Das Ende der Diesellegende


Ob beten hilft? Ein indischer Geistlicher segnet eine Tanksäule auf einem Hindu-Festival. Foto: rtr
Autoprofessor Ferdinand Dudenhöffer räumt mit dem Argument auf, Dieselmotoren stoßen weniger CO2 aus als Benziner.

Von Stefan Sauer | Frankfurter Rundschau

Eines der unverwüstlichen Argumente für den Dieselantrieb lautet: Die Aggregate seien vergleichsweise klimafreundlich, weil sie geringere Mengen des Treibhausgases CO2 ausstoßen als Benziner. Und eben deshalb sei die niedrigere Besteuerung des Dieselkraftstoffs, die in den ersten Jahren der Bundesrepublik zugunsten des Schwertransports und der Landwirtschaft eingeführt wurde und derzeit 18 Cent pro Liter beträgt, weiterhin gerechtfertigt.

So argumentieren etwa Union und Kanzlerin Angela Merkel, wenn es gilt, Forderungen nach einem Ende des Dieselsteuerprivilegs abzuwehren. Bleibt die Frage: Stimmt das Klima-Argument? Stoßen Dieselfahrzeuge tatsächlich spürbar weniger CO2 aus als Benziner? Der auf die Automobilwirtschaft spezialisierte Ökonom Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen kommt in einer Datenanalyse, die der FR exklusiv vorliegt, zu einem eindeutigen Ergebnis: „Die Behauptung, der Diesel sei notwendig für den Klimaschutz, ist eine Legende.“

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