Paradise Papers: Legionäre Christi dementieren Berichte zu Konten in Steueroasen

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Generaldirektion der katholischen Ordensgemeinschaft: Heute keine Beziehungen mehr mit unter Ordensgründer Maciel bestehenden und später geschlossenen Offshore-Gesellschaften

kath.net

Die katholische Ordensgemeinschaft der Legionäre Christi hat Medienberichte über existierende Konten in Steuerparadiesen zurückgewiesen. „Zum derzeitigen Moment besitzen die Legionäre Christi weder Offshore-Gesellschaften noch sind dort Gelder angelegt“, heißt es in einer Mitteilung der Pressestelle der Generaldirektion der Legionäre Christi in Rom vom Montagabend.

Italienische Medien hatten am Wochenende berichtet, in Panama existierten noch einige in den 1980er Jahren von Legionären Christi gegründete Offshore-Gesellschaften. Dies gehe aus den „Paradise Papers“ hervor, berichtete das italienische Magazin „L’Espresso“. Die Auswertung der Daten belege, dass Ordensgründer Marcial Maciel Degollado (1920-2008) etwa im Jahr 1994 in der Steueroase Bermuda eine Gesellschaft gründete, um in einer geheimen Kasse Einnahmen der Legionäre anzulegen – ohne Steuern zu zahlen. Ähnlich verfuhr der mexikanische Geistliche demnach in weiteren Fällen. Gemeinsam mit einigen engen Vertrauten soll er eine geheime, finanzielle Parallelstruktur geschaffen haben.

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Berliner Humanisten wollen gleichen Status wie Kirchen erhalten

Der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg soll einem Zeitungsbericht zufolge in Berlin als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt werden.

evangelisch.de

Ein entsprechender Vorschlag von Kultursenator Klaus Lederer (Linke) sollte am Dienstag in den Senat eingebracht werden, wie die „Berliner Morgenpost“ (Dienstag) unter Berufung auf Regierungskreise berichtete. Damit würde der Humanistische Verband den gleichen Status wie die Kirchen erhalten. Er hätte dann unter anderem die Möglichkeit, Steuern einzuziehen. Der Anerkennung steht nach Informationen der „Berliner Morgenpost“ im rot-rot-grünen Senat nichts im Wege.

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Verfassungsschutz warnt vor „Alltags-Antisemitismus“

Bild © picture-alliance/dpa
Tausende Kommentare aus sozialen Netzwerken hat der hessische Verfassungsschutz auf antisemitische Inhalte untersucht, das Ergebnis lässt die Alarmglocken läuten. Muslime und Rechte sind dabei gleichermaßen vertreten.

hessenschau.de

Der Anteil an antisemitischen Kommentaren mit muslimischem und derjenigen mit rechtem Hintergrund ist in sozialen Netzwerken ähnlich hoch. Zu dem Ergebnis kommt eine am Dienstag in Wiesbaden veröffentlichte Studie des hessischen Verfassungsschutzes.

Zehn Prozent der Kommentare antisemitisch

Für die Studie wurden etwa 7.000 Nutzerkommentare zu thematisch einschlägigen Beiträgen auf den Facebook- und Youtube-Kanälen großer deutscher Medien ausgewertet. Knapp zehn Prozent seien dabei als antisemitisch identifiziert worden, sagte die Leiterin der Analysestelle und Autorin der Studie, Ann-Christin Wegener, der Deutschen Presse-Agentur.

Die Expertin hatte die Kommentare vor allem auf politische und religiöse Hintergründe untersucht. Als Ergebnis der Auswertung habe sich eine zunehmende Bedeutung des Antisemitismus unter Muslimen bei gleichzeitig fortdauernder Existenz rechtspopulistischer und rechtsextremistischer Formen der Judenfeindschaft gezeigt, erklärte Wegener.

