Forscher beobachten Entstehung von Gold

Professor Marcus Brüggen zeigt einen Goldring. Mithilfe von Radio-Teleskopen wie dem in Norderstedt haben Wissenschaftler herausgefunden, dass sämtliches Gold auf der Erde beim Zusammenprall von Sternen entstand. Foto: Burkhard Fuchs / HA
Das vor zwei Jahren auf einem Acker in Norderstedt installierte Radioteleskop beteiligt sich an der Suche nach Gravitationswellen.

Von Burkhard Fuchs | Hamburger Abendblatt

Das Spektakel am Sternenhimmel war so großartig, dass es weltweit nicht nur Wissenschaftler begeistert hat. Erstmals konnte vor Kurzem von der Erde aus beobachtet werden, wie zwei Neutronensterne miteinander kollidierten. Diese Sternenexplosion konnte nicht mit bloßem Auge erkannt werden – dafür war sie mit 130 Millionen Lichtjahren viel zu weit entfernt. Doch Radio-Teleskope wie das, das seit zwei Jahren auf einem Acker am Harthagen in Norderstedt steht, machten den Knall der Sternenkollision und die Gravitationswellen, die sie auslöste, sichtbar. Dabei sei das Norderstedter Teleskop regelrecht „auf Gold gestoßen“, freut sich der Kosmologe Marcus Brüggen, der komplizierte wissenschaftliche Zusammenhänge gern und gekonnt für Laien nachvollziehbar erklärt.

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Die Aktualität der alten Darwin-Debatten

Darwin-Büste im Naturkunde-Museum Berlin. Bild: BB

Ein Symposion der Ignaz-Lieben-Gesellschaft und der ÖAW geht der frühen Rezeption Darwins in Zentraleuropa nach

Von Klaus Taschwer | derStandard.de

Im katholischen Österreich hatte es Charles Darwin nie ganz einfach. Das wusste man zu dessen Lebzeiten sogar im Ausland: In einer frühen Besprechung von „Über die Entstehung der Arten“ (1859) beglückwünschte der anonyme Rezensent (womöglich Charles Dickens) den englischen Naturforscher, dass er weder im intoleranten 16. Jahrhundert noch in Österreich leben müsse.

Dabei kam hier nur wenig später mit der kurzen Phase des Liberalismus ein Klima auf, das der Evolutionstheorie gegenüber aufgeschlossen war: So gab es bereits 1860 im neuen Verein zur Verbreitung naturwissenschaftlicher Kenntnisse in Wien die ersten öffentlichen Vorträge über Darwins (r)evolutionäre Theorie.

Verewigung in der Fassade

Diese wurde damals nicht nur in wissenschaftlichen Kreisen, sondern auch in literarischen Zirkeln eifrig diskutiert und inspirierte österreichische Schriftsteller des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Darwin wurde in Wien sogar architektonisch gewürdigt: Er war der einzige damals lebende Naturforscher, den man 1876 in der Fassade das Naturhistorischen Museums Wien verewigte.

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An deutschen Unis werden Banalitäten skandalisiert

Unter Rechtspopulimus-Verdacht: Gisela Müller-Brandeck-Bocquet Quelle: Uni Würzburg/ Daniel Peter
Bloß nicht Falsches sagen – an Hochschulen in Deutschland regiert ein Geist, der kaum noch Widerspruch zulässt. Wer aus dem Rahmen fällt, muss mit Konsequenzen rechnen. So wie zuletzt in einem Fall in Würzburg.

Von Philip Kuhn | DIE WELT

Seit dem 25. Oktober steht die akademische Laufbahn von Gisela Müller-Brandeck-Bocquet infrage. Die Würzburger Professorin ist dem Verdacht ausgesetzt, eine Rechtspopulistin zu sein. Was war geschehen? In der Einführungsveranstaltung „Internationale Beziehungen“ hatte die Politikwissenschaftlerin Studenten im ersten Semester aufgefordert, ihre Kopfbedeckungen abzunehmen.

Gemeint waren die jungen Männer, die mit Basecaps in der Vorlesung saßen. Allerdings soll Müller-Brandeck-Bocquet auch explizit eine Studentin mit Kopftuch angesprochen und diese aufgefordert haben, es den Männern gleichzutun. „Das gilt auch für Sie“, erinnern sich Studenten an die Worte der Professorin zur jungen Muslima. Die Universität sei ein säkulärer Raum, soll Müller-Brandeck-Bocquet gesagt haben. Religion habe darin nichts verloren.

