Die Aktualität der alten Darwin-Debatten


Darwin-Büste im Naturkunde-Museum Berlin. Bild: BB

Ein Symposion der Ignaz-Lieben-Gesellschaft und der ÖAW geht der frühen Rezeption Darwins in Zentraleuropa nach

Von Klaus Taschwer | derStandard.de

Im katholischen Österreich hatte es Charles Darwin nie ganz einfach. Das wusste man zu dessen Lebzeiten sogar im Ausland: In einer frühen Besprechung von „Über die Entstehung der Arten“ (1859) beglückwünschte der anonyme Rezensent (womöglich Charles Dickens) den englischen Naturforscher, dass er weder im intoleranten 16. Jahrhundert noch in Österreich leben müsse.

Dabei kam hier nur wenig später mit der kurzen Phase des Liberalismus ein Klima auf, das der Evolutionstheorie gegenüber aufgeschlossen war: So gab es bereits 1860 im neuen Verein zur Verbreitung naturwissenschaftlicher Kenntnisse in Wien die ersten öffentlichen Vorträge über Darwins (r)evolutionäre Theorie.

Verewigung in der Fassade

Diese wurde damals nicht nur in wissenschaftlichen Kreisen, sondern auch in literarischen Zirkeln eifrig diskutiert und inspirierte österreichische Schriftsteller des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Darwin wurde in Wien sogar architektonisch gewürdigt: Er war der einzige damals lebende Naturforscher, den man 1876 in der Fassade das Naturhistorischen Museums Wien verewigte.

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