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„Ein Papst tritt herrschaftlich auf“

Papstkenner aus Leidenschaft: Volker Reinhardt lehrt und forscht in der Schweiz (Volker Reinhardt / privat)
Die Bischöfe von Rom werden erst Mitte des 4. Jahrhunderts zu echten Päpsten. „Eindrucksvolles Sich-Zeigen gehört zum Wesen des Papsttums“, sagte der Historiker Volker Reinhardt im Deutschlandfunk. Weltliche Herrscher und Kirche Arm in Arm – wie kam es dazu?

Volker Reinhardt im Gespräch mit Andreas Main | Deutschlandfunk

Main: Herr Reinhardt, im ersten Teil unseres Gesprächs haben wir über die ersten römischen Bischöfe gesprochen, die im eigentlichen Sinn noch keine Päpste waren. Heute geht es um den weiten Weg hin zur Symbiose von Imperium und christlicher Kirche. Welche Hürden mussten da genommen werden?

Reinhardt: Die erste ganz große Hürde ist der Kaiser in Byzanz, der sich als doppelter Herrscher versteht, als nicht nur als weltlicher, sondern auch als Bestimmer der Kirche. Das war unannehmbar für die Päpste. Und hier kommt es zu einem sehr langen Ablösungsprozess, der sich durch Jahrhunderte zieht, einem sehr konfliktreichen, in dem die Päpste auch mancherlei Verfolgung hinnehmen mussten.

Sie lösen dieses Problem am Ende genial. Sie orientieren sich nach Westen, wo es ihnen gelingt, ihren doppelten Primat, dem sich neuformierenden Frankenreich, ja, annehmbar zu machen. Also, es ist gewissermaßen eine Win-win-Situation mit den neuen Mächten im Westen, das heißt im heutigen Frankreich und teilweise im heutigen Deutschland. Und dem Papsttum ergibt sich eine Symbiose. Beide ziehen Vorteile daraus. Das ist sicher das wichtigste Hindernis.

Ein großes Hindernis ist natürlich auch die Forderung der östlichen Kirchen, mindestens gleichberechtigt zu sein. Dieses Problem löst man letztlich auf die brachialste Weise. Beide Kirchen trennen sich. Sie sind ja bis heute getrennt.

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Delfine geben sich Namen

Das Titelthema der aktuellen Ausgabe: Talk im Tierreich. Große Tümmler stellen sich ihren Artgenossen mit Namen vor. Der Biologe Mario Ludwig erläutert, wie sich Tiere verständigen. Foto: imago
Große Tümmler geben sich selbst einen Namen, manche Papageien wissen, was sie sagen. Biologe Mario Ludwig berichtet Erstaunliches über die Kommunikation von Tieren.

Von Pamela Dörhöfer | Frankfurter Rundschau

Wir Menschen haben leider keinen Einfluss auf unseren Namen, den wir ein Leben lang mit uns herumtragen müssen. Und bestimmt gibt es nicht wenige, die hadern mit dem, was sich die Eltern für sie ausgedacht haben.

Einem Großen Tümmler kann das nicht passieren. Diese Delfine geben sich selbst einen Namen (es sei denn, man wird als Hauptdarsteller einer Fernsehserie auserkoren und „Flipper“ genannt). Herausgefunden haben diese erstaunliche Tatsache schottische Wissenschaftler, der Biologe Mario Ludwig hat sie für sein Buch „Gut gebrüllt! Die Sprache der Tiere“ aufgeschrieben. Darin stellt er die verschiedenen Kommunikationsformen im Tierreich vor und versetzt die Leser ein ums andere Mal in Erstaunen. Dem Naturbuchautor gelingt das ganz leichtfüßig auf eine unterhaltsame Weise, ohne akademischen Jargon und mit einer bilderreichen, leicht verständlichen Sprache.

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Deutschland exportiert weiter Rüstungsgüter nach Saudi-Arabien

Trotz der angespannten Lage im Nahen Osten hat die Bundesregierung im dritten Quartal dieses Jahres Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien und Ägypten genehmigt.

evangelisch.de

Dies geht aus einer am Dienstag bekanntgewordenen Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor. Dem Evangelischen Pressedienst (epd) liegt die Antwort vor. Die „Süddeutsche Zeitung“ (Dienstag) hatte zuerst über die Genehmigungen berichtet.