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Mit aller Macht die Einheit der Christen durchsetzen

Kaiser Theodosius Bildrechte: IMAGO
8. November 392: Kaiser Theodosius verbietet heidnische Kulte

Von Sven Hecker | MDR Kultur

Vom staatsgefährdenden Katakomben-Glauben einer Sekte zur Staatsreligion: Das Christentum erlebt in seinen ersten Jahrhunderten eine erstaunliche Wandlung. Anno 313 hatte Westroms Kaiser Konstantin I. mit seinem oströmischen Kollegen Licinius, Toleranz in Sachen Religion vereinbart, auch für den christlichen Glauben. Menschen sollten ihre „Religion frei wählen“. Bald schon hörten die Christenverfolgungen auf. Auch, weil sich Konstantin selbst, wie seine römischen Nachfolgekaiser, dem Christentum zuwendet. Doch mit der religiösen Toleranz ist es allerdings bald vorbei.
Ein paar Jahrzehnte später, im Februar 380, unterzeichnet der oströmische Kaiser Theodosius, in Gegenwart seiner beiden weströmischen Kaiserkollegen, das Dekret „Cunctos populos“.

Alle Völker, über die wir ein mildes und maßvolles Regiment führen, sollen sich (…) zu der Religion bekehren, die der göttliche Apostel Petrus den Römern überliefert hat.

aus dem Dekret „Cunctos populos“, 380 u. Z.

Damit zeigt der Kaiser Flagge in einem lang und heftig ausgetragenen Streit: Dem Streit um das Wesen Christi. Gott und Jesus, so lautete der Kompromiss des Konzils von Nicäa 325, seien wesenseins. Und Theodosius stellt sich hinter diese Formel:

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Physiker entdecken atomares Feuerwerk

Zum ersten Mal beobachtet: Die ultrakalten Atome eines Bose-Einstein-Kondensats senden koordinierte Teilchen-Jets aus – wie bei einem Feuerwerk. © Cheng et al.
Unerwartet koordiniert: Bei ultrakalten Atomen in einem Bose-Einstein-Kondensat haben Physiker ein bisher völlig unbekanntes Verhalten entdeckt. Werden diese Atome durch Magnetpulse zur Kollision gebracht, werden einige aus dem Verbund geschleudert. Doch diese schießen nicht zufällig aus der Masse, sondern bilden überraschend koordinierte Teilchenfontänen, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten. Eine solche kollektive Emission ist völlig neu.

scinexx

Kühlt man Wolken von Atomen bis knapp über dem absoluten Nullpunkt ab, gehen sie in einen exotischen Materiezustand über: das sogenannte Bose-Einstein-Kondensat. In diesem Zustand gleichen die Atome ihre Quantenzustände an und verhalten sich wie ein einziges „Riesenatom“. Quantenphysikalisch ausgedrückt: Die auch als Wellen beschreibbaren einzelnen Teilchen schwingen im Gleichtakt.

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Katholische Männer wissen es: Sex mit vielen Partnern macht die Frauen krank

Gynäkologe Johannes Huber, ehemalige Sekretär des früheren Wiener Kardinals Franz König: Promiskuität schwäche das Immunsystem, Erkrankungsgefahr steigt rasant – Frauen werden bindungsunfähig

kath.net

Wer als Frau häufig den Sexualpartner wechselt, geht ein gesundheitliches Risiko ein. Das schreibt der Gynäkologe Johannes Huber, ehemaliger Sekretär des Wiener Kardinals Franz König, in seinem neuen neuesten Buch „Der holistische Mensch“. Dies berichtet die „Krone“. Promiskuität schwäche das Immunsystem. Dadurch steige die Gefahr, krank zu werden. Auch die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken, steige rasant.

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Bundesverfassungsgericht fordert drittes Geschlecht im Geburtenregister

Der erste Senat des Bundesverfassungsgerichts hat geurteilt (Archivbild) (Foto: imago/Stockhoff)
Bisher gab es in Deutschland nur die Möglichkeit, das Geschlecht als „weiblich“ oder „männlich“ einzutragen – oder die Angabe wegzulassen.

