Kommt das Gold aus dem Erdmantel?

Wie Goldlagerstätten in der Erdkruste entstehen, ist bisher nur in Teilen geklärt. Jetzt zeigt sich, dass dieses Gold einen tiefen Ursprung haben könnte. © bidnarchuk/ thinkstock
Tiefe Wurzeln: Zumindest ein Teil des irdischen Goldes könnte ursprünglich nicht aus der Erdkruste, sondern aus dem Erdmantel stammen. Darauf deuten geochemische Gesteinsanalysen in der Goldlagerstätte Deseado in Patagonien hin. Demnach gelangte das Gold dieses Vorkommens erst durch einen zweischrittigen geologischen Prozess aus dem Erdmantel in höhere Schichten. Nach Ansicht der Forscher könnte das Edelmetall auch in anderen Lagerstätten einen tieferen Ursprung haben als bislang angenommen.

scinexx

Das wertvolle Edelmetall Gold gibt noch immer Rätsel auf. Denn dieses Element ist zwar im größten Teil der Erdkruste extrem rar, kommt aber in einigen Erzlagerstätten gehäuft vor. Wie sich dieses Gold einst dort anreicherte, ist bisher nur in Teilen aufgeklärt. „Die Suche nach Gold hat Expeditionen und Wanderungen gefördert und sogar Kriege ausgelöst, aber über den wahren Ursprung dieses Edelmetalls wissen wir noch immer kaum etwas“, erklärt Santiago Tassara von der Universität Chile.

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Insektenschwundleugner gegen Untergangspropheten

Pollensammlerin
Honigbiene (CC-by Christopher Down aka Neurolysis)
Seit Donald Trump vor einem Jahr US-​Präsident geworden ist, haben wir uns fast schon daran gewöhnt: Was einmal in großen Tönen „post-​faktisches Zeitalter“ genannt wurde, ist Alltag geworden. Die USA mögen aus dem Geist der Aufklärung entstanden sein, regiert werden sie aber von einem Mann, dem keine Lüge zu billig und keine falsche Behauptung zu peinlich ist – solange sie der Durchsetzung seiner Interessen dienen.

Von Christian Schwägerl | RiffReporter

Der Aufstieg Trumps war von Veränderungen im öffentlichen Diskurs begleitet, die mit dem Begriff „post-​faktisch“ bezeichnet wurden. Post-​faktisch, das soll heißen, dass wissenschaftliche Evidenz nicht mehr allgemein anerkannt wird, dass Anekdoten, Stimmungen und Interessen dominieren und eben alles so hingebogen wird, bis es das eigene Weltbild bestätigt. Zum Post-​Faktischen gehört auch eine grundsätzliche Feindseligkeit gegenüber dem ergebnisoffenen, empirischen Forschungsprozess und gegenüber dem Expertenwissen, das er hervorbringt. Die Weigerung Trumps, die Erkenntnisse der Klimaforschung ernst zu nehmen, sind das krasseste Beispiel dafür.

Post-​faktisch ist ein zurecht umstrittener Begriff. Ob es mal ein Goldenes Zeitalter des Faktischen gegeben hat und ob das Wort nun wirklich präzise ist, sei dahingestellt. Einen Nerv getroffen hat das „Wort des Jahres 2016“ aber durchaus. Womit wir bei der Krefelder Insektenstudie wären, die in den vergangenen Wochen die deutsche und internationale Öffentlichkeit beschäftigt hat. Einerseits ist es erfreulich, dass die Arbeit von Mitarbeitern des Entomologischen Vereins Krefeld sowie von Wissenschaftlern der Radboud-​Universität im niederländischen Nijmegen und der Universität von Sussex so viel öffentliches Interesse erzeugt hat. Insekten auf der Titelseite der ZEIT und als Gegenstand intensiver Debatten in sozialen Medien – endlich, denn die breite Öffentlichkeit beschäftigt sich viel zu wenig mit ihren Lebensgrundlagen.

