Terroristen agieren von der Schweiz aus


Auch die extremistische Organisation al-Shabab hat Verbindungen zu al-Kaida. (Bild: Farah Abdi Warsameh / AP)
In der Schweiz leben mutmasslich mehrere al-Kaida-Mitglieder. Die Geheimdienste können ihr Wissen darüber wegen des Quellenschutzes aber nicht an die Strafverfolger weitergeben.

Von Marcel Gyr | Neue Zürcher Zeitung

Dass sich Terroristen aus aller Welt die Schweiz als Ruheraum aussuchten, ist nicht bloss ein seltsam anmutendes Relikt aus der Mottenkiste der Zeitgeschichte. Laut Angaben des Genfer Terrorexperten Jean-Paul Rouiller diente das Land Jihadisten bis 2012 als Basis für ihre terroristischen Aktivitäten. Das habe sich erst mit der Einführung des Bundesgesetzes über das Verbot der Gruppierungen «Al-Qaïda» und «Islamischer Staat» sowie verwandter Organisationen (IS-Gesetz) geändert. Dank der Gesetzesnovelle bestehe erstmals eine rechtliche Handhabe, gegen mutmassliche Terroristen auch dann vorzugehen, wenn sie sich im Gastland selber nichts zuschulden kommen liessen.

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