Den Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums zufolge wurden im dritten Quartal Rüstungsgüter nach Saudi-Arabien im Wert von rund 148 Millionen Euro genehmigt. Im Vorjahreszeitraum waren es rund 40 Millionen Euro. Die Exporte nach Ägypten hatten ein Volumen von rund 298 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es rund 45 Millionen Euro.

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Schwiegermutter im Haus ist ein „Verhütungsmittel“

Bild: SWR.de
Frauen, die mit ihrer eigenen Mutter oder ihrer Schwiegermutter in einem gemeinsamen Haushalt leben, haben durchschnittlich weniger Kinder als jene, die nur mit ihrem Partner zusammenleben. Evolutionsbiologen und -biologinnen gingen bislang vom Gegenteil aus.

SWR.de

Wie wirkt sich die Anwesenheit der eigenen Mutter oder der Schwiegermutter im Haushalt auf die Fruchtbarkeit der Tochter beziehungsweise der Schwiegertochter aus? Über diese Frage ist in der Vergangenheit in der Anthropologie tatsächlich viel diskutiert worden.

Martin Fieder und seine Kolleginnen und Kollegen vom Department für Anthropologie der Universität Wien haben sich mit diesen Fragen beschäftigt und dabei auf eine Datenbasis von über 2,5 Millionen Frauen im Alter zwischen 15 und 34 Jahren aus 14 Ländern weltweit zurückgreifen können.

Wenige Großfamilien unter einem Dach

Die Ergebnisse sind überraschend, denn die gängige Theorie der Evolutionsbiologie ist: Wenn die Mutter oder die Schwiegermutter im Haushalt ist, wirkt diese unterstützend, da sie zum Beispiel bei der Erziehung der Kinder hilft.

Es handelt sich um eine interkulturelle Analyse, doch das Ergebnis ist einheitlich. Mit Ausnahme Pakistans wohnen die meisten Menschen nicht mit ihren Müttern oder Schwiegermüttern zusammen, sondern nur mit den Ehepartnern.

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Religionssoziologe fordert kürzere Gottesdienste – 140-280 Zeichen?

Messfeiern können sich durchaus mal in die Länge ziehen. In Anbetracht dessen fordert der Münsteraner Religionssoziologe Detlef Pollack kürzere Gottesdienste. Seiner Ansicht nach solle keine Messe länger als 50 oder 60 Minuten dauern.

domradio.de

Das sagte Pollack vor der in Bonn tagenden EKD-Synode. „Dass Menschen wegbleiben, hat zwar auch damit zu tun, dass sie etwa mit der Art der Predigt unzufrieden sind, aber vor allem, dass sie am Sonntagvormittag schlichtweg anderes zu tun haben, das ihnen wichtiger ist.“

Man erleichtere es Menschen, am Gottesdienst teilzunehmen, wenn er kürzer sei. Pollack berichtete auch von einem Gottesdienst in seiner eigenen Gemeinde: „Wenn das Orgelvorspiel schon verunglückt, dann tritt der Flötenkreis auf, das Gesinge hört nicht auf, die Jugendlichen machen ein Anspiel…“

Kaum Rückkehrbewegungen

Pollack betonte, dass die Kirche ihr Geld am Besten in die Kinder- und Jugendarbeit investieren sollte. Dies diene der religiösen Sozialisation der Menschen. Wer sich einmal von der Kirche verabschiedet hat, komme dagegen in der Regel nicht wieder.

