Bundesweites Gedenken an die Opfer der NS-Novemberpogrome

KZ Auschwitz, Einfahrt. Bundesarchiv, B 285 Bild-04413 / Stanislaw Mucha / CC-BY-SA 3.0
In Berlin und weiteren deutschen Städten ist am Donnerstag an die judenfeindlichen NS-Pogrome vom 9. November 1938 erinnert worden. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfing 20 Vertreter des Internationalen Auschwitz-Komitees im Berliner Schloss Bellevue, darunter fünf Überlebende des Konzentrationslagers Auschwitz. Eine Veranstaltung mit Schülern fand im hessischen Hadamar statt, wo eine Gedenkstätte an die Opfer des Euthanasieprogramms der Nationalsozialisten erinnert.

evangelisch.de

Der Antisemitismusbeauftragte der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Sigmount Königsberg, rief zum Engagement gegen Judenhass auf. Antisemitismus gebe es auch heute weiter „in den unterschiedlichsten Ausprägungen“, sagte er der „Berliner Morgenpost“ (Donnerstag). Antisemitismus sei nie verschwunden gewesen. Es gebe ihn bei der extremen Rechten, als Antizionismus getarnt bei Linken, im Islamismus wie auch in der Mitte der Gesellschaft. Ergänzt werde dieser Judenhass von den Stimmen, die wie Teile der AfD ein Ende des „Schuldkultes“ fordern.

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Papst untersagt ab 2018 Zigarettenverkauf im Vatikan

Sprecher Burke: Kein Profit auf Kosten der Gesundheit

kath.net

Von Beginn des kommenden Jahres an werden im Vatikan keine Zigaretten mehr verkauft. Der Heilige Stuhl könne sich nicht an Geschäften beteiligen, die eindeutig die Gesundheit von Menschen schädigen, heißt es in einer entsprechenden Erklärung des Vatikansprechers Greg Burke vom Donnerstag. Auch wenn Zigaretten an aktuelle und ehemalige Vatikanangestellte zu einem reduzierten Preis verkauft werden und dies zu den Einkünften des Kirchenstaats beitrage, sei es nicht gerechtfertigt, Leben zu gefährden.

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Die „ewige“ Kontroverse um Haeckels Embryos

Ernst Haeckel im Jahr 1906, als er den deutschen Monistenbund gründete. Bild: standard.de
Ernst Haeckel war der wichtigste Propagandist von Charles Darwin. Arbeitete er mit dabei Fälschungen? Nick Hopwood ging der Frage nach

Von Klaus Taschwer | derStandard.de

Sein Kampfname „General-Feldmarschall des Darwinismus“ war gut gewählt. Tatsächlich gab es nur wenige Streiter für die Evolutionstheorie, die sich so militant für sie einsetzten und damit so nachhaltigen Erfolg hatten wie der deutsche Mediziner und Biologe Ernst Haeckel (1834–1919). Wenn sein Name im Vergleich zu dem von Charles Darwin heute eher vergessen ist, so war Haeckel doch rund um den Ersten Weltkrieg im deutschsprachigen Raum ein womöglich noch bekannterer Wissenschafter als sein bewunderter englischer Kollege.

Das hatte auch außerwissenschaftliche Gründe: So ließ sich Haeckel 1904 vor dem Denkmal Giordano Brunos in Rom zum „Gegenpapst“ ausrufen. Der von ihm wenig später gegründete Monistenbund – eine Art atheistische Weltanschauungsbewegung – hatte im deutschsprachigen Raum bis zu 6.000 Mitglieder, darunter zahlreiche Universitätsprofessoren. Die Politik bezeichnete Haeckel als „angewandte Biologie“, und er selbst avancierte zum Vordenker einer sozialdarwinistischen Eugenik.

