So hat der Klimawandel unseren Alltag längst verändert


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Städte, die Starkregen aufsaugen, Straßenbeläge, die großer Hitze standhalten – Deutschland arbeitet schon seit fast zehn Jahren daran, sich an den Klimawandel anzupassen. Dabei ist jeder Einzelne gefordert.

Von Claudia Ehrenstein | DIE WELT

Während auf dem Weltklimagipfel in Bonn rund 23.000 Delegierte noch beraten, wie sich die globale Erderwärmung auf maximal zwei Grad Celsius begrenzen lässt, hat Deutschland längst begonnen, sich an den Klimawandel anzupassen. Denn Temperaturen und Niederschläge verändern sich bereits. Im Jahresdurchschnitt ist es heute mehr als ein Grad Celsius wärmer als vor 130 Jahren. Die Zahl der heißen Tage im Sommer hat zugenommen, und die Winter sind wärmer und feuchter geworden. Nach Beobachtungen des Rückversicherers Munich Re gibt es mehr schwere Gewitter mit Hagel und Wolkenbrüchen. Kaum ein Lebensbereich, der von diesen Entwicklungen nicht betroffen ist.

Grün in der Stadt saugt Regen auf

Die heftigen Regenfälle im Juli lieferten einen Vorgeschmack auf das, was auf die Städte zukommt: In Berlin fielen in wenigen Stunden stellenweise 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter – zu viel für die Kanalisation. Keller und U-Bahnschächte liefen voll, und Straßen wurden überspült. Um solche Regenmengen besser aufnehmen zu können, hat die Stadt schon Millionensummen in unterirdische Sammelbecken investiert.

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