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Stadtbäume wachsen schneller

Die Aufheizung von Stadtzentren verpasst Bäumen einen Wachstumsschub. © Moodboard/ thinkstock
Turbo-Wachstum: Bäume in den Zentren von Metropolen wachsen weltweit schneller als Bäume in ländlicher Umgebung, wie eine Studie zeigt. Demnach verschaffen höhere Temperaturen durch den städtischen Wärmeinseleffekt den Pflanzen einen Größenvorteil von 20 bis 25 Prozent. Künftig könnten die Landbäume jedoch aufholen. Denn durch den Klimawandel stellen sich auch auf dem Land allmählich Bedingungen ein, wie sie städtische Bäume bereits seit Längerem erleben.

scinexx

Ob in den Tropen, in gemäßigten Breiten und sogar bis in den hohen Norden: Bäumegibt es fast überall. Die Pflanzen sind ein wichtiger Bestandteil nahezu jeden Ökosystems. Sie bieten nicht nur einer Vielzahl von Tieren und anderen Pflanzen wertvollen Lebensraum, sondern prägen auch das lokale und globale Klima entscheidend mit.

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„Man kann nicht jedem erlauben, in einer Moschee zu predigen“

Der Toleranzminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Nahjan bin Mubarak Al Nahjan, in einem Palast in Abu Dhabi.FOTO: BENNO SCHWINGHAMMER/DPA
Deutsche Behörden würden Moscheen nicht genug kontrollieren, sagt ein Minister der Vereinigten Arabischen Emirate. „Wir denken, dass in Europa etwas passieren muss.“

DER TAGESSPIEGEL

Die nachlässige Kontrolle von Moscheen in Europa hat nach Ansicht eines emiratischen Ministers zu islamistischen Anschlägen auch in Deutschland geführt. „Man kann nicht einfach eine Moschee öffnen und jedem erlauben, dorthin zu gehen und zu predigen. Es muss eine Lizenz dafür geben“, sagte Scheich Nahjan Mubarak Al Nahjan, der das Ressort für Toleranz leitet, der Deutschen Presse-Agentur in Abu Dhabi.

In Deutschland, aber auch in Frankreich, Großbritannien oder Belgien hätten sich Muslime radikalisiert, weil die Gotteshäuser und Gemeindezentren nicht stark genug von den Behörden kontrolliert würden. „Wir haben immer unsere Hilfe angeboten, wir haben immer angeboten, Menschen auszubilden“, erklärte der Toleranzminister der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Bis heute sei sein Land aber nicht um Hilfe aus Europa gebeten worden.

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„Hormonpapst“ Huber für „Goldenes Brett vorm Kopf“ nominiert

Ein Impfgegner, der selbsternannte „König von Deutschland“ und ein an Schutzengel glaubender „Hormonpapst“ sind für das „Goldene Brett vorm Kopf“ nominiert.

Die Presse.com

Das „Goldene Brett vorm Kopf“, ein Negativpreis für den „größten antiwissenschaftlichen Unfug des Jahres“, wird am 23. November von der Skeptiker-Vereinigung GWUP (Gesellschaft zur Wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften) in Wien und Hamburg vergeben.

Mit seinen „antiwissenschaftlichen Behauptungen“ begründen die Skeptiker die Nominierung von dem immer wieder als „Hormonpapst“ titulierten Gynäkologen Johannes Huber, Professor an der Medizinischen Universität Wien. Konkret werden seine beiden Bücher „Es existiert: Die Wissenschaft entdeckt das Unsichtbare“ (2016) und „Der holistische Mensch: Wir sind mehr als die Summe unserer Organe“ (2017) genannt, in denen er „eine Vielzahl esoterischer Ideen präsentiert – von Schutzengel über magische Aura bis hin zu übersinnlicher Informationsübertragung und die Bedeutung früherer Leben für unser zukünftiges Schicksal“.

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Die neue Barbie trägt Hidschab

Barbie und ihr Vorbild: Die Säbelfechterin Ibtihaj Muhammad hält am 13.11.2017 in New York eine Barbie-Puppe aus der «Sheroes»-Kollektion in der Hand. ©DPA
Der Spielzeughersteller Mattel bringt eine neue Barbie auf den Markt. Sie gehört zur „Sheroes“-Kollektion und trägt einen Hidschab. Vorbild ist eine amerikanische Sportikone.

