Licht legt in Flüssigkeiten immer dieselbe Strecke zurück


In transparenten Flüssigkeiten sind Lichtpfade geradlinig – in trüben Flüssigkeiten werden sie durch Streuung komplizierter. © TU Wien
Trotz Streuung: Egal wie klar oder trüb eine Flüssigkeit ist – das Licht legt darin immer dieselbe Wegstrecke zurück. Diese scheinbar widersinnige These haben Forscher nun experimentell bestätigt. Sie zeigen: Partikel in trüben Flüssigkeiten wie Milch streuen das Licht zwar und zwingen es zu Umwegen auf seinem Weg durch das Medium. Gleichzeitig werden viele Teilchen jedoch direkt nach dem Eindringen wieder nach draußen gelenkt. Als Folge werden manche Pfade des Lichts kürzer, andere länger – ein Effekt, der sich im Mittel offenbar immer ausgleicht.

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Wenn Licht in ein Glas mit Wasser fällt, durchdringt es die Flüssigkeit geradlinig und verlässt sie auf der gegenüberliegenden Seite. In einer Flüssigkeit wie Milch ist die Route dagegen komplizierter. Denn das Licht wird auf seinem Weg an winzigen Partikeln in der Flüssigkeit mehrfach gestreut: Es muss das Glas auf zackigen Bahnen durchqueren, wenn es an das gegenüberliegende Ende des Gefäßes gelangen soll. Dieser Effekt ist für die weiße Farbe der Milch verantwortlich.

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