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Gekreuzigte Kuh in Kirche – Katholiken empört

Ein Künstler nagelt eine Kuh an ein Kreuz in einer katholischen Kirche. Dabei sei es ihm allerdings nicht um Kritik am Katholizismus gegangen, sagt er. Die Gläubigen sehen das allerdings anders.

katholisch.de

Katholiken in der ostbelgischen Gemeinde Kuttekoven bei Borgloon sind empört über ein Kunstwerk mit dem Namen „Heilige Kuh“. Sie fänden das Kunstwerk „satanisch und geschmacklos“, berichten belgische Medien. Einige protestierten gegen das Objekt, da sie sich gekränkt fühlten. Der Künstler Tom Herck hatte eine 500 Kilo schwere Kuh in Silikon getränkt und in einer Kirche an ein Kreuz genagelt. Außerdem stellte er ein Becken voller Milch darunter auf – wohl alles legal. Er verfügte laut Medienberichten über die nötige Erlaubnis der Behörden.

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Sechs mutmaßliche IS-Mitglieder festgenommen

An der Razzia am frühen Dienstagmorgen waren etwa 500 Polizisten in mehreren Bundesländern beteiligt. Die festgenommenen Männer sollen einen Anschlag vorbereitet haben.

Süddeutsche Zeitung

Bei einer Großrazzia in mehreren Bundesländern sind am Dienstag sechs mutmaßliche Mitglieder der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen worden. Sie sollen, „einen Anschlag mit Waffen oder Sprengstoff auf ein öffentliches Ziel in Deutschland“ vorbereitet haben. Die Planungen seien aber noch nicht abgeschlossen gewesen.

Nach Informationen der Welt soll es sich bei den Festgenommenen um Syrer zwischen 20 und 28 Jahren handeln. Vier von ihnen sollen im Dezember 2014, zwei im Sommer 2015 mit falschen Identitäten in Deutschland eingereist sein. Die Ermittler seien durch die Hinweise von Flüchtlingen auf die Männer aufmerksam geworden.

Bei der Razzia durchsuchten etwa 500 Beamte verschiedener Polizeidienststellen am frühen Dienstagmorgen acht Wohnungen in Kassel, Hannover, Essen und Leipzig.

Hunderte der beliebtesten Webseiten überwachen jede Texteingabe

foto: apa/dpa/christian charisius Oft lesen beim Besuch von Webseiten Dritte sensible Informationen mit.
Neue Studie warnt vor problematischen Skripten – Kreditkartendaten und Passwörter an Dritte weitergereicht

derStandard.at

Wer eine Webseite besucht, liefert dem jeweiligen Betreiber damit im Normalfall auch jede Menge Daten. Doch in welchem Ausmaß solch ein Tracking erfolgt, variiert dabei stark, eine aktuelle Studie zeigt nun, wie weit dabei einzelne Seiten gehen – und wie problematisch dieses Verhalten ist.

Session Replay

Laut Forschern der Universität von Princeton verwenden mindestens 482 der 10.000 weltweit beliebtesten Webseiten sogenannte „Session Replay“-Skripte, wie Motherboard berichtet. Diese erlauben es nicht nur Mausbewegungen und Scrollverhalten der Nutzer aufzuzeichnen sondern auch jegliche Tastatureingaben auf der Webseite zu erfassen – und zwar in Echtzeit.

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TV-Magazin: Ex-Bischof von Como soll Missbrauch vertuscht haben

Vatikan kündigte zuletzt neue Ermittlungen nach Vorwürfen über sexuellen Missbrauch im „Preseminario San Pio X“ an – Aktueller Bischof fordert Ehrlichkeit

kath.net

Im Fall des mutmaßlichen Missbrauchs in einem vatikanischen Seminar für angehende Priester gerät jetzt Diego Coletti, der frühere Bischof von Como (2007-16), ins Visier. Der heute 76-Jährige soll nicht nur über die Vorwürfe informiert gewesen sein, sondern zudem nichts gegen den mutmaßlichen Schuldigen unternommen haben. Das berichtete am Sonntagabend das TV-Magazin „Le Iene“ (Die Hyänen) in einer zweiten Folge zu den Vorkommnissen im „Preseminario San Pio X“ vor etwa zehn Jahren. Coletti wurde darin unter anderem von einem ehemaligen Diözesanrichter belastet.

