Unbequeme Erinnerung


Blick auf das Dokumentationszentrum Topographie des Terrors. © Wolfgang Chodan / Stiftung Topographie des Terrors
Eine Ausstellung dokumentiert den Umgang mit NS-Täterorten

Von Sigrid Hoff | Jüdische Allgemeine

Vor den freigelegten Kellerresten des Gestapo-Hauptquartiers an der heutigen Niederkirchnerstraße stehen Dutzende von Besuchern, Jugendgruppen drängeln sich in den Räumen des Dokumentationszentrums Topographie des Terrors dahinter. Über eine Million Besucher im Jahr zählt allein dieser Ort. Von dem langen Weg, die Erinnerung an die NS-Terrorzentrale und andere Täterorte der Zeit im Gedächtnis der Stadt zu verankern, erzählt seit Freitag die Sonderausstellung Ausgeblendet. Der Umgang mit NS-Täterorten in West-Berlin.

Es ist die zweite Station der als Wanderausstellung konzipierten Schau, erarbeitet vom Verein Aktives Museum – Faschismus und Widerstand in Berlin e.V. sowie der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz aus Anlass des 25-jährigen Bestehen dieser Einrichtung. Historische Fotos, Zeitungsartikel, Plakate und zeitgenössische Exponate, reproduziert auf Tafeln und gegliedert in sieben Kapitel, dokumentieren den schwierigen Prozess bis zu einer Erinnerungskultur, die der Opfer gedenkt, aber auch die Orte der Täter nicht länger ausblendet.

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