Frankfurter Allgemeine

Barbie bekommt einen Hidschab. Für die neue Puppe in der „Sheroes“-Kollektion hat die Säbelfechterin Ibtihaj Muhammad (31) als Vorlage gedient, wie der amerikanische Spielzeughersteller Mattel am Montag auf seiner Internetseite bekanntgab.

Dementsprechend trägt die Barbie den muslimischen Hidschab, ein Kopftuch, das Haare, Hals und Brust bedeckt. Als erste amerikanische Sportlerin mit Hidschab war Muhammad im vergangenen Jahr in Rio bei Olympia angetreten.

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Ayaan Hirsi Ali on free speech

Ayaan Hirsi Ali. Image: Church and State
When the Cartoon Crisis was at its peak in January and February 2006, I recognized among critical Muslims and ex-Muslims in the West a pattern similar to the one I had seen among Soviet dissidents. I found it striking that so many Muslim dissidents, regardless of where they positioned themselves in the political spectrum, supported the cartoons’ publication.

By Flemming Rose | Church and State

They viewed the drawings as input to the struggle for free speech and free religious exercise against totalitarian regimes and movements. Like the Soviet dissidents, they were speaking out against the fear society and warning of the consequences of bowing down to intimidation.

That view was evident in a manifesto published in several European newspapers (including Jyllands-Posten) in February 2006, titled “Together Facing the New Totalitarianism.”[1] That manifesto was a reaction against the violence and threats that had issued from publication of the cartoons. It was signed by prominent former Muslims and secular Muslims, all of whom had grown up in Muslim societies and were now critical of Islam as a political instrument of persecution wielded against freethinkers. All had personally received threats because of their opinions, though they assumed widely different political standpoints—from Iranian-born communist Maryam Namazie and left-wing activist Chahla Chafiq to the liberal Ayaan Hirsi Ali from Somalia; from practicing Muslim Irshad Manji to atheists Ibn Warraq and Salman Rushdie; from professors Antoine Sfeir and Mehdi Mozaffari to author Taslima Nasreen. In addition, the statement was signed by three French intellectuals: Bernard-Henri Lévy, Caroline Fourest, and Philippe Val. The latter two were from the satirical publication Charlie Hebdo, a magazine that was sued in 2007 for reprinting the cartoons, only to be acquitted.

The statement read:

After having overcome fascism, Nazism, and Stalinism, the world now faces a new global totalitarian threat: Islamism. We writers, journalists, intellectuals, call for resistance to religious totalitarianism and for the promotion of freedom, equal opportunity and secular values for all. Recent events, prompted by the publication of drawings of Muhammad in European newspapers, have revealed the necessity of the struggle for these universal values. This struggle will not be won by arms, but in the ideological field.

Islamism is a reactionary ideology that kills equality, freedom, and secularism wherever it is present. Its victory can only lead to a world of injustice and domination: men over women, fundamentalists over others. On the contrary, we must ensure access to universal rights for the oppressed or those discriminated against.

The statement concluded:

We refuse to renounce our critical spirit out of fear of being accused of “Islamophobia,” a wretched concept that confuses criticism of Islam as a religion and stigmatization of those who believe in it. We defend the universality of the freedom of expression, so that a critical spirit can exist in every continent, towards each and every maltreatment and dogma. We appeal to democrats and free spirits in every country that our century may be one of light and not dark.

