Jahr für die heimischen Gletscher, hieß es in der Aussendung. Die von der Zamg regelmäßig vermessenen Gletscher in den Hohen Tauern gingen mit zehn Prozent weniger Schnee aus dem Winter, und schmolzen im heißen Sommer extrem stark. „Dass die Gletscher schmelzen, erleben wir mittlerweile schon jedes Jahr, aber heuer waren die Massenverluste besonders hoch“, erläuterte Zamg-Experte Bernhard Hynek.

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