Bundesverfassungsgericht fordert drittes Geschlecht im Geburtenregister


Der erste Senat des Bundesverfassungsgerichts hat geurteilt (Archivbild) (Foto: imago/Stockhoff)
Bisher gab es in Deutschland nur die Möglichkeit, das Geschlecht als „weiblich“ oder „männlich“ einzutragen – oder die Angabe wegzulassen.

Süddeutsche Zeitung

Das Bundesverfassungsgericht hat ein drittes Geschlecht für den Eintrag im Geburtenregister gefordert. Intersexuellen Menschen, die weder männlich noch weiblich sind, solle damit ermöglicht werden ihre geschlechtliche Identität „positiv“ eintragen zu lassen, entschieden die Karlsruher Richter in einem am Mittwoch veröffentlichten Beschluss. Zur Begründung verwies das Gericht auf das im Grundgesetz geschützte Persönlichkeitsrecht.

Der Gesetzgeber muss nun laut Karlsruhe bis Ende 2018 eine Neuregelung schaffen, in die als drittes Geschlecht neben „männlich“ und „weiblich“ noch etwa „inter“, „divers“ oder eine andere „positive Bezeichnung des Geschlechts“ aufgenommen wird.

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