Schweiz: Rüstungsindustrie will Kriegsmaterial in Bürgerkriegsländer exportieren dürfen

Schweizer Rüstungsfirmen möchten auch in Länder Waffen exportieren, in denen ein «interner bewaffneter Konflikt» herrscht, wie sie in einem Brief an die Sicherheitspolitische Kommission des Ständerats (SIK-S) schreiben. Diese will die Branche zumindest anhören.

Neue Zürcher Zeitung

Für den kommenden Freitag hat die Kommission Vertreter der Branche zu einer Anhörung vorgeladen, wie Kommissionspräsident Isidor Baumann (CVP) einen Bericht der Zeitungen «Tages-Anzeiger» und «Der Bund» vom Samstag bestätigte.

Im Brief an die SIK-S fordern «namhafte Firmen, die in der Rüstungsindustrie tätig sind und auch die Schweizer Armee beliefern» gleich lange Spiesse im Export wie die europäische Konkurrenz. Die Namen der Firmen wolle er als Kommissionspräsident nicht nennen, sagte Baumann.

Gemäss «Tages-Anzeiger» und «Der Bund» sind es 13 Rüstungsbetriebe oder Zulieferbetriebe für die Rüstungsindustrie, darunter die bundeseigene Ruag, die Mowag, Rheinmetall, Thales und Systems Assembling SA aus Boudry NE.

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Menschheitsgeschichte ist Migrationsgeschichte

Bei den Steinreihen von Carnac handelt es sich um ursprünglich über 3.000 Menhire aus Granitgestein der Bretagne. Foto: Arte/Toni Nemeth
Arte zeichnet mit einem zweiteiligen Dokumentarfilm eine wichtige Epoche bei der Entwicklung unserer Gattung nach.

Von Hans-Jürgen Linke | Frankfurter Rundschau

Die so genannte neolithische Revolution war ein prähistorischer Vorgang, der sich über Jahrtausende hin zog, der an weit auseinander liegenden Orten parallel oder höchst ungleichzeitig geschah und überall unterschiedliche Ergebnisse zeitigte. Was da alles geschah und was für Zeiträume dafür nötig waren, gehört zum riesigen Komplex der Rätsel der Steinzeit, mit denen sich Barbara Fally-Puskás in ihrer zweiteiligen Dokumentation beschäftigt.

Immerhin gibt es einige Dinge, die fest stehen und die als allgemeine Daten Aussagekraft für die erstaunliche Entwicklung unserer Gattung haben.

Zunächst aber müssen alle Identitären jetzt mal kurz ganz stark und tolerant sein, denn die erste und allgemeinste Erkenntnis einer multidisziplinären Erforschung ferner, also prähistorischer Vergangenheiten ist:  Menschheitsgeschichte ist Migrationsgeschichte. Nie ist es über einen nennenswerten Zeitraum hinweg geschehen, dass Menschengruppen am gleichen Ort verharrten. Und die einschneidendsten kulturellen und technischen Entwicklungen kamen in der Regel von außerhalb, als Anregung aus der Fremde, in Form von Übernahme und Aneignung anderswo entstandener Fähigkeiten.

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Um die Fakten-Lage bei Wikipedia steht es schlimmer als gedacht

Foto: Wikimedia/Robertolyra/Lizenz: CC BY-SA 3.0
Auf Wikipedia klingen Informationen oft plausibel – doch stimmen sie deshalb auch? Ein erfahrener Autor des Online-Lexikons warnt nun Nutzer vor den Artikeln und erklärt, vor welchem Problem Wikipedia steht.

DIE WELT

Schlagen Sie viele Themen online bei Wikipedia nach? Mit den Informationen des digitalen Lexikons sollten Nutzer vorsichtig umgehen. Denn ein erfahrener Wikipedia-Autor hat nun vor manchen Artikeln der Plattform gewarnt.

