Moralapostel Bedford-Strohm warnt Kirchen vor moralischen Appellen


Heinrich Bedford-Strohm (2011). Presseabteilung der Evang.-Luth. Kirche in Bayern. bearb. bb
Vor dem Kirchenparlament räumt Heinrich Bedford-Strohm ein, nicht wenige Menschen hätten sich von kirchlichen Stellungnahmen zur Flüchtlingspolitik unter Druck gesetzt gefühlt. Die EKD-Synode nahm am Sonntag in Bonn ihre Beratungen auf.

evangelisch.de

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat die Kirchen vor Moralisieren und einer Überforderung der Menschen gewarnt. Hinweise und Anregungen zu einer offenen Flüchtlingspolitik und zu tatkräftiger Nächstenliebe bei der Integration von Flüchtlingen hätten nicht wenige als unter Druck setzende Durchhalteparolen empfunden, räumte der bayerische Landesbischof am Sonntag zum Auftakt der EKD-Synode in Bonn selbstkritisch ein. Zugleich hob er die gewachsene Nähe von Protestanten und Katholiken im Jahr des 500. Reformationsjubiläums hervor.

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