BND-Chef Kahl: „Bei der Krim brauchen wir uns keine Hoffnung mehr zu machen“


Bruno Kahl bei seiner Rede. Foto: Hanns-Seidel-Stiftung/Thomas Reiner
Rede soll Beginn einer „Öffentlichkeits-Offensive“ des Bundesnachrichtendienstes sein – neuer Studiengang „Master of Intelligence“ für Nachwuchsagenten

Von Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

Bruno Kahl ist seit Juli 2016 Präsident des deutschen Auslandsgeheimdiensts BND, trat aber bislang kaum in der Öffentlichkeit in Erscheinung. Das soll sich nun ändern. Eine Grundsatzrede, die er gestern vor etwa 300 Zuhörern hielt, war der veranstaltenden Hanns-Seidel-Stiftung (HSS) zufolge der Beginn einer „Öffentlichkeits-Offensive“. Im Rahmen dieser Offensive rechtfertigte Kahl unter anderem den teuren (und entsprechend umstrittenen) Umzug seiner 4.000-Mitarbeiter-Behörde nach Berlin, wo man der Politik näher sei, und kündigte einen neuen Studiengang „Master of Intelligence“ an, in dem gezielt Nachwuchsagenten ausgebildet werden sollen.

Der Bundesnachrichtendienst ist Kahl zufolge auch ein gutes Vierteljahrhundert nach dem Ende des Kalten Krieges eine sinnvolle Einrichtung. Dafür führte er mehrere Gründe an: Einer davon ist seiner Ansicht nach die Gefahr, die sich mit dem technischen Fortschritt ergibt. Deshalb will er die Technikexperten des BND (die nicht nach Berlin ziehen, sondern in Pullach bleiben) in Fragen wie dem Schutz von Daten und digitalen Infrastrukturen eng mit dem Forschungsinstitut Cyber Defence der Universität der Bundeswehr in München zusammenarbeiten lassen.

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