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Erhöhte Radioaktivität über Europa kommt aus Russland

A radioactive sign hangs on barbed wire outside a cafÈ in Pripyat.
  • Das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz hatte erklärt, erhöhte Ruthenium-Werte seien seit Ende September aus Deutschland, Italien, Österreich, der Schweiz und Frankreich gemeldet worden.
  • Die französische Atomaufsichtsbehörde vermutete einen Unfall in einer russischen Einrichtung.
  • Russland dementierte die Berichte zunächst, bestätigte nun aber, dass in Teilen des Landes eine „äußerst hohe“ Konzentration des Isotops Ruthenium-106 festgestellt wurde.

Süddeutsche Zeitung

Seit Ende September haben Messstationen in Deutschland, Italien, Österreich, der Schweiz und Frankreich erhöhte Ruthenium-Werte gemeldet. Als Ursache für den Anstieg der Radioaktivität vermutete die französische Atomaufsichtsbehörde einen Unfall in einer russischen Einrichtung. Die „plausible Zone der Freisetzung“ liege zwischen der Wolga und dem Ural, hieß es in einem Bericht des Instituts für radiologischen Schutz und nukleare Sicherheit (IRSN).

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Häufiger MRSA-Keim stammt aus Europa

Der methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA) ist nicht mehr nur ein Krankenhauskeim – Varianten des Erregers tauchen auch im Alltagsleben auf. © Frank DeLeo/ NIAID
Europäischer Vorfahre: Der in der Bevölkerung weltweit verbreitete MRSA-Keim USA300 hat seinen Ursprung auf unserem Kontinent. Genvergleiche zeigen: Das hochansteckende resistente Bakterium geht auf einen Vorfahren zurück, der vor 160 Jahren in Zentraleuropa entstand. Von dort aus gelangte der Keim Anfang des 20. Jahrhunderts nach Nordamerika, entwickelte sich weiter – und startete seinen Siegeszug um die ganze Welt.

scinexx

Lange Zeit galten Antibiotika als die schärfste Waffe der Medizin gegen bakterielle Erreger. Doch manche dieser Keime lassen sich inzwischen von keinem gängigen Mittel mehr beeindrucken: Sie sind weitestgehend resistent dagegen. Ein besonders gefürchteter Vertreter solcher antibiotikaresistenten Bakterien ist der methicillin-resistente Staphylococcus aureus, kurz MRSA.

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Kirchen abwerten statt Islam aufwerten

Die SP will Muslime besser integrieren: auf die falsche Weise.

Von Fabian Renz | Tages Anzeiger

Es gibt in Teilen der Volks und der Öffentlichkeit eine politische Haltung, die sich als «links minus Flüchtlinge» beschreiben lässt. Oder «links minus Islam.» Publizistischer Brut­vater dieser Weltsicht ist der frühere SPD-­Politiker Thilo Sarrazin, dem sich inzwischen viele knurrige Meinungsmacher – Rüdiger Safranski, Frank A. Meyer oder auch Slavoj Zizek – angeschlossen haben. Die Linke, deren Antikapitalismus man grundsätzlich gutheisst, wird in diesen Kreisen unablässig für ihre migrantenfreundliche Haltung gescholten. Insbesondere auf die Frage, wie mit «dem Islam» in Europa zu verfahren sei, blieben die Sozialdemokraten harte, strenge Antworten schuldig.

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Mehr Schaden als Nutzen durch Religion

Eine repräsentative Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Ipsos in 23 Ländern weltweit ergab, dass sechs von zehn Deutschen (63 %) glauben, dass Religion der Welt mehr schadet als nützt.

