Mitteldeutsche Kirche bittet um Vergebung – „Versagen in DDR-Zeit“


CDU-Plakat, 1975
Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) hat „Irrwege, Unrecht, Verrat und Versagen der Kirchen und ihrer Verantwortungsträger in der Zeit zwischen 1945 und 1989“ eingestanden.

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„Wir bitten Gott und die Menschen, die durch die Kirchen und ihre Mitarbeitenden geschädigt wurden, um Vergebung“, heißt es in einer Erklärung des Landeskirchenrates, die am Mittwoch, dem Buß- und Bettag, während eines Gottesdienstes zu Beginn der Synode in der Erfurter Michaeliskirche verlesen wurde.

Zwar seien die Machthaber in der Sowjetischen Besatzungszone und später in der DDR damit gescheitert, den christlichen Glauben zu beseitigen oder das kirchliche Leben ihren Zielen vollständig zu unterwerfen. Auch hätten viele Christen widerstanden, sich nicht erpressen und locken lassen. In der Erklärung heißt es dann aber: „Wir haben staatlichem Druck zu oft nicht standgehalten.“ Auch sei Unrecht oft nicht deutlich genug widersprochen worden.

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