Bundesweites Gedenken an die Opfer der NS-Novemberpogrome


KZ Auschwitz, Einfahrt. Bundesarchiv, B 285 Bild-04413 / Stanislaw Mucha / CC-BY-SA 3.0
In Berlin und weiteren deutschen Städten ist am Donnerstag an die judenfeindlichen NS-Pogrome vom 9. November 1938 erinnert worden. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfing 20 Vertreter des Internationalen Auschwitz-Komitees im Berliner Schloss Bellevue, darunter fünf Überlebende des Konzentrationslagers Auschwitz. Eine Veranstaltung mit Schülern fand im hessischen Hadamar statt, wo eine Gedenkstätte an die Opfer des Euthanasieprogramms der Nationalsozialisten erinnert.

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Der Antisemitismusbeauftragte der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Sigmount Königsberg, rief zum Engagement gegen Judenhass auf. Antisemitismus gebe es auch heute weiter „in den unterschiedlichsten Ausprägungen“, sagte er der „Berliner Morgenpost“ (Donnerstag). Antisemitismus sei nie verschwunden gewesen. Es gebe ihn bei der extremen Rechten, als Antizionismus getarnt bei Linken, im Islamismus wie auch in der Mitte der Gesellschaft. Ergänzt werde dieser Judenhass von den Stimmen, die wie Teile der AfD ein Ende des „Schuldkultes“ fordern.

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