Von Frank Nicolai | hpd.de

Die Deutschen liegen damit gemeinsam mit den Spaniern (63%) im globalen Vergleich auf Rang zwei. Nur in Belgien (68%) bewerten mehr Menschen den Einfluss von Religion negativ. In Russland (36%) und Japan (26%) stimmen die wenigsten zu.

Nur ein Viertel der Deutschen gab bei der Umfrage an, dass ihr Glaube sie als Person definiere. (global: 38%) Damit ist klar, dass die Religion in Deutschland einen geringen Einfluss auf der persönlichen Ebene hat. Umso mehr verwundert es, wenn Politiker immer wieder betonen, dass Deutschland ein „christlicher Staat“ sei. Zwar denken vier von zehn (37%) Deutschen, dass religiöse Bräuche und Praktiken wichtig für die Moral der Gesellschaft in ihrem Land sei. Doch dass religiöse Menschen die besseren Bürger seien, glaubt hingegen nur einer von sechs (17%).

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Das Hirn bleibt ein verzauberter Webstuhl

Graphic courtesy of Vimeo, Human Brain Project
Intelligenz ist Flexibilität: Das betont jetzt auch eine Forscherschule namens Network Neuroscience

Von Thomas Kramar | Die Presse.com

Was ist Intelligenz? Es gibt bis heute keine Definition. Am ehesten können sich die Psychologen auf eine operative Festlegung einigen: Intelligenz ist das, was ein Intelligenztest misst. (So wie Zeit das ist, was eine Uhr misst – wer kennt eine bessere Definition?)

Ein Problem damit: Wenn wir einen Computer so programmieren, dass er gängige IQ-Tests perfekt löst, müssen wir ihm – oder dem Programm – dann nicht hohe Intelligenz zuschreiben? Viele Verfechter der künstlichen Intelligenz beantworten diese Frage – auch wenn sie das vielleicht nicht zugeben – mit Ja. Doch das ist unbefriedigend. Zu unserem Verständnis von Intelligenz gehört Flexibilität. Wer nur gewohnte Aufgaben lösen kann, den sehen wir eher nicht als intelligent an.

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Unheimliche Krieger

Photograph: Solent News/Rex
Killerroboter töten Menschen für andere Menschen. Doch ein internationales Verbot steht nicht zur Debatte. Bis Freitag beraten Regierungsvertreter bei den UN über die Revolution der Kriegsführung.

Von Jan Dirk Herbermann | evangelisch.de

Indiens Abrüstungsbotschafter bei den Vereinten Nationen verliert sich gerne im Philosophischen. Und der Diplomat gräbt ebenso engagiert in der langen Geschichte seiner Heimat. „Das alte Indien hatte Kriegsregeln“, erklärt Amandeep Gill. „Die Kämpfe mussten bei Sonnenuntergang stoppen.“ Dann spannt er den Bogen zu seinem aktuellen Job. Gill leitet die UN-Konferenz der Regierungsexperten, die bis Freitag über militärische und ethische Aspekte einer unheimlichen neuen Waffengattung berät: sogenannte Killerroboter.

„Die Experten werden keine neue Regeln für die Kriegsführung mit Killerrobotern verabschieden“, sagt Gill ohne Umschweife. „Sie werden auch keine Empfehlung an die Vertragsstaaten der UN-Waffenkonvention abgeben, Killerroboter zu verbieten.“ Ebenso hält es der Botschafter für unwahrscheinlich, dass die Vertragsstaaten der UN- Waffenkonvention auf ihrem Treffen ab Mitte nächster Woche (22.11.) Gespräche für eine Ächtung der Todesmaschinen beschließen.

