Listen über unangemessenes Verhalten: Wenn das Geflüster öffentlich wird


foto: afp / daniel leal-olivas Theresa Mays Kabinettschef Damian Green steht angeblich auf einer Liste britischer Männer, gegen die es Vorwürfe gibt.
Hinter vorgehaltener Hand gibt es Vorwürfe oft seit langem. Nun spült die Debatte um #MeToo Geheimes vielerorts nach oben

Von Manuela Honsig-Erlenburg, Manuel Escher | dieStandard.at

Es ist eine jener Geschichten, über die auch US-Medien nur schreiben können, wenn sie nicht wirklich darüber schreiben. Zu groß ist die Gefahr von Klagen, zu heikel auch presseethisch der Inhalt – und zu nah ist all das an der eigenen Arbeitswelt. Dennoch, die Liste mit zahlreichen Namen amerikanischer Medienmänner beschäftigt nicht nur US-Publikationen, sondern ist mittlerweile auch zum Politikum geworden – und zum Beispiel für die vielen Unwägbarkeiten in der #MeToo-Debatte. Konservative erhoffen sich nun gar Munition gegen die liberale Medienwelt.

Gedacht war sie für all das nicht. Im Gegenteil: Sie sollte geheim bleiben, unter keinen Umständen mit Männern geteilt werden und Frauen in der amerikanischen Medienwelt die Gelegenheit bieten, einander vor männlichen Kollegen und Vorgesetzten zu warnen, mit denen andere in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht hatten.

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