Den Kontakt zur Natur verloren


foto: picturedesk / westend 61 / retales botijero Ab in die Wildnis: Die Kenntnisse über Wald und Wiese nehmen rasant ab, ebenso wie der Drang, sich in der Natur auszutoben.
Immer mehr junge Menschen wachsen auf, ohne mit der belebten Umwelt in Berührung zu kommen. Viele wissen kaum noch, was im Wald wächst oder wo die Sonne aufgeht

Von Juliette Irmer | derStandard.at

Irgendwann kommt jeder einmal zu dem Schluss, dass früher alles besser war: Kinder spielten auf der Straße Räuber und Gendarm, bauten Baumhäuser – aus Brettern und Planen, nicht aus Minecraft-Würfeln -, stauten Bäche auf und kamen abends dreckig nach Hause. Heute verbringen Kinder einen großen Teil ihrer Zeit in Innenräumen und kommen mit der Natur kaum noch in Berührung. Das Bild mag überzeichnet sein, der Trend aber scheint eindeutig.

Seit 20 Jahren verfolgt der „Jugendreport Natur“ das Verhältnis junger Menschen zur Natur. Für den 7. Report von 2016 wurden 1253 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen sechs und neun in Nordrhein-Westfalen befragt. „Die Ergebnisse zeigen deutlich: Die Distanz zur Natur wird immer größer“, sagt Rainer Brämer, Lehrbeauftragter am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Marburg und Initiator des „Jugendreports Natur“.

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