Paradise Papers: Türkischer Ministerpräsident verklagt „Cumhuriyet“


Wohl doch nicht so gelassen: der türkische Ministerpräsident Binali Yıldırım. (Foto: AFP)
  • Binali Yıldırıms Söhne sollen mehrere Offshore-Firmen besitzen. Das berichtete die Zeitung Cumhuriyet im Rahmen der Paradise Papers.
  • Der türkische Ministerpräsident sieht in den Enthüllungen genug Anlass, um Cumhuriyet nun zu verklagen – wegen Verleumdung und Verletzung der Persönlichkeitsrechte.

Von Luisa Seeling | Süddeutsche Zeitung

Zunächst versuchte der türkische Ministerpräsident Binali Yıldırım, die Offshore-Vorwürfe herunterzuspielen. Auf Berichte der Tageszeitung Cumhuriyet angesprochen, wonach seine beiden Söhne Schiffsfirmen auf Malta besitzen, erklärte der 61-Jährige, diese Unternehmen seien „offen und klar“. Der maritime Sektor sei ein globales Geschäft, es gebe da keine Geheimnisse.

Doch ganz so gelassen, wie Yıldırım sich nach den Enthüllungen gab, war er wohl doch nicht. Am Wochenende verklagte die Familie die oppositionelle Zeitung auf Schmerzensgeld, umgerechnet etwa 110 000 Euro fordern der Vater und seine Söhne, wegen Verletzung von Persönlichkeitsrechten und Verleumdung, wie Cumhuriyet meldet.

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