Invasion der Quallen


Ohrenqualle (Aurelia aurita). Foto: Julian Fahrbach (CrazyBiker 84) / CC BY-SA 3.0 DE
Überfischung, Klimawandel und Nährstoffeinträge sind nur einige der Ursachen dafür, warum sich Quallen in den Meeren ausbreiten und andere Arten verdrängen

Von Susanne Aigner | TELEPOLIS

In die Schlagzeilen geraten Quallen immer dann, wenn sie zu Tausenden die Zuflüsse von Atom- oder Wasserkraftwerke verstopfen, wenn sie die Netze der Fischer an der Atlantikküste oder am Golf von Mexiko überschwemmen oder ihr massenhaftes Auftreten Urlaubern den Badespaß verdirbt.

Ein großes Problem sind die landwirtschaftlichen Dünger, die in die Meere gespült werden und die küstennahen Gewässer mit Nährstoffen anreichern. Dies fördert die Algen, die den kleinen Krebstierchen, auch Zooplankton genannt, als Nahrung dienen. Zooplankton wiederum ist die Hauptnahrung von Quallen. So werden die Nesseltiere, die sich aktiv nur nach oben oder unten bewegen können, manchmal von Wind und Strömung zusammen geschoben und an bestimmten Küstenabschnitten abgeladen.

Seit einigen Jahren warnen Wissenschaftler vor einer steigenden Anzahl großer Quallenblüten, welche sich in Zyklen herausbilden: Brechen diese nach einigen Wochen plötzlich zusammen, werden große Mengen an organischer Masse freigesetzt, die unter anderem einen Mangel an Sauerstoff erzeugen.

In einer Studie von 2016 untersuchten australische und amerikanische Wissenschaftler die biochemischen und ökologischen Auswirkungen der Zersetzung von Quallen anhand der Art Catostylus mosaicus carrion, die sie einer flachen Küstenlagune in New South Wales/Australien aussetzten.

weiterlesen