Autor zahlreicher Bestseller

Bekannt wurde Haeckel aber vor allem durch seine populärwissenschaftlichen Bücher: Sein Bestseller „Die Welträtsel“ (1899) war das bestverkaufte naturwissenschaftliche Sachbuch in Deutschland vor dem Ersten Weltkrieg. Und seine fantastisch illustrierten „Kunstformen der Natur“ (1904) sind kürzlich erst wieder in einer preiswerten Neuedition im Taschen Verlag veröffentlicht worden.

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Arbeitsrecht: Konfession steht als Jobkriterium bei kirchlichen Trägern in Frage

Bild: fis-kirchenrecht.de
  • Damit kirchliche Träger ihren Auftrag erfüllen können, ist es nach Ansicht des Generalanwalts am EuGH nicht notwendig, dass jeder Mitarbeiter auch dessen Konfession angehört.
  • Folgt der Gerichtshof seinem Schlussantrag, darf die Weltanschauung auch bei religiösen Organisationen kein Ausschlusskriterium für Bewerber mehr sein.
  • Nationale Gerichte müssten dann im Einzelfall entscheiden – mit guten Aussichten für Bewerber, die nicht der entsprechenden Kirche angehören.

Von Larissa Holzki | Süddeutsche.de

Wer bei einem kirchlichen Arbeitgeber tätig sein will, der muss auch dessen Konfession angehören. So haben es viele Träger von Pflegeheimen und Kindertagesstätten bisher gehandhabt. Der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) in Luxemburg hat nun beantragt: Die Konfession darf kein grundsätzliches Ausschlusskriterium mehr sein. Der Schlussantrag ist noch nicht bindend, die Richter des Gerichtshofs treten nunmehr in die Beratung ein – folgen in den allermeisten Fällen aber dem Schlussantrag.

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Krankenpfleger Niels H. ermordete mehr als 100 Patienten

Der wegen mehrfachen Mordes und Mordversuchs an Patienten angeklagte, ehemalige Krankenpfleger Niels H. kommt am 09.12.2014 in…FOTO: DPA
Die Liste der mutmaßlichen Verbrechen des ehemaligen Pflegers Niels H. wird länger. Die Ermittler gegen davon aus, dass er für den Tod von mindestens 106 Patienten verantwortlich ist.

DER TAGESSPIEGEL

Im Fall der Mordserie des ehemaligen Krankenpflegers und schon verurteilten Patientenmörders Niels H. aus Niedersachsen gehen die Ermittler inzwischen von 106 Toten aus. Dies teilten Polizei und Staatsanwaltschaft nach dem Abschluss weiterer toxikologischer Untersuchungen am Donnerstag in Oldenburg mit. Zuvor waren die Ermittler von 90 Taten ausgegangen.

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Auch Kinder haben ein Recht am eigenen Bild

(Foto: mauritius images)
Der kleine Maxi auf dem Töpfchen, die süße Ida in der Badewanne: Viele Eltern teilen ständig Fotos ihrer Kleinen in den sozialen Netzwerken. Das Kinderhilfswerk fordert: Hört auf damit!

Von Ulrike Heidenreich | Süddeutsche Zeitung

Es tut richtig weh, da hinzusehen. Ein nacktes Kleinkind mit Speckringen und Taucherbrille sitzt in einem Wäschekorb aus Plastik, die Eltern haben einen Propeller aus Pappe und zwei Flügel drangeklebt. Das Bild vom lustigen Baby, das gerade fliegen lernt, zeigen sie auf ihrem Facebook-Account. Wie mag es dem Kind gehen, wenn es älter ist und dieses Foto von sich im Internet entdeckt? Sei es auf Whatsapp, Facebook oder Instagram – Eltern verletzen zunehmend die Persönlichkeitsrechte ihrer Kinder im digitalen Raum. Oft unüberlegt, oft, um sich zu profilieren. Datenschützer sehen das mit Sorge. Das Deutsche Kinderhilfswerk startet an diesem Donnerstag eine Facebook-Kampagne – nicht etwa, um Kindern einen Leitfaden zu geben. Nein, um Väter und Mütter zu sensibilisieren, denen offensichtlich wenig peinlich ist.