As a reaction to the debate on the Muhammad cartoons, so-called Councils of Ex-Muslims were established in a number of European countries under the unifying banner “We have renounced religion!” The significance of this movement for people of Muslim background and their rights as individuals to convert, give up, or practice their religion can hardly be exaggerated, but it was also of considerable importance for Europe as a community upholding the freedom and rights of the individual. The Councils of Ex-Muslims began speaking out against the culture of fear in Muslim societies, challenging intimidation of the individual by Islamic movements and governments. Rejecting fear, they openly stepped forward and appeared, with their photographs, on websites and brochures for branches set up in Belgium, Denmark, Germany, Great Britain, Sweden, Switzerland, and other countries. It was a direct challenge to the totalitarian society, which can only exist as long as its people submit to the intimidation that forms the basis of social control.[2]

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„Warnung an Menschheit“: 15.000 Forscher unterstützen dramatischen Umwelt-Appell

nasa Um unseren Planeten, hier in der ikonischen Blue-Marble- Aufnahme der Apollo-18-Mission vom Dezember 1972, steht es gar nicht gut.
In acht von neun entscheidenden Problemfeldern für den Umweltschutz hat es seit 1992 Rückschritte gegeben

derStandard.at

Es ist genau 25 Jahre her, dass 1700 Wissenschafter – darunter etliche Nobelpreisträger – neun besonders drängende Problemfelder für die Zukunft unseres Planeten benannten: Dazu gehörten damals unter anderem der Klimawandel, die Abholzung der Wälder, die Geburtenexplosion oder das Schwinden der Artenvielfalt. Diese damalige Initiative für besseren Umweltschutz hat nun eine Version 2.0 erhalten. Und die fällt ernüchternd aus.

Wenig Grund für Optimismus

Der Zeitpunkt des neuen Aufrufs kommt nicht zufällig: Bei der Weltklimakonferenz in Bonn soll dieser Tage entschieden werden, wie das Pariser Klimaabkommen umgesetzt werden kann. Und die neuesten Daten in Sachen CO2-Ausstoß geben wenig Grund zu Optimismus: Nach Jahren der Stagnation erreicht der globale Ausstoß von Treibhausgasen heuer voraussichtlich ein Rekordhoch.

Nun sind es mehr als 15.000 Forscher aus 184 Ländern, die diese noch eindringlichere „Warnung an die Menschheit“ unterzeichnet haben, zumal sich die Lage unseres Planeten seit 1992 zum Teil dramatisch verschlechterte, wie das Autorenteam um Thomas Newsome (Universität Sydney) im Fachblatt „BioScience“ berichtet.

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Reformationsjubiläum kostet 6,5 Millionen mehr in 2017

Bild: tilly
Das Reformationsjubiläum wird teurer als geplant. Der Mehraufwand wird aus den Rücklagen der EKD finanziert.

Von Hanno Terbuyken | evangelisch.de

6,5 Millionen Euro mehr als geplant hat die Evangelische Kirche in Deutschland für das Reformationsjubiläum 2017 ausgegeben. Mit dem Geld stützt die EKD den Verein Reformationsjubiläum e.V. Neben diesem Zuschuss für das laufende Jahr sind im Haushalt der EKD auch 3,5 Millionen Euro für „möglicherweise notwendige weitere Zuwendungen“ für das Festjahr vorgesehen. Im Haushalt 2018 sind weitere zwei Millionen Euro für die Abwicklung des Reformationsjubiläums eingeplant.

Ratsmitglied Andreas Barner, der den Haushaltsentwurf in die Synode einbrachte, nannte dieses Geld „eine bewusste Investition in die Sichtbarmachung“ der Kirche, des christlichen Glaubens und der Bedeutung der Reformation. Barner sagte aber auch: „Jede Investition bedarf der kritischen Nachbetrachtung, ob die Ziele erreicht wurden. Diese kritische Analyse hat sich der Rat vorgenommen.“ Die Zusatzkosten werden aus den Rücklagen der EKD finanziert.

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Das verklärte Erbe des Kemalismus

Bild. Qantara.de
Das Narrativ einer „aufgeklärten“ und mehr oder weniger demokratischen Türkei, die von Erdoğan zerstört werde, darf nicht unwidersprochen im Raum stehen bleiben, meint der Islamwissenschaftler Tayfun Guttstadt in seinem Kommentar.