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Schwarzafrikanische Asylsuchende in Melilla: Außen vor

Schier unüberwindbare Hindernisse: Melilla ist umgeben von Grenzzäunen, die zum Teil bis zu sieben Meter hoch sind. Um die beiden spanischen Exklaven Ceuta und Melilla befinden sich die einzigen direkten Landgrenzen zwischen Marokko und der Europäischen Union. Regelmäßig versuchen afrikanische Flüchtlinge, dort auf EU-Territorium zu gelangen.
Die meisten, die in der spanischen Enklave Melilla in Nordafrika Asyl beantragen, sind Syrer, Jemeniten und Algerier. Menschen mit schwarzer Haut sind kaum darunter. Warum?

Von Santiago Sáez | Qantara.de

Ein kleines Stück Hoffnung – Hoffnung auf Asyl, ohne die lebensgefährliche Reise auf einem Schleuserboot über das Mittelmeer auf sich nehmen zu müssen – liegt an der Küste von Marokko: Melilla, eine spanische Enklave, 86.000 Einwohner, auf der Fläche einer deutschen Kleinstadt. Doch Hoffnung machen können sich vor allem Geflüchtete aus dem Nahen Osten und Nordafrikaner. Es nach Melilla zu schaffen, ist für niemand einfach, doch für schwarze Menschen fast unmöglich.

„Welche Asylbehörde? Eine Asylbehörde in Beni Ansar? Aber das ist für uns unmöglich. Wir kommen nicht mal in die Nähe der Grenze. Das ist nur was für Syrer“, so wird ein Mann aus Guinea im Jahresbericht 2016 der Andalusischen Menschenrechtsorganisation APDHA zitiert. Der Ort Beni Ansar liegt in Marokko, direkt an der Grenze zu Melilla. Um auf geregeltem Weg nach Melilla zu kommen, müssen Geflüchtete hier passieren – und damit auch den marokkanischen Grenzschutz.

Wie viele andere schwarze Migranten und Flüchtlinge lebte der Mann, der mit APDHA sprach, in den Wäldern der Provinz Nador. Dort bereiten sie sich auf den harten Weg nach Melilla vor. Es sind nur wenige Kilometer, die sie von der spanischen Enklave trennen. Doch die Stadt ist umgeben von bis zu sieben Meter hohen, mit scharfem Stacheldraht versehenen Grenzzäunen. Über sie zu klettern, kann tödlich enden, ebenso wie der Versuch, schwimmend den Hafen von Melilla erreichen, oder versteckt in einem Lastwagen.

Schwarzafrikaner werden weggeschickt

Ende 2014 eröffnete Spanien zwei Asylbüros in Nordafrika, je eins in Melilla und Ceuta, den beiden spanischen Exklaven in Marokko. Die Erwartung, dies könnten dazu beitragen, den Asylprozess humaner zu gestalten, wurden bitter enttäuscht. Das Büro in Ceuta ist mittlerweile geschlossen. Nach Melilla schaffen es nur wenige Asylsuchende, vor allem Araber und Nordafrikaner.

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Spanische Regierung soll „Tote auf Straßen Kataloniens angedroht“ haben

Protestaktion von Feuerwehrleuten heute, die die Freilassung der Gefangenen fordern. Bild: Assemblea Nacional
Die Unabhängigkeitsbewegung tritt auf drei verschiedenen Listen an, um ihre Mehrheit auszubauen

Von Ralf Streck | TELEPOLIS

Die friedliche katalanische Unabhängigkeitsbewegung wurde nach dem Unabhängigkeitsreferendum aus der spanischen Regierung mit massiver Gewalt und mit „Toten auf den Straßen“ bedroht. Das hat die Generalsekretärin der Republikanischen Linken Katalonien (ERC) in einem Interview erklärt, das für große Aufregung in Spanien gesorgt hat. Es werde nicht mehr bei Gummigeschossen wie beim Referendum am 1. Oktober bleiben, obwohl auch die in Katalonien verboten sind. Es sei mit dem Einsatz von „scharfer Munition gegen die Zivilbevölkerung “ gedroht worden, sagte sie.