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Nächtliche Wunden heilen langsamer

Wie schnell Wunden heilen, hängt vom Verletzungszeitpunkt ab – denn auch hier ist unsere innere Uhr im Spiel. © HG: narith/ thinkstock
Auf die Tageszeit kommt es an: Wie schnell eine Verletzung heilt, hängt auch davon ab, wann wir sie uns zuziehen. Verletzen wir uns tagsüber, benötigt die Wundheilung rund 60 Prozent weniger Zeit als bei nächtlichen Wunden, wie Forscher herausgefunden haben. Der Grund dafür: Auch die für die Wundheilung entscheidenden Zellen, die Fibroblasten, folgen dem Takt unserer inneren Uhr. Sie sind nachts weniger aktiv, wie die Wissenschaftler im Fachmagazin „Science Translational Medicine“ berichten.

scinexx

Unsere innere Uhr prägt nicht nur unsere Wach- und Schlafenszeiten, sie beeinflusst auch viele unserer Körperfunktionen. Unsere Körpertemperatur, der Blutdruck, die Hormonausschüttung und auch das Immunsystem verändern sich im Tag-Nacht-Rhythmus. Als interne Taktgeber dienen dabei spezielle Uhrengene in unseren Zellen, die mit einem zentralen Taktgeber im Gehirn synchronisiert sind – wie die diesjährigen Nobelpreisträger für Medizin herausfanden.

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Sexuelle Belästigung: Deutsche toleranter

Mit Harvey Weinstein begann die Debatte um sexuelle Belästigung und Missbrauch neu. Foto: dpa
Wo fängt sexuelle Belästigung von Frauen an? Die Antworten dazu fallen in Europa durchaus unterschiedlich aus.

Frankfurter Rundschau

Als Mann einer Frau einen Sexwitz erzählen? Oder einer Frau auf die Brüste schauen? Für die Mehrheit der Erwachsenen in Deutschland ist das anscheinend noch keine sexuelle Belästigung. Im europäischen Vergleich zeigen sie damit recht viel Toleranz, wie eine repräsentative Umfrage in sieben Ländern ergab.

Das Meinungsforschungsinstitut YouGov hatte im Oktober insgesamt 8490 Frauen und Männer in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Dänemark, Schweden, Finnland und Norwegen befragt. Da war die Debatte um Vorwürfe sexueller Übergriffe gegen Hollywood-Mogul Harvey Weinstein (65) bereits in vollem Gange.

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Vatikan will Umgang mit Priesterkindern regeln

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Die irischen Bischöfe haben es bereits getan, jetzt sollen nach dem Willen des Vatikan alle anderen nachziehen. In Rom arbeitet man derzeit an Richtlinien für dieses besonders heikle Thema.

katholisch.de

Der Vatikan will Richtlinien zum Umgang mit Priesterkindern und deren Vätern erlassen. Das geht aus einem jetzt bekanntgewordenen Brief der Päpstlichen Kinderschutzkommission von Ende Oktober hervor. Der Brief richtet sich an die Organisation „Coping International“, eine Selbsthilfeplattform von Kindern katholischer Priester.

Das Thema werde jene vatikanische Arbeitsgruppe bearbeiten, die auch die Richtlinien zur Prävention von Missbrauch in der Kirche entwickelt hat, heißt es in dem Schreiben, das „Coping International“ auf seiner Internetseite veröffentlichte. Die vatikanische Arbeitsgruppe will demnach auch mit der Organisation zusammenarbeiten und deren Vorschläge aufgreifen.

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Frankreich: Radikal gescheitert

Das Gefängnis Fresnes bei Paris. Etwa 400 Menschen sind derzeit wegen islamistischer Straftaten in Frankreich hinter Gittern. (AFP / PATRICK KOVARIK)
Der französische Staat steckt viel Geld in Anti-Islamismus-Programme. Nun stellt sich heraus, dass damit dubiöse Vereine gefördert wurden. Auch das staatliche Deradikalisierungszentrum steht vor dem Aus. Jetzt sollen Gefängnisse die Präventionsarbeit übernehmen.