Qantara.de

Die politische Lage in der Türkei ist offensichtlich dramatisch, aber auch ebenso kompliziert. Der türkische Präsident Erdoğan hat es geschafft, eine in der Geschichte der Türkei einmalige Machtfülle in seinen Händen zu konzentrieren. Doch ist dieser Zustand wirklich einmalig? Nein – auch der Staatsgründer Atatürk hat 15 Jahre als Alleinherrscher über die frühe Republik geherrscht, die damals ein Einparteienstaat war. Erst sein frühzeitiger Tod 1938 entriss ihm die Macht.

Bis dahin herrschte Atatürk allein über alle erdenklichen Dimensionen der Innen- und Außenpolitik. Selbst Kleidung und Musik wurden seinen Vorstellungen angepasst. Die Erschaffung einer absolut homogenen Gesellschaft war das Ziel: „ein Volk, eine Sprache, eine Flagge, ein Staat“ – an diesem Ausspruch Atatürks orientierte sich auch seine Politik. Heute ist es eines der Lieblingszitate Erdoğans. Die Säuberung der eigenen Reihen ist ebenfalls keine Erfindung Erdoğans – selbst die engsten Vertrauten mussten mit Entlassung oder sogar Strafe rechnen, sollten sie Atatürk widersprechen.

Das politische Erbe Atatürks

Nicht nur das autoritäre Erbe, inklusive einem hinter religiöser Heiligenverehrung nicht zurückstehenden Führerkult um seine Person, auch sein politisches Vermächtnis ist von den aktuellen Entwicklungen in der Türkei nicht zu trennen. Dieses drückt sich aus in einer oberflächlich sehr strikten Trennung von Religion und Staat bei gleichzeitiger Erhebung des Sunnitentums zur Staatsreligion und tragender Säule des Nationalcharakters.

Das Alevitentum beispielsweise wurde zu Atatürks Zeiten noch nicht einmal namentlich erwähnt. Die allseits sehr beliebten Bilder der Frauen im schicken Minirock aus den 1930ern sollten nicht den Eindruck erwecken, damals habe ein wirklicher Säkularismus geherrscht – geschweige denn Demokratie oder Meinungsfreiheit in irgendeiner Form.

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Astronomen entwerfen den Stammbaum der Planeten

Die Planeten unseres Sonnensystems sind unterschiedlich alt. Jupiter ist dabei der älteste Planet. Pluto gilt seit 2006 nicht mehr als Planet – er ist zu klein Quelle: Getty Images – Montage WELT
Die Planeten unseres Sonnensystems entstanden nicht alle zur gleichen Zeit. Jupiter wurde als erster geboren. Das haben Forscher aus Münster bewiesen. Und ein naher Nachbar ist älter als die Erde.

Von Guido Meyer | DIE WELT

Im Jahr 2006 hatten sich die Astronomen entschlossen, eines der Familienmitglieder im Sonnensystem auszuschließen – den Pluto. Seitdem besteht diese Familie nur noch aus acht Planeten. Manche sind riesige Gasbälle, so wie Saturn, andere bestehen aus Metall und Gestein, wie der Mars. Und wie in jeder Familie gibt es ein Schwarzes Schaf.

Das wäre in diesem Fall die Erde, ist sie doch das einzige Familienmitglied, das lebendigen Nachwuchs hervorgebracht hat. Aber wer ist in diesem kunterbunten Haufen eigentlich der Senior? Und wer der Junior? Bislang gab es keinen Stammbaum des Sonnensystems. Doch jetzt steht zumindest fest, wer das älteste Mitglied der Planetenfamilie ist.

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Kirche und Diakonie sind konfrontiert mit Hate Speech

Kirchen und die Diakonie sind in den sozialen Netzwerken zunehmend mit Hetze und Hassrede, der sogenannten „Hate Speech“, konfrontiert. Immer wieder wird die Grenze zu Beleidigung, Verunglimpfung oder sogar Drohung überschritten. Viele dieser Mails und Kommentare in den sozialen Netzwerken sind mit dem Themenfeld „Vielfalt“ verknüpft und äußern sich zu Flüchtlingen, Gender oder Homosexualität.