Sollte es zu einer Unabhängigkeitserklärung und der Umsetzung kommen, habe die Regierung von Marianos Rajoy gegenüber dem katalanischen Regierungschef Carles Puigdemont mit einem „Blutvergießen“ und einem „Szenario extremer Gewalt und mit Toten“ im Rahmen eines Militäreinsatzes gedroht. Mit Bezug auf „Daten aus belegten Quellen“ erklärte die Nummer 2 der Partei, dass es sogar schon „Waffenlieferungen“ gegeben habe. Die Quellen wollte sie noch nicht nennen, aber zu gegebener Zeit offen machen. Erstaunlich war, dass die spanische Verteidigungsministerin die Vorwürfe sofort als „völlig falsch“ zurückwies. María Dolores de Cospedal erklärte weiter: „Es reicht jetzt, die Bevölkerung zu betrügen“. Das erstaunt vor allem deshalb, da es Cospedal war, die vor und nach dem Referendum immer wieder mit dem Einsatz des Militärs offen gedroht hatte.

Cospedal hatte gesagt, das Militär – dazu gehört die paramilitärische Guardia Civil, die schon brutal am 1. Oktober vorgegangen ist – sei dazu da, „die Souveränität und Unabhängigkeit Spaniens zu garantieren und die territoriale Integrität zu verteidigen“. Das Militär sei „auf dem Boden, zur See und in der Luft“ bereit. Diese Warnung wurde nach der „gut geplanten militärähnlichen Operation“ gegen friedliche Wähler von der Verteidigungsministerin erneut ausgesprochen, wie internationale Expertenteams die brutalen Einsätze am 1. Oktober in ihren Berichten genannt haben.

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‚The Bad Food Bible‘ Says Your Eating Might Not Be So Sinful After All

The Bad Food Bible How and Why to Eat Sinfully by Aaron, M.D. Carroll and Nina Teicholz Hardcover, 234 pages

It’s the season of sinful eating. In just four days we’ll be piling our Thanksgiving plates high with buttery mashed potatoes and MSG-laden turkey.

By Greta Jochem | NPR

And good news, gobblers: All those forkfuls of goodness may not be as bad for us as we think.

Dr. Aaron Carroll is the director of the Center for Health Policy at Indiana University and author of The Bad Food Bible: How and Why to Eat Sinfully. In it, he explains that there might be less evidence against some notoriously bad foods than we think. In fact, maybe we should be eating some of them more often.

Weekend Edition host Lulu Garcia-Navarro spoke with Carroll about why „bad“ food may not be so bad after all. Excerpts of the interview follow, edited for length and clarity.

You cover a lot of foods in your book that get a bad rap – butter, salt, diet soda and even alcohol. What’s your main advice when it comes to these sinful eats?

I think the best thing you can do is realize is that the evidence base, all the data that’s behind making you think these foods are bad for you, is pretty weak. And that if you just take some sensible ideas and try to eat in moderation and to not worry about it too much, you’ll probably be much healthier and certainly much happier.

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Wiederverheiratete und ‚Pathologie schismatischer Zustände‘

Papst Franz während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB
Der Wiener Dogmatiker Tück verteidigt in einem Beitrag das innerkirchlich umstrittene päpstliche Schreiben „Amoris laetitia“, trotzdem wünsche er sich ein klärendes Wort von Papst Franziskus. Dieser müsse mit den Kritikern reden

kath.net

Der Wiener Dogmatiker Jan-Heiner Tück verteidigt in einem Beitrag in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) das innerkirchlich umstrittene päpstliche Schreiben „Amoris laetitia“ den neuen Umgang mit wiederverheiratet Geschiedenen. Wörtlich schreib der Theologe: „Erst in Anmerkung 351 gesteht Franziskus für komplexe Einzelfälle zu, was seine Vorgänger Johannes Paul II. und Benedikt XVI. noch ausgeschlossen haben: dass nämlich Katholiken, die geschieden sind und in einer zivilen Zweitehe leben, zu den Sakramenten hinzutreten können. Manche fragen: Ist jetzt erlaubt, was vorher verboten war?“ Für Tück sei das Schreiben eine „legitime Fortschreibung der bisherigen Lehre“, aber kein „Traditionsbruch.