„Wir denken viel zu oft: Was auf Wikipedia steht, stimmt alles“, sagte ein Autor mit dem Online-Pseudonym „Magiers“. Doch statt Informationen blind zu vertrauen, sollten sich Nutzer genau ansehen, ob diese aus guten Quellen stammen. Das sei nötig, weil für die Qualitätskontrolle der Artikel Laien verantwortlich sind. Zwar müssen langjährige Schreiber die Beiträge unerfahrener Autoren überprüfen, bevor sie online gehen, „doch das verhindert nur die ganz groben Schnitzer“, warnte er.

„Magiers“ ist Mitglied einer achtköpfigen Jury, die am Samstag in der Katholischen Journalistenschule in München die besten deutschsprachigen Wikipedia-Artikel des Jahres prämiert. Seinen echten Namen verrät er wie viele Autoren nicht. Das Lexikon bemühe sich, Klarnamen der Schreiber geheim zu halten, sagte Sprecher Denis Schröder vom Verein Wikimedia Deutschland, der die Online-Enzyklopädieunterstützt. In manchen Regionen auf der Welt wären Autoren sonst gefährdet.

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Terrorverdächtiger bestellte Bombenmaterial bei Amazon

Der unter Terrorverdacht in Schwerin festgenommene Syrer Yamen A. hat laut „Spiegel“ Material zum Bombenbau über die Internetplattform Amazon gekauft. 

Frankfurter Rundschau

Er habe dort Chemikalien bestellt, die für die Herstellung des Sprengstoffs TATP geeignet seien. Auf diese Weise hätten sich bereits mehrfach Islamisten Zutaten für den Bombenbau beschafft. Die Behörden seien über diese Entwicklung alarmiert, auch weil die Amazon-Algorithmen potenziellen Attentätern offenbar automatisch gefährliche Zutaten vorschlagen, nach dem Motto: „Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch …“.

100 JAHRE OKTOBERREVOLUTION : Arbeit am Mythos

Lenin-Kult: Seine Statuen zieren Straßen und Plätze; im russischen Fernsehen läuft eine neue Serie über den Revolutionshelden an. © REUTERS
Das Erbe der Oktoberrevolution prägt Russland noch heute. Derzeit findet eine Neubewertung der Ereignisse statt – aber anders, als man im Westen vermuten würde.

Von Friedrich Schmidt | Frankfurter Allgemeine

Jüngst überraschte der russische Präsident mit Äußerungen zum russischen Revolutionsjahr 1917. Vor Gästen seines Valdai-Clubs, eines jährlichen Gesprächsforums, sprach Wladimir Putin vorige Woche von „mehrdeutigen Ergebnissen“ der Umstürze: Auf der negativen Seite stehe die „Zerstörung von Staatlichkeit“ und von „Millionen menschlicher Schicksale“, positiv sei ein „gewaltiger Impuls“ gewesen, von dem vor allem der Westen profitiert habe. Dort seien als Antwort auf Herausforderungen durch die Sowjetunion der Lebensstandard erhöht, starke Mittelklassen gebildet und Menschenrechte geschützt worden. Man könnte meinen, dass derlei Äußerungen im Gedenkjahr 2017, genau hundert Jahre nach den Umwälzungen, in Russland ständig fielen. Aber nein, sie sind eine Seltenheit. Ein offizielles Gedenken an 1917 findet kaum statt, und um ein von Putin erst spät, nämlich um die jüngste Jahreswende eingesetztes Organisationskomitee für das Gedenkprogramm ist es ruhig geblieben.

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„Du bist ein Spion. Wer ist dein Kontaktmann beim BND?“

Menschenrechtler Peter Steudtner schätzt es, in Berlin wieder Zeit mit anderen Menschen verbringen zu können Quelle: dpa/AP/Emrah Gurel
Sie wurden nicht über ihre Rechte informiert und eingeschüchtert: Peter Steudtner und ein Kollege erzählen von ihren düsteren Tagen im türkischen Gefängnis. Zurück in Berlin kämpfen sie mit den Folgen ihrer Inhaftierung.

