Begehen Flüchtlinge mehr Sexualstraftaten?


Im Sog der Gruppe: Sexualstraftaten mit mehreren Tätern haben zugenommen. Auch in der Silvesternacht 2015 kam es zu solchen Übergriffen. ©DPA
15 Prozent der Tatverdächtigen sind Zuwanderer. Werden sie öfter angezeigt – oder ist ihr Anteil ähnlich hoch? Forscher füllen jetzt die Lücken in der Statistik. Ihre Hauptaufgabe: Genauer zu differenzieren als die Polizei.

Von Lydia Rosenfelder | Frankfurter Allgemeine

Als Frau muss man heute nicht mehr Angst vor sexuellen Übergriffen haben als noch vor ein paar Jahren. Die allgemeine Sicherheitslage in Deutschland hat sich nicht verschlechtert. Die Mehrzahl der sexuellen Übergriffe ereignet sich nach wie vor nicht im öffentlichen Raum, sondern im privaten Umfeld. Aber die Fälle, wo Frauen in der Öffentlichkeit sexuelle Gewalt erfahren, haben einen großen Effekt auf das Sicherheitsgefühl der Gesellschaft.

Wer erfahren will, ob Sexualstraftaten in den vergangenen Jahren in Deutschland zugenommen haben und ob Flüchtlinge daran in überproportional hohem Maße beteiligt sind, kann sich bisher nur an der polizeilichen Kriminalstatistik orientieren. Die gibt jedoch lediglich Auskunft über die Fälle, die den Behörden bekanntwurden. Sie ist ein Arbeitsnachweis der Polizei. Aber was sagt sie eigentlich aus?

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