Diabetes: Insulingel statt Spritze?


Dank eines intelligenten Gels wird aus kleinen Kathetern nur dann Insulin freigesetzt, wenn der Blutzuckerspiegel es erforderlich macht. © Matsumoto et al./ Sci. Adv. 2017
Spritze überflüssig: Forscher haben ein intelligentes Gel entwickelt, das Blutzucker-Sensor und Insulin-Injektor in einem ist. Der Clou: Das Gel ändert je nach Glucose-Spiegel seine Eigenschaften. Dadurch setzt es über einen kleinen Katheter nur dann Insulin im Körper frei, wenn die Blutzuckerwerte entsprechend hoch steigen. Bei Versuchen mit zuckerkranken Mäusen hat sich die Methode bereits bewährt, wie das Team berichtet.

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Patienten mit Diabetes Typ 1 und starkem Diabetes Typ 2 müssen regelmäßig ihren Blutzuckerspiegel messen und sich dann eine bestimmte Menge Insulin spritzen. Normalerweise übernehmen die Insulin-produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse diese Aufgabe. Diese arbeiten bei Zuckerkranken jedoch nicht mehr richtig. Deshalb müssen sie selbst im Blick behalten, wie sich ihr Blutzuckerspiegel verhält – und gegebenenfalls mit der richtigen Dosis des regulierenden Stoffs reagieren.

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