Forscher beobachten Entstehung von Gold


Professor Marcus Brüggen zeigt einen Goldring. Mithilfe von Radio-Teleskopen wie dem in Norderstedt haben Wissenschaftler herausgefunden, dass sämtliches Gold auf der Erde beim Zusammenprall von Sternen entstand. Foto: Burkhard Fuchs / HA
Das vor zwei Jahren auf einem Acker in Norderstedt installierte Radioteleskop beteiligt sich an der Suche nach Gravitationswellen.

Von Burkhard Fuchs | Hamburger Abendblatt

Das Spektakel am Sternenhimmel war so großartig, dass es weltweit nicht nur Wissenschaftler begeistert hat. Erstmals konnte vor Kurzem von der Erde aus beobachtet werden, wie zwei Neutronensterne miteinander kollidierten. Diese Sternenexplosion konnte nicht mit bloßem Auge erkannt werden – dafür war sie mit 130 Millionen Lichtjahren viel zu weit entfernt. Doch Radio-Teleskope wie das, das seit zwei Jahren auf einem Acker am Harthagen in Norderstedt steht, machten den Knall der Sternenkollision und die Gravitationswellen, die sie auslöste, sichtbar. Dabei sei das Norderstedter Teleskop regelrecht „auf Gold gestoßen“, freut sich der Kosmologe Marcus Brüggen, der komplizierte wissenschaftliche Zusammenhänge gern und gekonnt für Laien nachvollziehbar erklärt.

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