Katholische Grabenkämpfe


Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Warum viele Gläubige Papst Franziskus als Bedrohung für die Kirche und ihre Lehre wahrnehmen.

Von Julius Müller-Meiningen | Wiener Zeitung

 „Gutes Mittagessen und auf Wiedersehen!“ So unpäpstlich wie immer verabschiedete Papst Franziskus auch zu Allerheiligen die Schaulustigen und Gläubigen auf dem Petersplatz. Der Elan des 80-Jährigen scheint ungebrochen, der Mann des Volkes winkt den Massen zu, empfängt pausenlos Gäste und reist beinahe ununterbrochen durch die Welt. Seine nächsten Ziele sind Myanmar (Burma) und Bangladesch, im Jänner stehen Chile und Peru auf dem Programm.

Doch der Eindruck vom rastlosen Pontifex täuscht. Vertraute sagen über Papst Franziskus, er stoße immer häufiger an seine physischen Grenzen. „Manchmal pfeift er aus dem letzten Loch“, urteilt ein Kirchenmann, der Jorge Bergoglio oft aus nächster Nähe sieht.

Dabei bräuchte Franziskus derzeit besonders viel Energie. Die katholische Kirche im Jahr 2017 gibt ein desolates Bild ab. Die Veränderungen kommen nur mit größter Mühe voran.

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