Straftäter nach Kabul abgeschoben


Polizisten überwachen eine Sammelabschiebung auf dem Flughafen Leipzig-Halle. Foto: Sebastian Willnow
Das Ministerium gibt Einzelheiten über die Männer aus Hessen bekannt, die bei der Sammelabschiebung nach Afghanistan dabei waren.

Von Pitt von Bebenburg | Frankfurter Rundschau

Das Innenministerium hat Einzelheiten über die drei Männer aus Hessen bekannt gegeben, die bei der bundesweiten Sammelabschiebung Ende Oktober nach Afghanistan gebracht wurden. Innen-Staatssekretär Werner Koch (CDU) sagte am Donnerstag im Innenausschuss des Landtags, ein Betroffener sei 65 Jahre alt und habe seit 1980 in Deutschland gelebt. Die anderen beiden Männer seien 31 Jahre alt und in den Jahren 2000 und 2009 in die Bundesrepublik gekommen. Alle drei hätten keine minderjährigen Kinder.

Ausreisepflichtige Afghanen aus mehreren Bundesländern waren am 24. Oktober von Leipzig nach Kabul geflogen worden. Menschenrechtsorganisationen und Wohlfahrtsverbände hatten protestiert. Sie halten die Lage in Afghanistan für so unsicher, dass niemand zwangsweise dorthin abgeschoben werden dürfe.

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