Süddeutsche Zeitung

Das Bundesverfassungsgericht hat ein drittes Geschlecht für den Eintrag im Geburtenregister gefordert. Intersexuellen Menschen, die weder männlich noch weiblich sind, solle damit ermöglicht werden ihre geschlechtliche Identität „positiv“ eintragen zu lassen, entschieden die Karlsruher Richter in einem am Mittwoch veröffentlichten Beschluss. Zur Begründung verwies das Gericht auf das im Grundgesetz geschützte Persönlichkeitsrecht.

Der Gesetzgeber muss nun laut Karlsruhe bis Ende 2018 eine Neuregelung schaffen, in die als drittes Geschlecht neben „männlich“ und „weiblich“ noch etwa „inter“, „divers“ oder eine andere „positive Bezeichnung des Geschlechts“ aufgenommen wird.

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Der osmanische Kronprinz brachte seine Brüder einfach um

Sultan Mehmed II. erhob den Prinzenmord zum Gesetz Quelle: Wikipedia/Topkapi Palace/Public Domain
Säuberungen, wie sie jetzt die Prinzen Saudi-Arabiens treffen, wurden schon bei den türkischen Osmanen praktiziert. Eines war aber anders: Wer nicht an die Macht kam, wurde Opfer eines Massakers.

Von Florian Stark | DIE WELT

Die Worte, mit denen der saudi-arabische Kronprinz Mohammed Bin Salman vor wenigen Tagen die Festnahme von elf Prinzen sowie einiger Dutzend Ex-Minister begründete, waren vielsagend: „Einige schwache Seelen“ hätten ihre Interessen über die Interessen der Öffentlichkeit gestellt, „um illegal Gelder anzuhäufen“, hieß es. Wer gegen „schwache Seelen“ vorgeht, muss stärker als sie sein, lautet eine Botschaft. Sie ist so alt wie die Institution, die die Dynastie der Saud zu ihren – geschätzt – 5000 bis 7000 Prinzen gebracht hat.

Der königliche Harem in muslimischen Regimen produzierte ganze Heerscharen von Halbbrüdern. Im Falle der Sauds dürfen sich die „Schwachen“ glücklich schätzen, mit einer Gefangennahme und – bislang – Hausarrest in einem Luxushotel in der Hauptstadt Riad davongekommen zu sein. Die türkische Dynastie der Osmanen, zu deren Imperium Saudi-Arabien über Jahrhunderte hinweg gehört hat, entwickelte eine andere Lösung für das Problem: Der siegreiche Prinz brachte alle brüderlichen Konkurrenten einfach um.

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Geheimnisverrat und Plagiatsvorwürfe

Die Akademie in Spandau.FOTO: DPA
Eine arabischstämmige Studentin soll im Polizei-Computer geschnüffelt haben – für wen? Und an der Polizei-Hochschule gibt es Plagiatsvorwürfe.

Von André Görke | DER TAGESSPIEGEL

Die Berliner Polizei hat den nächsten Ärger im Zusammenhang mit einer möglichen Unterwanderung durch kriminelle arabische Clans. Diesmal geht es um mutmaßlichen Geheimnisverrat einer Praktikantin bei der Polizei, die Fahndungsbilder aus dem internen Netzwerk der Ermittler abfotografiert haben und anschließend per WhatsApp verschickt haben soll. Das berichtet die „B.Z.“kurz vor Beginn des Innenausschusses im Abgeordnetenhaus.

Sondersitzung des Innenausschuss‘ beginnt

In der Sondersitzung – Beginn ist 10 Uhr – sollen sich Polizeipräsident Klaus Kandt und Vize Margarete Koppers an diesem Mittwoch gegenüber den Innenpolitikern des Parlaments zu den schweren Vorwürfen rund um die Zustände an der Polizeiakademie in Berlin-Spandau verantworten (mehr zum anonymen Brief eines Polizei-Mitarbeiters lesen Sie hier). Die beiden hatten am Mittwoch versucht, in die Offensive zu gehen. Die Berliner Polizeispitze wehrt sich gegen „Diffamierung“ und verwahrt sich in einem internen Brief gegen die „diskriminierende“ Kritik.

