Migration hat Deutschland weltoffener und moderner gemacht


Einwanderung ist kein Kinderspiel. Es wird weiter Rückschläge und Opfer geben. Aber wir sollten nicht den Bürgerkriegslosungen der Radikalen auf den Leim gehen, sondern an den Fortschritt glauben.

Von Alan Posener | DIE WELT

In Schwerin baut ein als Flüchtling eingereister Syrer eine Bombe, um möglichst viele Deutsche im Namen Allahs zu töten. In New York rast ein Usbeke mit einem Pickup in eine Menschenmenge, die Halloween feiert. Und das sind nur die aktuellsten Meldungen.

Man macht morgens das Radio an und hält es schon für eine gute Nachricht, wenn es keine Terrornachricht gibt. Dabei sterben jeden Tag Menschen durch den islamistischen Terror. Nur sind sie meistens Muslime und weit weg: in Somalia oder Nigeria, in Ägypten oder auf den Philippinen. Und dann hören wir selten davon.

Glaubt man, dass Zuwanderung einen Gewinn für Deutschland darstellt und dass wir stolz sein können auf unsere humanitären Leistungen, so entwickelt man doch einen perversen Gefühlshaushalt. Bei jeder Schreckensmeldung denkt man: Hoffentlich war’s nicht wieder ein Moslem. Ein Flüchtling gar. Ein Spiegelbild der perversen Freude, die mancher Ausländerfeind kundtut, wenn‘s dann doch einer war.

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