DIE WELT

Die Menschenrechtler Peter Steudtner und Ali Gharavi haben kritisch über ihre Haft in der Türkei gesprochen. So seien sie zwar nicht misshandelt, aber „ausgesprochen unfreundlich“ behandelt worden, sagten sie dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“.

Steudtner berichtete, dass der erste Polizist, der ihn vernahm, fließend deutsch gesprochen habe. Er habe sich nicht vorgestellt und ihn nicht über seine Rechte informiert, sagte der Menschenrechtler. „Er fragte: ‚Du bist ein Spion. Wer ist dein Kontaktmann beim BND?‘“ Steudtner glaubt, dass der Beamte ihn nur habe einschüchtern wollen.

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BAIKAL-ROBBE: Mysteriöses Massensterben im größten Süßwasserspeicher der Erde

Eine tote Baikalrobbe: Die Kadaver sind von erwachsenen und kräftigen Tieren, 80 Prozent von ihnen sind trächtige Weibchen Quelle: AP/Oleg Machullskiy
Die seltene Baikalrobbe gilt als Wahrzeichen des Baikalsees: Ein mysteriöses Massensterben sorgt nun für Kopfzerbrechen. 140 Tiere sind bereits tot. Krankheitserreger wurden nicht gefunden. Erste Analysen ergaben seltsames.

DIE WELT

Der rätselhafte Tod Dutzender Baikalrobben hat bei den russischen Behörden und Biologen die Sorge vor einer Epidemie bei der seltenen Tierart ausgelöst. Am Baikalsee in Sibirien seien in den vergangenen Tagen mehr als 140 tote Robben angeschwemmt worden, teilten die Behörden in der Großstadt Irkutsk mit.

„Alle gefundenen Kadaver sind von erwachsenen und kräftigen Tieren, 80 Prozent von ihnen sind trächtige Weibchen“, hieß es in einer Mitteilung. Seit Tagen suchen Experten nach der Ursache des Massensterbens.

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Theologe sieht Parallelen zwischen IS und Bauernaufständen zu Luthers Zeiten

Der um 1520 entstandene Holzschnitt zeigt einen Bannerträger des Bauernheeres, der die Freiheitsfahne schwingt. (dpa)
Der Berliner evangelische Theologe und Kreuzberger Gemeinde-Pfarrer, Jörg Machel, sieht Parallelen zwischen den Anhängern der IS-Miliz und den Bauernaufständen zur Zeit Martin Luthers.

Dlf24

Damals im 16. Jahrhundert seien viele der sogenannten Schwärmer einem religiösen Wahn verfallen und hätten gemeint, das Gottesreich „herbeimorden“ zu können, sagte er in der Kirchensendung „Morgenandacht“ im Deutschlandfunk. Bauern hätten geplündert, gebrandschatzt und vergewaltigt. Mit Sensen und Gabeln seien die Bauern dem einstigen Mitstreiter und späteren Widersacher Luthers, dem radikalen Reformator Thomas Müntzer, in der Überzeugung gefolgt, am Ende mit Gottes Hilfe auf dem Schlachtfeld zu siegen. „Auf jeden Fall glaubten sie, für Gottes Sache zu kämpfen und deshalb des Paradieses sicher zu sein.“

Machel führte aus, er erkenne ganz ähnliche Denk- und Handlungsmuster bei der IS-Miliz und anderen radikalen Islamistengruppen. Am Anfang stehe die Empörung über haarsträubende Ungerechtigkeiten.

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Vorwürfe wegen sexuellen Missbrauchs bei Vereinten Nationen

  • Auch bei den Vereinten Nationen sollen Mitarbeiter sexuelle Übergriffe begangen haben: in den letzten drei Monaten wurden 31 Beschwerden eingereicht.
  • In zwölf Fällen richten sich die Vorwürfe gegen Mitarbeiter von UN-Friedensmissionen. Auch Unicef ist betroffen.
  • Seit 2014 steht der Verdacht im Raum, dass Blauhelmsoldaten Frauen in den Einsatzländern sexuell ausgebeutet haben sollen.

