Missbrauchsskandal: Ruhrbistum ließ Personalakten aller Priester untersuchen


Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck will die Aufklärung des Missbrauchsskandals in der Katholischen Kirche weiter vorantreiben. Eine Rechtsanwaltskanzlei durchforstete im Auftrag des Ruhrbistums die Personalakten aller noch lebenden Priester.

RP ONLINE

Im Bemühen um die Aufklärung sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen durch Priester hat das Ruhrbistum die Personalakten aller noch lebenden Priester und Diakone extern untersuchen lassen. Die beauftragte Kölner Rechtsanwaltskanzlei Axis fand dabei in 17 der 1549 untersuchten Akten bisher unbekannte Hinweise auf Missbrauch oder Grenzverletzungen. Ihnen ist das Bistum Essen nach eigenen Angaben inzwischen nachgegangen. Es habe sich kein weiteres Verfahren daraus ableiten lassen, teilte das Bistum am Donnerstag bei der Vorlage des Abschlussberichts in Essen mit. In den Personalakten der 85 Diakone hätten die Prüfer nichts Auffälliges entdeckt. Anlass für die externe Prüfung war die Aufdeckung eines Missbrauchsfalls bei einer bereits über fünf Jahre zurückliegenden internen Überprüfung der Akten.

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