Von Margit Hillmann | Deutschlandfunk

Esther Benbassa, grüne Senatsabgeordnete und Professorin für Religionsgeschichte an der Pariser Sorbonne, schlägt Alarm:

„Frankreichs Entscheidungsträger müssen zuerst einmal ihre Sichtweise ändern. Wird die Präventionspolitik nicht überdacht, wird der Kampf gegen die islamistische Radikalisierung weiter scheitern.“

Als gescheitert gelten die sogenannten Deradikalisierungsprogramme, mit denen in Frankreich ab 2014 Vereine und selbsternannte Spezialisten betraut wurden. Viel Geld- und Zeitverschwendung, kommentiert Esther Benbassa. Sie hat einen parlamentarischen Bericht über die französische  Deradikalisierungspolitik mitverfasst, der im Juli dem Senat übergeben wurde.

„Nicht alles war schlecht, einige kleine Vereine arbeiten seriös. Aber eine ganze Reihe Vereine und private Deradikalisierungsberater haben  enorme Summen vom Staat eingesackt. In einem Fall eine knappe Million – ohne nachvollziehbare Gegenleistungen. Mehrere Vereinsvorsitzende wurden unter anderem wegen Unterschlagung, Geldwäsche und Schwarzarbeit von der Justiz angeklagt.“

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Regierungs-Beauftragter für Religionsfreiheit gefordert

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Deutsche Evangelische Allianz fordern einen Beauftragten für Religionsfreiheit in der künftigen Bundesregierung.

evangelisch.de

Dies wäre ein bedeutendes Signal in einer Zeit schwerster Spannungen im Zusammenhang mit Religion, sagte IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin am Mittwoch in Berlin. Religionsfreiheit müsse ein Gesicht bekommen, sagte der Berliner Vertreter der theologisch konservativen Allianz, Uwe Heimowski. „Sobald ein Thema ein Gesicht bekommt, ist es medial auch viel besser präsent“, sagte er.

In welchem Ressort der Bundesregierung der oder die Beauftragte angesiedelt werden soll, ließen die Organisationen offen. Lessenthin sagte, solch eine Stelle gebe es auf EU- und auf UN-Ebene. Wenn Deutschland zu dem Thema einen positiven Beitrag leisten wolle, dürfe an der Stelle nicht gespart werden.

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Kakadus finden den Schlüssel zur Nuss

Zu Recht im Rampenlicht: Kakadus verblüffen immer wieder durch ihre erstaunlichen Fähigkeiten. © Bene Croy
Clevere Vögel: Wieder einmal haben Goffini-Kakadus ihrem Ruf als Werkzeug-Profis alle Ehre gemacht. Ein Experiment zeigt: Den Vögeln gelingt es, aus unterschiedlichen Objekten gezielt jenes herauszusuchen, das zu einem speziell geformten Loch in einer Box passt – und sich dadurch Zugang zu einer Nuss zu verschaffen. Besonders bemerkenswert: Die Kakadus kommen dabei sogar schneller zum Erfolg als Primaten. Vermutlich verlassen sie sich mehr auf ihren Sehsinn anstatt einfach „drauf los“ zu probieren.

scinexx

Die in Indonesien heimischen Goffini-Kakadus erweisen sich immer wieder als erstaunlich clever: Sie schlussfolgern logisch, knacken Tresore und wägen sehr genau ab, ob sich ein Einsatz lohnt. Zudem verfügen die Vögel über ein außerordentliches Talent beim Werkzeuggebrauch. Denn obwohl sie in ihrem natürlichen Lebensraum keine Werkzeuge benutzen, werden sie in Volieren zu Handwerkern und Bastlern. Dabei setzen sie ihnen dargebotene Hilfsmittel nicht nur geschickt ein. Sie stellen sich sogar selbst welche her und verbiegen zu diesem Zweck zum Beispiel Drähte oder knabbernsich Holzstückchen zurecht.