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Neuer Blick in ägyptische Kindermumie

Die ägyptische Kindermumie „Sherit“ in kombinierter CT- und 3D-Scan-Darstellung. © Artec 3D
Farbiger Rundumblick: Mit einer Kombination aus 3D-Scan und Computer-Tomografie haben Forscher eine ägyptische Kindermumie auf ganz neue Art begreifbar gemacht. Denn das resultierende 3D-Modell zeigt sowohl die Details des Mumieninneren, als auch die Farbenpracht der Mumienhülle. Das vor 2.000 Jahren begrabene Mädchen „Sherit“ erwacht damit gleichsam zu neuem Leben.

scinexx

Mumien liefern spannende Einblicke in das Leben im alten Ägypten. Sie verraten beispielsweise, dass die damaligen Eliten teilweise schon in jungen Jahren unter Arterienverkalkung litten und auch sonst nicht sehr gesund lebten. Zudem halfen Mumienuntersuchungen dabei, historische Mordfälle und undurchsichtige Verwandtschaftsverhältnisse aufzuklären. Oft kommen bei solchen Analysen Computertomografen zum Einsatz. Diese Aufnahmen erlauben es, in das Innere der einbalsamierten Toten zu blicken, ohne die fragile und oft jahrtausendealte Hülle zu beschädigen.

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Mode als Religionskritik: Erster Regenbogen-Hijab der Welt

Foto: MOGA

Das dürfte so manche Schere im Kopf heftig schnippeln lassen: Ein muslimischer Modedesigner aus Australien hat einen limitierten Regenbogenschal auf den Markt gebracht, um die dortige Abstimmung über die Ehe für alle zu unterstützen.

Von Christian Knuth | blu fm

MOGA heißt die Firma, die schon des Öfteren mit politischen Aussagen in ihren Designs aufgefallen ist. In einem Statement schreibt sie:

„Während einer der kritischsten und wichtigsten Zeiten in der Geschichte unseres Landes sind wir bei MOGA stolz darauf, unsere Unterstützung für die Gleichheit der Ehe in Australien zu bekunden.“

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„Milli Görüs will kritische Nachfragen aus der Debatte verbannen“

Volker Beck muss sich mit dem Islam-Verband Milli Görüs vor Gericht auseinandersetzen Quelle: dpa
Die beiden Islam-Dachorganisationen Zentralrat der Muslime (ZMD) und Islamrat klagen gegen das Land Nordrhein-Westfalen.

DIE WELT

  • Kernfrage 1: Sind die beiden Kläger Religionsgemeinschaften?
  • Kernfrage 2: Haben sie einen Rechtsanspruch, das Unterrichtsfach islamische Religion an NRW-Schulen mitzugestalten?

Der Grünen-Politiker Volker Beck hat vor einer Anerkennung islamischer Verbände als Religionsgemeinschaft gewarnt. „Bekämen die Verbände den Status einer Religionsgemeinschaft, würden diese in ihrem Bestand gefestigt, der staatliche Einfluss aus dem Ausland würde dauerhaft gesichert“, sagte Beck dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Eine neue Generation junger Muslime in Deutschland könnte dann nicht mehr eine eigenständige Organisationsform für einen „deutschen Islam“ aufbauen, so Beck weiter.

Hintergrund ist eine Klage des Zentralrats der Muslime und des Islamrats gegen das Land Nordrhein-Westfalen. Das Oberverwaltungsgericht Münster (OVG) verhandelt am Donnerstag über das Ansinnen der Verbände, den bis 2019 befristeten Islamunterricht durch islamischen Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach an den öffentlichen Schulen des Landes abzulösen. Die Anerkennung als Religionsgemeinschaft ist eine Voraussetzung dafür.

5.000 Menschen in diesem Jahr auf der Flucht gestorben

Strand von Chios/Griechenland © Tim Lüddemann @ flickr.com (CC 2.0)
Die Internationale Organisation für Migration hat im laufenden Jahr fast 5.000 tote Menschen registriert, die bei der Migration in andere Länder gestorben sind. Im Jahr zuvor wurden 7930 Todesfälle erfasst.

MiGAZIN

Fast 5.000 Menschen sind laut den UN in diesem Jahr bei der Migration in andere Länder gestorben. Sie seien ertrunken, verhungert, verdurstet oder gewaltsam ums Leben gekommen, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Dienstag in Genf mit.

Mehr als 2.920 von ihnen starben bei der Überquerung des Mittelmeers Richtung Europa. Zumeist seien die Flüchtlinge und Migranten in an der nordafrikanischen Küste an Bord gegangen.

