„Intellektuelle Monokultur“ im Westen


Nassim Taleb. Bild: BBI
Nassim Taleb, Autor des Bestsellers der „Schwarzen Schwäne“, spricht gegenüber einer russischen Zeitung von einer Inquisition in der medialen Berichterstattung

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Die „Schwarzen Schwäne“ haben den Amerikaner Nassim Taleb wirklich bekannt gemacht, obgleich er schon 2001 zur Zeit der Dotcom-Krise von der Epistemologie des Zufalls sprach und darüber ein Buch geschrieben hat. In dem 2007 erschienene Buch „Schwarze Schwäne“ des umtriebigen und querdenkenden Börsenhändlers, Risikoanalytikers, Wissenschaftlers und Philosophen, sagte er nicht nur die Finanzkrise voraus, sondern erörtert er unser prinzipiell fehlendes Wissen über die Zukunft, in der es immer wieder zu unvorhergesehenen, zwar seltenen, aber mitunter schwerwiegenden Ereignissen kommt, eben den „Schwarzen Schwänen“, über die man keine Theorie bilden kann.

Sein Buch, das gegen die Theoretiker in allen Disziplinen gerichtet war, wurde zum Bestseller und fand sich auch bei vielen Intellektuellen, unabhängig davon, ob es gelesen wurde oder nicht. Schon der Titel klang attraktiv und geheimnisvoll, der sich in Wissenschaft und Philosophie herumtreibende erfolgreiche Börsenspekulant, der das Spiel mit dem Zufall kennt, trug zur Prominenz bei.

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