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Noch mehr Kirchensteuer! Ortskirchensteuer für Katholiken

Bild: tilly
6,15 Milliarden Euro haben die deutschen Katholiken 2016 in Deutschland an Kirchensteuer zahlen. Immer weniger Katholiken zahlen immer mehr. Doch es geht noch mehr: Das Bistum Speyer führt jetzt eine zusätzliche Ortskirchensteuer ein

kath.net

Die katholische Kirche in Deutschland hat 2016 so viel Kirchensteuern erhalten wie noch nie. Die Kirchensteuereinnahmen sind auf unglaubliche 6,15 Milliarden gestiegen, ein Anstieg von über 1 Prozent. Gleichzeitig geht die Mitgliederzahl immer weiter zurück. Doch es geht noch mehr. Jetzt möchte das Bistum Speyer eine sogenannte Ortskirchensteuer einzuführen. Im Saarland soll diese zusätzlich zur Kirchensteuer in den katholischen Pfarreien in Blieskastel, Gersheim und Mandelbachtal ab Januar 2018 erhoben. Dies berichtet der Saarländische Rundfunk. Die zusätzliche Kirchensteuer beträgt zehn Prozent der jährlichen Grundsteuer.

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Monsantos anderes Herbizid

Bild: Bernd Schröder
Die US-Umweltschutzbehörde EPA hat die Verwendung des Herbizids Dicamba eingeschränkt, doch Fachleute bezweifeln die Wirksamkeit der ergriffenen Maßnahmen

Von Bernd Schröder | TELEPOLIS

Mitte Oktober 2017 kam die US-Umweltbehörde EPA zu einer Übereinkunft mit Monsanto, BASF und DuPont, wie in der kommenden Saison 2018 Schäden begrenzt werden können, die auf eines ihrer Produkte zurückzuführen sind.

Die Unternehmen sind die Hersteller einer im November 2016 als Nachlaufherbizid zugelassenen Formulierung, die im Zusammenspiel mit genetisch modifiziertem Monsanto-Saatgut wirkt. Im Verlaufe des Jahres 2017 wurde eine massive Zunahme an Schadensmeldungen registriert, die mit unbeabsichtigten Effekten neuer Formulierungen des Herbizids Dicamba in Zusammenhang gebracht werden. Tausende Quadratkilometer mit nicht toleranten Nutzpflanzen bestandener Anbaufläche sind betroffen.

Bei Monsanto hatte man mit den neuen Saatgutlinien versucht, über Gentechnik im Verbund mit Alt-Herbiziden den um sich greifenden Resistenzen Herr zu werden und zu neuen Lösungen im Pflanzenschutz zu kommen, unter anderem durch eine Kooperation mit der BASF als wichtigstem Dicamba-Hersteller. Das Ziel: ein „Dicamba-basiertes Unkrautkontrollsystem der nächsten Generation“.

Dicamba oder 3,6-Dichlor-2-methoxybenzoesäure. Monsantos Formulierung (XtendiMax) senkt die Flüchtigkeit von Dicamba durch Salzbildung mit Diglycolamin. Die VaporGrip-Technologie soll sie um weitere 90% reduzieren. Doch Monsanto veröffentlicht keine Zahlen über die absoluten Mengen an Dicamba, die dennoch in die Gasphase gelangen. DuPont hat mit FeXapan ein ähnliches Produkt im Angebot. Die BASF-Lösung Engenia arbeitet mit BAPMA (N,N-bis-(3-aminopropyl)methylamin). Bild: Bernd Schröder

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Deutschland: Erster Lehrstuhl zur Christenverfolgung eingerichtet

Henryk Siemiradzki: Eine christliche Dirke. Clemens von Rom berichtet, dass Christinnen an die Hörner von Stieren gefesselt den Märtyrertod erlitten. Bild: wikipedia.org/PD
Die (evangelikale) Freie Theologische Hochschule in Gießen hat den Religions- und Missionswissenschaftler Prof. Christof Sauer als Professor berufen.