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Berliner Senat hält an Neutralitätsgesetz fest – dröges von Dröge

Vertreter des Berliner Senats und der evangelischen Landeskirche haben sich getroffen, um sich über das umstrittene Neutralitätsgesetz, das religiöse Symbole im öffentlichen Dienst verbietet, und Koopoerationen im sozialen und interreligiösen Bereich auszutauschen.

evangelisch.de

Der Berliner Senat will an dem umstrittenen Neutralitätsgesetz festhalten. Das Gesetz sei ein „hohes Gut“, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) nach einer gemeinsamen Sitzung mit der Leitung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz am Dienstag in Berlin. Ihm sei bewusst, dass dagegen immer wieder arbeitsrechtlich geklagt werde. „Wir werden sehen, wie wir gegebenenfalls darauf gesetzgeberisch reagieren müssen“, sagte Müller.

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Anwältin verrät brisante Details über Treffen mit Trumps Sohn

Donald Trump Jr. soll demnächst öffentlich vor einem Kongressausschuss aussagen Quelle: pa/Richard Drew/AP
Laut der russischen Anwältin Natalia Weselnizkaja habe ihr Donald Trumps Sohn im Juni 2016 einen delikaten Deal vorgeschlagen. Dieser bestätigte das Treffen, hat aber eine andere Erinnerung daran.

DIE WELT

US-Präsidentensohn Donald Trump Jr. sieht sich mit neuen brisanten Aussagen zu seinen Russland-Kontakten während des Wahlkampfs seines Vaters im vergangenen Jahr konfrontiert. Eine russische Anwältin berichtet im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Bloomberg über konkrete Details ihres Treffens mit Trump Jr. im Juni 2016.

Dieser habe ihr damals einen Deal vorgeschlagen: Wenn Russland kompromittierende Informationen über die Demokratin Hillary Clinton vorlege, könnte eine Regierung Trump nach einem Wahlsieg die Russland-Sanktionen des US-Kongresses im Sinne Moskaus prüfen.

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Vorwürfe: Uni Oxford beurlaubte bekannten Islamforscher

Ausgabe vom 01.11.2017. Bild: ©Charlie Hebdo
Mehrere Frauen meldeten sich unabhängig voneinander – Renommierter Wissenschafter bestreitet bestreitet jegliches Fehlverhalten

derStandard.at

Der Skandal um sexuelle Angriffe hat die Wissenschaft erreicht: Die Universität Oxford beurlaubte am Dienstag den prominenten Islamwissenschaftler Tariq Ramadan, nachdem mehrere Frauen ihm Vergewaltigung und Belästigung vorgeworfen hatten. Die Entscheidung sei einvernehmlich gefallen, berichtete die britische Elitehochschule. Er selbst bestreitet die Vorwürfe.

Die Vorwürfe gegen den Professor hätten an der Hochschule „verstärkte und verständliche Unruhe“ ausgelöst. Der mediengewandte und streitbare Autor und Wissenschafter zählt zu den bekanntesten Professoren in Oxford, wo er den Lehrstuhl für Zeitgenössische Islamstudien innehat. Ramadan ist auch publizistisch tätig, regelmäßig tritt er im Fernsehen auf. Seine konservative Auslegung des Islam hat dem charismatischen Gelehrten viele Bewunderer, aber auch scharfe Gegner eingehandelt.

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Deutsche Bischofskonferenz unterstützt Online-Handel

Logo Deutsche Bischofskonferenz

Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Kopp, antwortet auf kath.net-Anfrage: „Den Heiligabend in der Ruhe des Sonntags zu beginnen, wird für viele die positive Erfahrung von Entschleunigung vor einem solchen Feiertag mit sich bringen.“

kath.net

„Eine Ladenöffnung am Heiligabend lehnen wir mit Blick auf die geltenden Regeln zum Sonntags- und Feiertagsschutz ab.“ Das stellte Matthias Kopp, Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz, gegenüber kath.net auf Anfrage fest. „Um die letzten Einkäufe zu erledigen, steht uns die gesamte Woche und der Samstag zuvor zur Verfügung. Den Heiligabend in der Ruhe des Sonntags zu beginnen, wird für viele die positive Erfahrung von Entschleunigung vor einem solchen Feiertag mit sich bringen.“

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Zähne der wohl frühesten Vorfahren des Menschen entdeckt

Verwandte des Menschen? Bei solchen rattenähnlichen Säugetieren haben Wissenschaftler Fossilien der wohl frühesten bekannten Vorfahren der Menschheit entdeckt. Foto: Mark Witton/University of Portsmouth © dpa-infocom GmbH
Wissenschaftler haben in Großbritannien nach eigenen Angaben Fossilien der wohl frühesten bekannten Säugetier-Vorfahren der Menschheit entdeckt. Sie fanden Zähnchen von zwei kleinen rattenähnlichen Säugetieren in der Grafschaft Dorset im Südwesten Englands.

stern.de

Wissenschaftler haben in Großbritannien nach eigenen Angaben Fossiliender wohl frühesten bekannten Säugetier-Vorfahren der Menschheit entdeckt. Sie fanden Zähnchen von zwei kleinen rattenähnlichen Säugetieren in der Grafschaft Dorset im Südwesten Englands.

