Die im Pariser Klimaabkommen vereinbarten Ziele reichen bei weitem nicht


Grafik: TP
Das UN-Umweltprogramm geht bis zum Ende des Jahrhunderts von mindestens 3 Grad wärmeren Temperaturen aus, wenn nichts getan wird

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Nach einem Bericht der Unep, des UN-Umweltprogramms, wird die Temperatur bis Ende des Jahrhunderts im Vergleich zum Beginn der Industrialisierung um mindestens 3 Grad steigen. Die sowieso unverbindlichen Klimaschutzzusagen der Länder im Rahmen des Klimaabkommen von Paris werden daran nichts Entscheidendes ändern. Mit dem Klimaabkommen wurde angestrebt, dass die Klimaerwärmung maximal um 2 Grad Celsius zunimmt.

Auch wenn alle unverbindlichen und verbindlichen Zusagen eingehalten würden, sei ein Anstieg um mindestens 3 Grad „sehr wahrscheinlich“. Bis 2030 würden nämlich wahrscheinlich 11-13,5 Gigatonnen von CO2-Äquivalent zu viel in die Atmosphäre gelangen. Für das 1,5-Grad Ziel wären es sogar 16-19 Gigatonnen zu viel. Und wenn die USA aus dem Klimaabkommen aussteigen sollten, wären die Aussichten noch viel düsterer.

Zwar seien die CO2-Emissionen seit 2014 stabil geblieben, vor allem durch den Ausbau von Erneuerbaren Energien in China und Indien, aber es gäbe andere Gase wie Methan, deren Ausstoß weiter steigt. Zudem könne ein globales Wirtschaftswachstum schnell wieder nach oben treiben. Wichtig seien Investitionen in die Technik, um CO2-Emissionen zu reduzieren: in den Ausbau von Sonnen- und Windenergie, in abgasarme PKWs, Aufforstung und Beendigung der Entwaldung.

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