Süddeutsche Zeitung

Regelmäßig bringen die Vereinten Nationen sexuelle Gewalt und die strukturelle Benachteiligung Schwächerer weltweit zur Sprache – nun gibt es Vorwürfe in den eigenen Reihen: Von Juli bis September haben die UN 31 Vorwürfe sexuellen Missbrauchs und sexueller Ausbeutung gegen Mitarbeiter zu verzeichnen.

Wie UN-Sprecher Stéphane Dujarric mitteilte, richten sich die Anschuldigungen in zwölf Fällen gegen Mitarbeiter internationaler Friedensmissionen, die anderen gegen UN-Behörden – darunter auch das Kinderhilfswerk Unicef und das Büro des Flüchtlingskommissars (UNHCR).

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An staatlichen Bekenntnisschulen ist der Schulgottesdienst Pflicht

Themenbild
Eine staatliche katholische Bekenntnisgrundschule darf die Aufnahme eines Schülers von seiner Teilnahme am katholischen Religionsunterricht und seinem Besuch des Schulgottesdienstes abhängig machen.

domradio.de

Die Bundesländer sind frei, entsprechende Schultypen einzurichten, stellte das Bundesverfassungsgericht in einem am Freitag veröffentlichten Beschluss klar. Die Karlsruher Richter wiesen damit die Verfassungsbeschwerde einer muslimischen Familie aus Nordrhein-Westfalen ab.

Aus staatlichen Mitteln finanziert

Die Eltern wollten trotz ihres muslimischen Glaubens ihren Sohn auf eine staatliche katholische Bekenntnisgrundschule schicken. Entsprechende Schulen gibt es in NRW und Niedersachsen. Sie werden aus staatlichen Mitteln voll finanziert. Im vorliegenden Fall war die Schule lediglich 150 Meter von dem Wohnort der Eltern entfernt. Der Schulweg zu einer öffentlichen Gemeinschaftsgrundschule betrug 3,3 Kilometer.

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US-Klimabericht widerspricht Donald Trump

Smog über Los Angeles. Foto: afp
Die Regierung von Donald Trump versucht alles, die menschliche Rolle beim Klimawandel herunterzuspielen. Der jüngste offizielle US-Klimaschutzbericht widerspricht dem entschieden – eine ungewöhnliche Situation.

Frankfurter Rundschau

Wenige Tage vor der Bonner Klimakonferenz haben 13 US-Behörden einen düsteren Klimareport (PDF) veröffentlicht, der in weiten Teilen der Position der Trump-Regierung zum Klimawandel widerspricht. Darin wird klar ausgedrückt, dass die globale Erwärmung zum weitaus größten Teil von Menschenhand verursacht werde.

Trotz des krassen Kontrasts zu eigenen vertretenen Standpunkten versuchte das Weiße Haus nicht, die per Gesetz alle vier Jahre vorgeschriebene Veröffentlichung zu blockieren. Auch bewahrheiteten sich die Befürchtungen Vieler in der wissenschaftlichen Gemeinde nicht, dass die Regierung von Präsident Donald Trump vor dem Publikmachen Änderungen an den wissenschaftlichen Schlussfolgerungen im Report vornehmen könnte. Das sei nicht geschehen, zitierten Medien mehrere Experten.

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Drei Jahre Haft für ägyptische Fernsehmoderatorin

Doaa Salah wurde des „Verstoßes gegen öffentliche Sitten“ schuldig gesprochen. © YOUTUBE/DOAA SALAH
Eine ägyptische Fernsehmoderatorin spricht in ihrer Sendung über Sex vor der Ehe. Zu viel Tabu in dem islamisch-konservativen Land – Doaa Salah muss nun ins Gefängnis.

