Lernen für Gott und Vaterland


„Im Gedenken an den 15. Juli, den Sieg der Demokratie und die Märtyrer“, steht auf diesem Büchlein, das schon im vergangenen September an türkische Schüler verteilt wurde. (Foto: Ozan Kose/AFP)
Liebe zur Heimat und zum Propheten statt Naturwissenschaften und Evolutionslehre: Türkische Schulen sollen künftig die „fromme Generation“ formen, die Präsident Erdoğan sich wünscht.

Von Luisa Seeling | Süddeutsche Zeitung

Charles Darwin hat es erwischt, seine Evolutionstheorie soll nicht mehr vorkommen. Der Mensch ist nicht das Ergebnis natürlicher Selektion, Gott hat ihn erschaffen – so sollen es türkische Schüler künftig lernen. Vermittelt werden soll ihnen auch der Dschihad, eine Ankündigung, die in säkularen Kreisen einen Aufschrei auslöste. Zwar beeilte sich Bildungsminister İsmet Yılmaz zu versichern, den Schülern solle nicht der Religionskrieg beigebracht werden, die wahre Bedeutung des Begriffs sei „Vaterlandsliebe“. Doch die Kritiker beruhigte das nicht. Die Regierung, schimpfte die säkulare Oppositionspartei CHP, plane „die Gehirne unserer kleinen Kinder mit derselben Haltung, die den Nahen Osten in ein Blutbad verwandelt“.

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