Papst Johannes Paul I. wurde wahrscheinlich nicht ermordet


Gläubige versammeln sich auf dem Petersplatz in Rom. ©DPA
Neue Berichte zum Tod des 33-Tages-Papstes Johannes Paul I. vermerken starke Brustschmerzen des Papstes, nur wenige Stunden vor seinem Tod. Das bestätigt die lange angezweifelte Darstellung von einem Herzinfarkt als Todesursache.

Frankfurter Allgemeine

Zum Tod des 33-Tage-Papstes Johannes Paul I. sind bislang unbekannte Details aufgetaucht. Demnach klagte der Papst wenige Stunden vor seinem Tod am 28. September 1978 über starke Schmerzen im oberen Brustbereich, wollte aber keinen Arzt rufen lassen. Dies stützt die offizielle Version, nach der Johannes Paul I. einem Herzinfarkt erlag. Das unerwartet frühe Ende des Pontifikats hatte Spekulationen über eine mögliche Ermordung wachgerufen.

Die neuen Erkenntnisse fußen auf zuvor nicht-veröffentlichten Dokumenten, die jetzt von der Vize-Anwältin des Seligsprechungsverfahrens für Johannes Paul I., Stefania Falasca, in einem Buch veröffentlicht werden („Papa Luciani – Chronik eines Todes“). Der Vatikan-Korrespondent Andrea Tornielli zitierte Inhalte des am Dienstag erscheinenden Bands vorab in der Online-Ausgabe der italienischen Tageszeitung „La Stampa“ am Samstag.

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