Frankfurter Allgemeine

Ein ägyptisches Gericht hat eine Fernsehmoderatorin zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, weil sie in ihrer Sendung über außereheliche Schwangerschaften gesprochen hat. Nach Justizangaben vom Freitag wurde Doaa Salah des „Verstoßes gegen öffentliche Sitten“ schuldig gesprochen. Um bis zu einem eventuellen Berufungsprozess auf freiem Fuß zu bleiben, musste sie eine Kaution von 10.000 ägyptischen Pfund (etwa 488 Euro) zahlen.

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Deutsche Neonazis nach Waffentraining in Tschechien aufgegriffen

  • Am Tag der Bundestagswahl griffen Beamte des GSG 9 eine Gruppe Neonazis auf, die von einem Waffentraining in Tschechien nach Deutschland zurückkehrte.
  • Der Vorfall deutet darauf hin, dass die Gruppe „Combat 18“ hierzulande aktiver ist, als bisher angenommen wurde.

Von Reiko Pinkert, Ronen Steinke | Süddeutsche.de

Die Beamten der GSG 9 warteten schon. Die Spezialeinheit, ausgebildet für Einsätze gegen Terroristen und Entführer, stand am Grenzübergang im bayerischen Schirnding bereit, als die zwölf Neonazis von einem zweitägigen Ausflug ins tschechische Cheb (Eger) zurückkehrten. Man erwartete sie, das Bundesamt für Verfassungsschutz hatte ihren Ausflug genau verfolgt. Denn bei der Gruppe handelte sich um die deutsche Sektion des Netzwerks „Combat 18“. Sogar fast vollzählig, glauben die Behörden.

In Tschechien hatten die Neonazis nach Informationen von SZ und NDR ein zweitägiges Schießtraining absolviert; ein beunruhigendes Zeichen dafür, dass die Gruppe, um die es lange still geworden war, wieder aktiver wird. Combat 18 steht für „Kampftruppe Adolf Hitler“ – die 18 weist auf den ersten und achten Buchstaben des Alphabets hin. Von militanten Rechten 1992 in Großbritannien gegründet, verübten Mitglieder Anschläge auf politische Gegner, Migranten und Journalisten in ganz Europa.

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USA und China: Der unausweichliche kriegerische Konflikt?

Chinesische Parade. Bild: Pentagon/ gemeinfrei
US-amerikanische Vordenker und der Think-Tank RAND wägen das Pro und das Contra, sowie das Wie und Wann eines Krieges zwischen China und den USA ab

Von Hermann Ploppa | TELEPOLIS

Möglicherweise haben wir Frankensteins Monster entfesselt

Ex-Präsident Richard Nixon rückblickend über seine Annäherungspolitik an China

Was macht man denn jetzt mit einem aufstrebenden Riesenreich, wo andauernd die Ketten klirren und krachen, an die der Koloss bislang gefesselt war? China baut künstliche Inseln im Südchinesischen Meer und erklärt dieses Gewässer kurzerhand zu seiner eigenen Hoheitszone.

Donald Trump reagiert, wie man es vom Twittergott gewohnt ist: Bevor er selber Südkorea und China besucht, schickt er schon mal drei Flugzeugträger als milliardenteure Herolde vorweg an die Küsten der koreanischen Halbinsel. Müssen wir uns jetzt warm anziehen?

Altgediente Offiziere aus der Bundeswehr winken lachend ab: eine reine „Show of force“ sei das, nichts als Theater für die Presse. Militärstrategisch ohne jeden Nährwert. Nun ja. Es ist schon seltsam, was sich da neulich in der Straße von Malakka zutrug. Ein US-amerikanisches Kriegsschiff war mitten in der Nacht bei spiegelglatter See und exzellenter Sicht mit einem Tanker havariert. Das US-Schiff soll mit Autopilot gesteuert worden sein.

Möglicherweise, so vermuten Journalisten, sei das Versagen der automatischen Steuerung auf ein Störmanöver einer anderen Militärmacht zurückzuführen. Ein Denkzettel möglicherweise. Das US-Militär hielt sich auffällig bedeckt und legte seine Schiffe in dieser Region einstweilen vor Anker. Und jetzt die drei Flugzeugträger, um die peinliche Malakka-Episode möglichst schnell vergessen zu machen.