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Tibet-Eklat in Regionalliga – Peking reagiert scharf

Foto: brightsblog
Der Eklat während des Freundschaftsspiels zwischen Mainz und der chinesischen U20 hat die politische Ebene erreicht.

DIE WELT

  • Das Außenministerium der Asiaten verurteilte den Vorfall und kritisierte Deutschland für sein Verhalten als Gastgeber.
  • In der ersten Halbzeit hatten Zuschauer tibetische Fahnen aufgehängt. Darauf verließen die Spieler den Platz.

Der Eklat während des Freundschaftsspiels zwischen dem Fußball-Regionalligisten TSV Schott Mainz und der chinesischen U20-Nationalmannschaft (3:0) hat am Montag die politische Ebene erreicht. Das Außenministerium der Asiaten verurteilte den Vorfall und kritisierte Deutschland für sein Verhalten als Gastgeber.

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Theologe Dabrock findet Jamaika-Scheitern „besorgniserregend“

Bild: bb
Am Ende müsse es um das Gemeinwohl gehen – das betont der Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Peter Dabrock, angesichts der gescheiterten Jamaika-Koalitionsverhandlungen.

Von Corinna Buschow | evangelisch.de

Der Sozialethiker Peter Dabrock hat das Scheitern der Sondierungsgespräche für eine Jamaika-Koalition als „besorgniserregend“ bezeichnet. „Leider ist es der politischen Klasse, die einen Verantwortungsauftrag gegenüber dem Land hat, nicht gelungen, deutlich zu machen, dass es am Ende um das Gemeinwohl gehen muss“, sagte Dabrock, der auch Vorsitzender des Deutschen Ethikrats ist, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Er warnte die Parteien nun vor einer Blockadehaltung. „Alle, wirklich alle“ müssten nun miteinander reden.

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Deutsche Gynäkologin wegen Werbung für Abtreibung vor Gericht

KollegInnen solidarisieren sich mit Kristina Hänel und kritisieren ein Gesetz aus dem Jahr 1933, das den Zugang zu Information erschwere

dieStandard.at

Ein gelb unterlegter Titel in schwarzen Lettern, dahinter viele Porträtbilder. Das Titelbild der aktuellen Wochenendausgabe der deutschen Tageszeitung „Taz“ erinnert sofort an das berühmte „Stern“-Cover aus dem Jahr 1971 mit dem Titel „Wir haben abgetrieben!“. Auch auf dem aktuellen Cover gegen es um Abtreibung. Darauf solidarisieren sich aber diesmal GynäkologInnen mit Kristina Hänel, die kommenden Freitag aufgrund des Verbots von „Werbung für den Abbruch einer Schwangerschaft“ vor Gericht steht.

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Giant Extinct Sea Cow Found Buried Beneath Siberian Beach

Steller’s sea cow. Image: Biodiversity Heritage Library
The megafauna’s remains tell a grim story about humans and extinction.

By Sarah Emerson | MOTHERBOARD

The massive skeleton of an extinct megafauna, the Steller’s sea cow, was discovered on a Siberian beach this month. This rare find was made even more special, due to the skeleton’s near completeness.

Steller’s sea cows ( Hydrodamalis gigas) once flourished in the arctic waters of Russia’s Commander Islands, a group of 17 barren islands and islets in the Bering Sea. The species was likely extinct by 1768; a victim of overhunting, it was prized for its meat and hide.

This particular skeleton was found in the Komandorsky Nature Reserve, an ecological sanctuary that’s been submitted for inclusion on the World Heritage List. Russian researcher Marina Shitova, who has studied Komandorsky’s northern fur seals, first spotted the animal’s rib cage protruding through the soil.

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