kath.net

Die (evangelikale) Freie Theologische Hochschule in Gießen hat als erste Hochschule in Deutschland einen Lehrstuhl für Christenverfolgung eingerichtet. Das berichtete die Evangelische Nachrichtenagentur „idea“. Als erste Lehrkraft wurde der Religions- und Missionswissenschaftler Prof. Christof Sauer berufen. Sauer ist Mitbegründer des Internationalen Instituts für Religionsfreiheit der Weltweiten Evangelischen Allianz.

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EKD auf Defizit aus Reformationsjubiläum vorbereitet

Bild: tilly
Das Reformationsjubiläum hat mehr Geld gekostet als erwartet und damit ein Loch im EKD-Haushalt hinterlassen. Der Ratsvorsitzende sieht darin jedoch keinen Grund zur Panik.

evangelisch.de

Das 500. Reformationsjubiläum hat bei der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ein Haushaltsloch hinterlassen, das nach den Worten des EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm aber nicht zu Einschnitten in anderen Bereichen führen wird. „So groß wird das Defizit nicht sein. Die EKD wird es tragen“, sagte Bedford-Strohm der „Zeit“-Beilage „Christ und Welt“.

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„Hitler-Unterschrift“ auf gefälschtem Asylbescheid

Der gefälschte Ablehnungsbescheid des BAMF Quelle: privat
Eine in Krefeld lebende Familie aus Syrien erhält einen angeblichen Asylbescheid, der sie zur Ausreise auffordert. Verfasser ist A. Reltih, rückwärts gelesen: A. Hitler. Zwei Wochen vorher war sie schon anonym bedroht worden.

Von Jörg Rößner | DIE WELT

Seit zwei Jahren lebt die syrische Familie mit drei minderjährigen Kindern in Deutschland. Weil der Mann in ihrer Heimatstadt Rakka von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verfolgt wurde, flohen sie über die Balkanroute zunächst nach Süddeutschland, bis sie über Rösrath bei Köln schließlich Anfang 2016 im Krefelder Stadtteil Hüls landeten. Die Frau war damals mit dem dritten Kind schwanger.

Ihr Asylantrag wird im Dezember vor einem Düsseldorfer Gericht verhandelt, so lange genießt die Familie den sogenannten subsidiären Schutz. Dieser greift laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), „wenn weder der Flüchtlingsschutz noch die Asylberechtigung gewährt werden können und im Herkunftsland ernsthafter Schaden droht“.

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„Keine Science-Fiction“: Synthetische Kraftstoffe vor Durchbruch

Automobilindustrie spricht von „faszinierender Zukunftsoption“ – APA/dpa/Bodo Marks
Einer deutschen Studie zufolge ist die Herstellung heute noch sehr teuer. Aber damit könnten auf Sicht die heutigen Motoren und Tankstellen weiter genutzt werden.

Die Presse.com

Künstlich erzeugte Kraftstoffe werden nach Einschätzung der Deutschen Energie-Agentur (Dena) bald eine große Rolle für den weltweiten Verkehr spielen. Die flüssigen oder gasförmigen Energieträger sind schon heute herstellbar, aber noch sehr teuer. Der Einsatz synthetischer Kraftstoffe in Verbrennungsmotoren werde neben die Elektromobilität treten. So heißt es in der am Mittwoch vorgestellten Dena-Studie, die der Verband der Automobilindustrie (VDA) in Auftrag gegeben hatte.

VDA-Präsident Matthias Wissmann sprach in Berlin von einer „faszinierenden Zukunftsoption“, weil dank E-Fuels die heutigen Motoren und Tankstellen weiter genutzt werden könnten. E-Fuels ist der englische Fachbegriff für synthetische Kraftstoffe, weil sie mit Hilfe von Strom aus Wasser und Kohlendioxid hergestellt werden. Stammt die Elektrizität aus erneuerbaren Quellen wie Sonne und Wind, dann sind die E-Fuels klimaneutral.