Die Tiere lebten vor 145 Millionen Jahren im Zeitalter der Dinosaurier, wie die Forscher der Universität Portsmouth mitteilten.

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Margot Käßmann: Dodo des Monats Oktober

Dodo des Monats Oktober 2017 ©HFR

Halloween, alte heidnische Tradition mit einer ganz dünnen Decke des Christentums. Die katholischen Iren brachten das Fest, als Einwanderer, in die USA. Einer der christlichen Fixpunkte der Nacht der Geister und Dämonen ist das Hochfest Allerheiligen der Katholiken. Gedenkt man dort an die armen Seelen die im Fegefeuer schmoren. Irdisches Leid als transportierte Strafe über den Tod hinaus. Die Enzyklopädia Britannica leitet Halloween von den Kelten her ab. Das Ende des Sommers, das Vieh kehrte von den Weiden in die Ställe zurück. Freudenfeuer, Knochenfeuer, genährt aus den Knochen des Schlachtviehs um die Vorräte für den Winter anzulegen. Wahrsagerei war üblich, zumal das Jahr der Kelten im November begann, Halloween ein Freudenfest. Die Kirche war dagegen, obwohl nur im Bereich der katholischen Kirche in Großbritannien gefeiert wurde. Bibelfundamentalisten sehen in Halloween gar den Teufel am Werk. Geblieben sind um die Häuser ziehende Kinder, verkleidet wie zu Karnevalszeiten erbetteln sie sich Süßigkeiten an den Haustüren.
Halloween am Reformationstag, da geht Käßmann jedweder Humor verlustig, bei der Verteilung dessen scheint sie eh etwas zu kurz gekommen sein. Da kommt der Aufschrei: „Kommerz.“ Für sie nur negativ konnotiert, sofern dem von ihr geliebten Luther nicht gehuldigt wird. Diese Kinder kümmern sich einen Dreck um den fetten Pfaffen.
Käßmann, das ist sicher lebt in einer anderen Welt, einer anderen Realität, fast eifersüchtig geht sie gegen Kritik an Luther und an der Party zum 500. Luther-Jubiläum vor. Egal wer, sie beißt sofort. Sie hätte die Worte ihres Meister verinnerlichen sollen:

[…]daß das Weib geschaffen ist zur Haushaltung, der Mann aber zur Policey, zu weltlichem Regiment, zu Kriegen und Gerichtshändeln, die zu verwalten und zu führen.“ zitiert nach Hubert Mynarek, „Luther ohne Mythos“, S. 42

Kommen wir zur evangelischen Geldgier zum Reformationsjubiläum, die jede Halloween-Party zum lausigen Mineralwasserbesäufnis werden lässt.
Nehmen wir die Bundesländer Sachsen-Anhalt und Thüringen, dort dürften die meisten Luther-Events stattgefunden haben.
In Sachsen-Anhalten gehören 12,7% der Bevölkerung der evangelischen Kirche an. Nebenbei, 80% sind konfessionlos. Das Land gibt zur Käßmannschen Lutherparty 80 Millionen Euro aus. Allein die Sanierung des Wittenberger-Schloßkomplexes hat den Steuerzahler 32,8 Millionen Euro gekostet. Nach Fertigstellung erfolgte die Übergabe an die evangelische Kirche. Wie blöd muss man in Sachsen-Anhalt sein, auch konfessionslos-blöd, CDU zu wählen und parasitäres Pfaffentum zu unterstützen. Wieviel Halloween-Parties könnte man denn allein von den Kosten in Wittenberg durchführen, einschließlich der Restauration der „Judensau“, die nach den Todeslagern der Nazis noch als kultureller Höhepunkt der Stadt gesehen wird.

