«Hunderttausende mehr»: Inhaftierung stärkt Kataloniens Separatisten


Eine Separatistin klebt während einer Demonstration in Barcelona Poster mit der katalanischen Aufschrift „Freiheit für die politischen Gefangenen“ an eine Wand. Foto: Matthias Oesterle © dpa-infocom GmbH
Carmen Lamela ist keine Sympathisantin der Unabhängigkeitsbewegung. Mit ihrer Entscheidung, katalonische Politiker hinter Gitter zu bringen, hat die Richterin am Staatsgericht in Madrid aber nach Meinung vieler unabhängiger Kommentatoren den Sezessionisten neue Flügel verliehen.

stern.de

Carmen Lamela ist keine Sympathisantin der Unabhängigkeitsbewegung. Mit ihrer Entscheidung, katalonische Politiker hinter Gitter zu bringen, hat die Richterin am Staatsgericht in Madrid aber nach Meinung vieler unabhängiger Kommentatoren den Sezessionisten neue Flügel verliehen.

«Lamela hat Zehntausende, nein, Hunderttausende neue Separatisten produziert», meinte etwa im spanischen TV der Schriftsteller und angesehene Analyst Carlos Quílez – ein energischer Antiseparatist.

In die gleiche Kerbe schlagen dieser Tage in Spanien viele. Wie Antonio García, politischer Starmoderator des TV-Senders «La Sexta». Dass acht Regionalpolitiker – darunter der abgesetzte Vizeregierungschef Oriol Junqueras – seit Donnerstag in U-Haft sitzen, habe in Katalonien auch unter Nicht-Separatisten «große Empörung ausgelöst». García spricht von einem «sozialen Erdbeben».

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