EKD

„Vertreterinnen und Vertreter von Theorien aus der Genderforschung begegnen in einem solchen Maße Verzerrungen ihrer Darstellungen, Aufrufen zur Gegenwehr und Hass schürenden Feindbildern, wie kaum an anderer Stelle. Angesichts dessen sah sich das Studienzentrum der EKD für Genderfragen in Kirche und Theologie veranlasst, eine wissenschaftliche Studie durchzuführen, die analysiert, ob und wie Kirche und Diakonie von Hate Speech betroffen sind, wenn sie sich zu Vielfaltsthemen äußern. Darauf basierend haben wir ganz konkrete Hilfestellungen für kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Zusammenhang mit Hass und Diffamierungen im Internet erarbeitet“, sagt Ellen Radtke, Studienleiterin im Studienzentrum für Genderfragen.

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Paradise Papers: Türkischer Ministerpräsident verklagt „Cumhuriyet“

Wohl doch nicht so gelassen: der türkische Ministerpräsident Binali Yıldırım. (Foto: AFP)
  • Binali Yıldırıms Söhne sollen mehrere Offshore-Firmen besitzen. Das berichtete die Zeitung Cumhuriyet im Rahmen der Paradise Papers.
  • Der türkische Ministerpräsident sieht in den Enthüllungen genug Anlass, um Cumhuriyet nun zu verklagen – wegen Verleumdung und Verletzung der Persönlichkeitsrechte.

Von Luisa Seeling | Süddeutsche Zeitung

Zunächst versuchte der türkische Ministerpräsident Binali Yıldırım, die Offshore-Vorwürfe herunterzuspielen. Auf Berichte der Tageszeitung Cumhuriyet angesprochen, wonach seine beiden Söhne Schiffsfirmen auf Malta besitzen, erklärte der 61-Jährige, diese Unternehmen seien „offen und klar“. Der maritime Sektor sei ein globales Geschäft, es gebe da keine Geheimnisse.

Doch ganz so gelassen, wie Yıldırım sich nach den Enthüllungen gab, war er wohl doch nicht. Am Wochenende verklagte die Familie die oppositionelle Zeitung auf Schmerzensgeld, umgerechnet etwa 110 000 Euro fordern der Vater und seine Söhne, wegen Verletzung von Persönlichkeitsrechten und Verleumdung, wie Cumhuriyet meldet.

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CRISPR Can Now Edit Genes Using Nanoparticles Instead of Viruses

Image: MOTHERBOARD
The new delivery mechanism completely turned off a gene responsible for high cholesterol in mice.

By Daniel Oberhaus | MOTHERBOARD

Since its was first harnessed by scientists in 2013, the natural gene-editing technology known as CRISPR has sparked a designer baby controversy, dreams of ending hereditary diseases, and fears of sophisticated biological terrorism. Yet for all of CRISPR’s peril and promise, figuring out a way to effectively deliver the system to the target DNA has remained a significant technical hurdle.

 Usually, a CRISPR system—which consists of an enzyme called Cas9 that cuts out a portion of a target DNA strand, as well as a short strand of RNA that guides the enzyme to its target—catches a ride through the body in a virus. This is a less than ideal solution because patients receiving a CRISPR treatment can quickly develop, or may already possess, antibodies that would destroy it.

As detailed today in Nature Biotechnology, a team of researchers at MIT has created a highly effective, non-viral solution: a nanoparticle system that can deliver CRISPR to target genes. Moreover, the nanoparticle CRISPR-delivery system was able to completely turn off a gene responsible for high cholesterol level when administered to mice.

The group was led by MIT research scientist Hao Yin and associate professor of chemical engineering Daniel Anderson, both of whom have made ground-breaking discoveries in the science of gene editing in recent years.

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