Immer mehr muslimischer Antisemitismus an Schulen


Ein Schüler der Talmud Tora Schule in Hamburg schreibt das Alphabet auf hebräisch an die Tafel. Unten steht das Wort „lernen“. (picture alliance / dpa)
„Du Jude“, „Du jüdisches Opfer“ – Beschimpfungen wie diese sind auf Schulhöfen keine Seltenheit mehr. Nach einer Umfrage des American Jewish Committee gehört Antisemitismus von Muslimen an Berliner Schulen zum Alltag. Der Zentralrat der Juden warnt in einigen Fällen sogar davor, sich als jüdisch zu erkennen zu geben.

Von Manfred Götzke | Deutschlandfunk

Es ist wenig los auf dem Sportplatz in Köln Kalk, an diesem warmen Herbstnachmittag. Zwei junge Mütter beaufsichtigen ihre Kinder am Klettergerüst. Auf den Bänken vor dem Fußballfeld chillen Jugendliche. Sie kommen aus der Türkei, aus Marokko, aus Afghanistan, sind alle muslimischen Glaubens – und haben eine klare Meinung zu Juden. Keine gute.

„Ich hasse die. Die sind einfach so schlimm. Die sind Bastarde einfach.“

Der 14-jährige Ahmed zuckt mit den Schultern. Warum er Juden für Bastarde hält? Kann oder will er nicht begründen. Er selbst kennt auch keine Juden. Das sei einfach so. Seine Kumpels grinsen, manche nicken.

„Die sind scheiße einfach. Die sind Problem, die sind das Problem.“

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