Mit aller Macht die Einheit der Christen durchsetzen


Kaiser Theodosius Bildrechte: IMAGO
8. November 392: Kaiser Theodosius verbietet heidnische Kulte

Von Sven Hecker | MDR Kultur

Vom staatsgefährdenden Katakomben-Glauben einer Sekte zur Staatsreligion: Das Christentum erlebt in seinen ersten Jahrhunderten eine erstaunliche Wandlung. Anno 313 hatte Westroms Kaiser Konstantin I. mit seinem oströmischen Kollegen Licinius, Toleranz in Sachen Religion vereinbart, auch für den christlichen Glauben. Menschen sollten ihre „Religion frei wählen“. Bald schon hörten die Christenverfolgungen auf. Auch, weil sich Konstantin selbst, wie seine römischen Nachfolgekaiser, dem Christentum zuwendet. Doch mit der religiösen Toleranz ist es allerdings bald vorbei.
Ein paar Jahrzehnte später, im Februar 380, unterzeichnet der oströmische Kaiser Theodosius, in Gegenwart seiner beiden weströmischen Kaiserkollegen, das Dekret „Cunctos populos“.

Alle Völker, über die wir ein mildes und maßvolles Regiment führen, sollen sich (…) zu der Religion bekehren, die der göttliche Apostel Petrus den Römern überliefert hat.

aus dem Dekret „Cunctos populos“, 380 u. Z.

Damit zeigt der Kaiser Flagge in einem lang und heftig ausgetragenen Streit: Dem Streit um das Wesen Christi. Gott und Jesus, so lautete der Kompromiss des Konzils von Nicäa 325, seien wesenseins. Und Theodosius stellt sich hinter diese Formel:

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