Religionssoziologe fordert kürzere Gottesdienste – 140-280 Zeichen?


Messfeiern können sich durchaus mal in die Länge ziehen. In Anbetracht dessen fordert der Münsteraner Religionssoziologe Detlef Pollack kürzere Gottesdienste. Seiner Ansicht nach solle keine Messe länger als 50 oder 60 Minuten dauern.

domradio.de

Das sagte Pollack vor der in Bonn tagenden EKD-Synode. „Dass Menschen wegbleiben, hat zwar auch damit zu tun, dass sie etwa mit der Art der Predigt unzufrieden sind, aber vor allem, dass sie am Sonntagvormittag schlichtweg anderes zu tun haben, das ihnen wichtiger ist.“

Man erleichtere es Menschen, am Gottesdienst teilzunehmen, wenn er kürzer sei. Pollack berichtete auch von einem Gottesdienst in seiner eigenen Gemeinde: „Wenn das Orgelvorspiel schon verunglückt, dann tritt der Flötenkreis auf, das Gesinge hört nicht auf, die Jugendlichen machen ein Anspiel…“

Kaum Rückkehrbewegungen

Pollack betonte, dass die Kirche ihr Geld am Besten in die Kinder- und Jugendarbeit investieren sollte. Dies diene der religiösen Sozialisation der Menschen. Wer sich einmal von der Kirche verabschiedet hat, komme dagegen in der Regel nicht wieder.

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