In Thüringen ist es ähnlich. 68% der Bevölkerung sind konfessionslos, 22,2% evangelischen Glaubens. Das Land hat rd. 60 Millionen Euro in die Luther-Sause investiert.  Der evangelische Christ Bodo Ramelow spricht selbst von Investitionen. Kommerz? Welch garstiges Wort. Luther ist Handelsmarke, jeder will an Luther verdienen, Touristen locken mit Luther-Bier, Luther-Brote, Luther-Playmobil. Es geht ums Geld, verdienen mit Luther.

Kommerz, ursprünglich „Geschäftsleben“ (von lat.: commercium, „Handel“, aus cum „mit(einander)“ und merx „Handelsgut“, über das frz. commerce),[1] wurde teilweise bis ins beginnende 20. Jahrhundert in der ursprünglichen Bedeutung als Synonym für Handel verwendet. Davon abgeleitet war im Deutschen Reich und ist in Österreich der Titel Kommerzienrat. Meyers Konversations-Lexikon erachtete 1888 den Begriff für veraltet.[2]

Heute wird der Ausdruck meist abwertend im Sinne eines allein auf Gewinnerzielung gerichteten Interesses verwendet.[3][4] Im Gegensatz dazu wird „nichtkommerziell“ als „ohne Gewinnerzielungsabsicht“ verwendet und oft als positives Merkmal für ehrenamtliche, uneigennützige oder lediglich kostendeckende Aktivitäten von Privatpersonen, Vereinen und Gruppierungen herausgestellt.Wikipedia

Der zweite Teil ist jener den Käßmann auf Halloween angewendet haben möchte. Sich und ihre Kirche geriert sie als nützlich, als gemeinnützlich. Wir wissen nicht, wieviele kleine Firmen zur Struktur der evangelischen Kirche gehören und sich an der Party satt machen wollten.
Sind eine Milliarde Euro in die Lutherdekade geflossen? Ein Drittel davon von der Kirche, den Rest hat der Steuerzahler in irgendeiner Form beglichen. Der ganze Lutherkommerz der Evangelischen Kirche in Deutschland ist banal, albern und erbärmlich, wie die Botschafterin, die 10 Jahre lang ein Lutherbild in der Welt verbreitete, ohne auch nur etwas vom Glauben nahe zu bringen. Religiös-spirituell war die Party ein Versager. Da im Merkelschen Protestantismus transparente Demokratie unmöglich ist, respektive vor dem Bundesverfassungericht erstritten werden muss, werden wir wohl eine Bilanz, nicht zu sehen bekommen, der Steuerzahler hat ein Recht darauf.

Die kognitiven Dissonanzen der Margot Käßmann gipfeln in dem Satz:

„Mir tut das leid, denn Luther wollte uns ja nun gerade von der Angst vor Geistern befreien.“Margot Käßmann, stern.de

Luther höchstselbst hat die beste Antwort darauf

„Die Zauberinnen sollst du nicht leben lassen… Es ist ein gerechtes Gesetz, dass sie getötet werden, sie richten viel Schaden an.“
Predigt von 1526, Weimarer Ausgabe 16, S. 551

Hexenwahn, Ketzervertilgung, Luther war ein Meister darin.

„Die Heiligenlegenden entlarvte Luther als Märchen. An den Bibellegenden hielt er fest; am Teufelsglauben auch; am Hexenwahn auch; an der Ketzervertilgung auch; am Antisemitismus auch – am Kriegsdienst, an der Leibeigenschaft, den Fürsten. Man nennt es: Reformation.“ (Karlheinz Deschner)

Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen.

The US Is the Last Country to Remain Outside the Paris Climate Agreement

Image: Presidencia de la Republica Mexicana/Wikipedia
Syria signed the agreement in Germany this week.

By Ankita Rao | MOTHERBOARD

It’s official, the US is number one. And by that I mean the only country in the world to not participate in the Paris climate accord now that Syria agreed to sign the agreement at the United Nations talks in Bonn, Germany today.

Earlier, Syria and Nicaragua had both held back from the agreement—a pact to limit carbon emissions—alongside the US, but for different reasons. Syria, as you might have heard, is dealing with a brutal civil war. Nicaraguan leaders, meanwhile, said the Paris accord didn’t go far enough to address climate change concerns, but decided to climb on board in October. But President Donald Trump decided to leave the agreement*, signed and ratified under Barack Obama, in June.

Trump cited some interesting reasons for not wanting to be held to the same standards as the rest of the world. In his June remarks, he said he wanted to protect the country from „the draconian financial and economic burdens the agreement imposes on our country“ and legal implications.

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