Geostrategen und Historiker in Washington stellen sich schon ernsthaft die Frage, ob ein heißer Krieg zwischen den USA und China nicht doch eines unglückseligen Tages ausbrechen könnte. Und das möglicherweise gegen den Willen beider Kontrahenten, durch einen dummen Zufall.

Einmal befanden sich die USA und die Volksrepublik China bereits in einem heißen Krieg, nämlich als Stellvertreterkrieger auf der koreanischen Halbinsel. Dabei kamen 940.000 Soldaten und etwa drei Millionen Zivilisten ums Leben. US-Streitkräfte verübten Massaker unter der Zivilbevölkerung, die bis heute nicht vergessen, geschweige denn aufgearbeitet sind. Donald Trumps Machtdemonstration mit den Flugzeugträgern bewirkt deswegen sehr ungute Gefühle bei der koreanischen Bevölkerung.

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Austria: Rechnungshof übt harsche Kritik an Bundesstelle für Sektenfragen

Dem Familienministerium unterstelltes Büro verfolge keine Ziele, die Beratungstätigkeit sei zurückgegangen 

derStandard.at

Der Rechnungshof (RH) prüfte die Bundesstelle für Sektenfragen und fand einige Kritikpunkte. Konkret habe es etwa bei der Errichtung keine operativen Ziele und kein Konzept für die Weiterentwicklung trotz laufender Finanzierung gegeben. Der RH empfiehlt unter anderem, den aktuellen Bedarf und etwaige Zusammenführungen abzuklären.

Die Bundesstelle für Sektenfragen wurde 1998 mit dem Ziel gegründet, den Informationsbedarf über Sekten zu decken. Der RH prüfte die Bundesstelle im August und September 2016, wobei der Prüfungszeitraum die Jahre 2012 bis Mitte 2016 umfasste.

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Zwergstern mit „unmöglichem“ Riesenplanet

Astronomen haben die bisher größten Exoplaneten um einen Roten Zwerg entdeckt. © University of Warwick/ Mark Garlick
Gegen alle Theorie: Astronomen haben einen ungewöhnlich großen Planeten um einen Roten Zwerg entdeckt. Der heiße Gasriese ist so groß wie der Jupiter und damit der größte Exoplanet, der jemals um einen Zwergstern beobachtet wurde. Das Seltsame daran: Nach gängiger Theorie dürften so kleine Sterne solche Planetenriesen gar nicht hervorbringen können. Warum dieser Gasriese doch entstand und ob auch andere Rote Zwerge so große Planeten besitzen können, ist nun noch offen.

scinexx

Typischerweise entstehen Planeten in der gleichen Wolke aus Staub und Gas, die auch ihren Zentralstern hervorbrachte. Die Materialmenge in einer solchen Akkretionsscheibe bestimmt, wie groß der Stern werden kann und wie viel für seine Planeten übrig bleibt. Reicht das Material nur für einen Zwergstern, bilden sich gängiger Theorie nach nur kleine Gesteinsplaneten in seinem Orbit.

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Libysche Exilanten sammeln Belege für Vergewaltigungen

Strassenszene in Benghasi nach Zusammenstössen zwischen bewaffneten Gruppen im Jahr 2015. (Bild: Esam Omran al-Fetori / Reuters)
Eine Gruppe von Anwälten und Richtern trägt Beweise dafür zusammen, wie Vergewaltigung im libyschen Bürgerkrieg als Kriegswaffe eingesetzt wird. Die Zeugnisse sind drastisch.