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„Antisemitismus ist Gotteslästerung“

Bild: Peter Laskowski/FB
Unter dem Titel „Antisemitismus – Vorurteile, Ausgrenzungen, Projektionen und was wir dagegen tun können“ haben die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die Union Evangelischer Kirchen in der EKD (UEK) und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) jetzt eine Informationsbroschüre herausgegeben, die über Erscheinungsformen, Hintergründe und Ursachen von Antisemitismus aufklärt.

EKD – Pressemitteilung

Nachdem Judenfeindschaft durch alle Jahrhunderte hin durch Lehre und Praxis der Kirchen begleitet hat, bekennt die Evangelische Kirche heute nicht nur ihre Mitschuld, sondern bezieht Stellung: Christlicher Glaube und Judenfeindschaft schließen einander aus. „Antisemitismus ist Gotteslästerung“, stellt die Broschüre unmissverständlich klar.

Antisemitismus ist nach wie vor eine Realität in unserer Gesellschaft. Er hat viele Gesichter: gewalttätige Übergriffe auf Jüdinnen und Juden, Schändung jüdischer Gräber, die Leugnung und Relativierung nationalsozialistischer Verbrechen gehören ebenso dazu wie Verschwörungstheorien und Hasspropaganda gegen den Staat Israel, die über soziale Medien Verbreitung finden. Auch in der Kirche begegnen antijüdische Klischees, wenn z.B. scheinheiliges Verhalten als „pharisäerhaft“ bezeichnet wird oder der biblische Satz „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ irreführend als alttestamentliches „Rachegebot“ bezeichnet wird.

Die Broschüre, die in Kirchengemeinden genutzt und verbreitet werden soll, gibt praktische Tipps zum Umgang mit Antisemitismus und Judenfeindschaft. „Der Widerspruch gegen Judenhass ist nicht nur die Sache einiger weniger, sondern eine Verantwortung aller Christen“, betonen die Herausgeber. Erarbeitet wurde das Heft von dem von EKD, UEK und VELKD gemeinsam getragenen Ausschuss „Kirche und Judentum“. Zu den Aufgaben dieses Gremiums gehört, den Kontakt zu jüdischen Gemeinden und zum Präsidium des Zentralrates der Juden in Deutschland zu pflegen und auszubauen sowie durch Stellungnahmen und Publikationen den christlich-jüdischen Dialog zu fördern.

Die Broschüre kann kostenlos bestellt werden beim Kirchenamt der EKD unter versand@ekd.de. Eine Onlinefassung wird auf den Seiten der EKD (www.ekd.de/publikationen) bereitgestellt und kann als PDF hier www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/2017_Antisemitismus_WEB.pdf heruntergeladen werden.

Hannover, 8. November 2017

Pressestelle der EKD/UEK
Carsten Splitt

Pressestelle der VELKD
Henrike Müller

‘Star That Would Not Die’ Explodes for a Record 600 Days

Comparison of 1954 outburst to 1993 shot. Image: POSS/DSS/LCO/S. Wilkinson
Most type II supernovae start to fade within 130 days, but this star couldn’t stop exploding.

By Becky Ferreira | MOTHERBOARD

Massive stars do not go gently to their deaths, opting instead to explode into radiant supernovae. These stellar detonations are among the brightest events in the observable universe, enabling thousands of them to be discovered and studied by astronomers.

But no known supernova has ever behaved like the one named iPTF14hls, which is described this week in Nature as „the star that would not die.“

First spotted in September 2014 by the Intermediate Palomar Transient Factory (iPTF) survey in San Diego, the luminous event was classified as a type II-P supernovainvolving a behemoth star at least 50 times more massive than the Sun. These catastrophic type II explosions normally shine for 130 days at the most, so astronomers were perplexed when iPTF14hls continued to sparkle well past this projected timeline.

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