Von Samuel Misteli | Neue Zürcher Zeitung

Berichte, dass Vergewaltigung im libyschen Bürgerkrieg als systematische Waffe eingesetzt wird, kursieren immer wieder. Eine Gruppe libyscher Exilanten – unter ihnen Richter und Anwälte – hat nun in jahrelanger Arbeit Belege zusammengetragen. Unter den Zeugnissen finden sich Videomaterial und Berichte mutmasslicher Opfer. Eine Journalistin von «Le Monde» hat die Gruppe während Monaten für einen Dokumentarfilm begleitet und war auch bei Recherchen in Libyen dabei. Sie hat einige der drastischen Schilderungen vorab veröffentlicht.

Videos, die unter anderem in Geheimgefängnissen aufgenommen wurden, zeigen etwa, wie Gefangene mit verschiedenen Gegenständen vergewaltigt werden. Zeugen berichten auch, dass Gefangene unter Todesandrohungen gezwungen wurden, Mitgefangene zu vergewaltigen. Die Grausamkeiten dienten dazu, die Opfer zu erniedrigen und zu stigmatisieren. Offenbar wurden häufig gezielt Männer als Opfer ausgewählt.

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US-Republikaner wollen Parteipolitik im Gottesdienst erlauben

Auf Wunsch republikanischer Politiker sollen Pastoren in den USA künftig auf der Kanzel politische Wahlempfehlungen abgeben dürfen, ohne den Status ihrer Kirche als steuerbefreite Organisation zu gefährden.

evangelisch.de

Die vorgeschlagene Neuerung ist Teil eines Entwurfs für eine umfassende Steuerreform. Die 429 Seiten lange Vorlage wurde am Donnerstag (Ortszeit) von der Parteiführung der Republikaner im Repräsentantenhaus vorgestellt.

Gegenwärtig dürfen in den USA Kirchen und gemeinnützige Verbände nicht parteipolitisch aktiv sein. Bei Zuwiderhandlung droht die Aberkennung der Steuerbefreiung. Die Regel gilt aufgrund eines Gesetzes von 1954, dem sogenannten Johnson Amendment.

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Dodo Hahne: Schafft die Kirchensteuer ab!

Der bekannte Fernsehmoderator vertritt nach Reformationsjubiläum: „Geld erstickt alles.“ – EKD hat sich für das Reformationsjubiläum 500 Millionen Euro ausgegeben, doch das Resultat sei dürftig

kath.net

Der bekannte deutsche Fernsehmoderator Peter Hahne hat sich für eine Abschaffung der Kirchensteuer ausgesprochen. Dies berichtet die Evangelische Nachrichtenagentur „idea“. Hahne, Bestsellerautor und ehemaliges Mitglied der Leitung der EKD, mahnte am Reformationstag bei einem Vortrag vor rund 3.200 Besuchern beim Sächsischen Gemeindebibeltag in Glauchau: „Geld erstickt alles.“ Obwohl das Reformationsjubiläum etwa 500 Millionen Euro gekostet habe, sei das Resultat dürftig: „Was wir brauchen, sind Glaubenswerke, so wie den sächsischen Gemeinschaftsverband.“

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What to Expect When You’re Expecting a Baby Grown in an Artificial Womb

Image: MOTHERBOARD
“Set duration to FULL TERM and the UltraLove 925x will lock and fill.”

By Becky Ferreira | MOTHERBOARD

Pregnancy: Who needs it?

Unfortunately for squeamish women, the entire human species. While expecting mothers typically experience plenty of joy and discovery, there are obvious discomforts, health risks, and emotional challenges that go with the gestational territory. Carrying a fetus to term, and bringing it into the world safely, is a major medical event. About 26 out of 100,000 women in the United States die due to pregnancy complications, which is the highest maternal mortality rate in the developed world.

That’s why visionaries have, for decades, toyed with the notion of artificial wombs capable of incubating a human fetus to term outside a woman’s body. This „ectogenesis“ or „extracorporeal pregnancy“ would not only allow women to outsource the burden of childbearing to robot surrogates, it could also expand reproductive options for single people, same-sex couples, or families struggling with infertility. Earlier this year, scientists demonstrated that fetal lambs could be incubated in basic artificial „biobags,“ so this emerging field could help save premature human babies in the future, too.

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